Cover-Bild Die Glücksfrauen - Die Kraft der Bücher
Band 2 der Reihe "Die Glücksfrauen-Saga"
(59)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 31.05.2024
  • ISBN: 9783757700232
Anna Claire

Die Glücksfrauen - Die Kraft der Bücher

Roman. Der neue Band aus der Reihe um 3 Exilantinnen nach dem 2. Weltkrieg

Band 2 der großen Reihe um drei Exilantinnen während des Zweiten Weltkriegs

Deutschland 1939: Die Zustände in Deutschland werden unerträglich, und die Jüdin Maria und ihre Familie wollen in letzter Sekunde flüchten. Doch inzwischen ist es fast unmöglich, das Land auf sicherem Weg zu verlassen. So wählen Maria und ihre Familie eine waghalsige und gefährliche Fluchtroute.

Brasilien 2023: Sandra führt eine Buchhandlung, die ihre Großmutter Maria gegründet hat. Als eine June aus New York sie kontaktiert und ihr von einem gemeinsamen Erbe erzählt, wird Sandra neugierig auf das Schicksal ihrer Großmutter. Sie schlägt June vor, mit ihr Marias Fluchtroute nachzureisen. Gemeinsam folgen die Frauen Marias Spuren und finden dabei mehr über die Geschichte heraus, die sie beide vereint.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2024

Die Geschichte einer starken Frau

0

Die zentrale Figur dieses Buches ist die Jüdin Maria Kirschbaum.
Schon früh erkannte sie, wie verhasst die Juden in Deutschland zu Zeiten des Nationalsozialismus waren und versuchte ihren Ehemann davon ...

Die zentrale Figur dieses Buches ist die Jüdin Maria Kirschbaum.
Schon früh erkannte sie, wie verhasst die Juden in Deutschland zu Zeiten des Nationalsozialismus waren und versuchte ihren Ehemann davon zu überzeugen Deutschland zu verlassen. Dieser zögerte aber zu lange sodass das Paar mit seinen beiden Kindern erst in letzter Minute und unter allergrößten Strapazen die Flucht ergriff. Maria erweist sich als starke Frau, die nicht aufgibt und immer wieder neue Wege findet, ihre Familie in Sicherheit zu bringen während ihr Ehemann teilweise lethargisch alles über sich ergehen lässt.
Das Buch erzählt in zwei Zeitebenen. Die Vergangenheit ab dem Jahr 1939 in Deutschland und die Gegenwart 2023 in Brasilien, wo Sandra, die Enkelin Maria´s von June, der Tochter einer ehemaligen Freundin Maria´s kontaktiert wird. Die beiden machen sich auf, die ehemalige Fluchtroute der Familie Kirschbaum nachzureisen.
Das Buch ist packend, was die Vergangenheit angeht. Es ist erschütternd zu erfahren, was Menschen jüdischen Glaubens durchmachen mussten, erniedrigt wurden und um ihr Hab und Gut gebracht wurden. Sich in die Situation zu versetzen, seine Heimat zu verlassen um in einem fremden Land von vorne anzufangen, die Kraft aufzubringen, dies zu schaffen, das macht demütig.
Was die Geschichte in der Gegenwart betrifft, bin ich ein wenig enttäuscht. Ein Tagebuch, was seit Jahrzenten übersehen wurde, ein Autor, der zufällig in Erscheinung tritt dessen Schwester zufällig auch Buchhändlerin ist....
Schade ist auch, dass die Geschichte so unversehens endet und zumindest Maria´s Geschichte nicht bis zum Ende erzählt wurde

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 15.07.2024

Auf der Fluchtroute der Großmutter

0

Im zweiten Teil der Reihe „Glücksfrauen“ trifft June auf die Enkelin von Maria, einer der Freundinnen, denen ihre Großmutter das Startkapital für ein Café in New York verdankt. Dies sollte die Zuflucht ...

Im zweiten Teil der Reihe „Glücksfrauen“ trifft June auf die Enkelin von Maria, einer der Freundinnen, denen ihre Großmutter das Startkapital für ein Café in New York verdankt. Dies sollte die Zuflucht für die drei Freundinnen aus dem nationalsozialistischen Deutschland sein. Doch riss die Geschichte die drei auseinander. Jetzt ist es an den Enkelinnen, den Spuren ihrer Großmütter zu folgen, um vereint das Erbe antreten zu können.
Von New York aus geht es also zunächst einmal nach Brasilien, wo Sarah die Buchhandlung ihrer Großmutter Maria mehr recht als schlecht betreibt. Die reisefreudige Sarah ist sofort begeistert, als June den Vorschlag macht, der Fluchtroute von Maria und ihrer Familie zu folgen, die sich mit letzter Mühe und Not aus Deutschland retten konnte und den beschwerlichen Weg über Frankreich und Spanien auf sich nehmen musste, um sich mit einem der letzten Schiffe nach Brasilien retten zu können. Die beiden Enkelinnen hoffen, auf ihrer Reise etwas über die dritte im Bunde der Freundinnen zu erfahren.
Die Idee und die Umstände der Geschichte sind spannend und durch die Verknüpfung sowohl der drei Schicksale als auch der zwei Zeitebenen sehr vielschichtig und interessant. Hier liegt großes Potential zu einer spannenden Saga, das meiner Meinung nach aber eher schwach umgesetzt wird. Die Figuren wirken etwas einfach gestrickt, die Erzählweise ist bisweilen recht hölzern und holprig. Viele Ungereimtheiten und allzu abrupten Wendungen lassen keinen wirklichen Spannungsbogen entstehen. Von irgendwo kommt unvermittelt immer Hilfe. Vieles, was Möglichkeit zu Spannung und Dramatik böte, bleibt ungenutzt, löst sich quasi in Nichts auf. Ein Sturz in den Pyrenäen endet zwei Sätze weiter mit ein paar Kratzern. Einem Bekenntnis Marias, ihren Mann unermesslich zu lieben, läuft zwei Seiten später ein attraktiver Fluchthelfer über den Weg. Das wirkt leider wenig authentisch und eher aufgesetzt. Und zwischendurch gibt es ein paar moralische Lehren mit erhobenem Zeigefinger: Wir lesen zu wenig, wir sind zu viel auf Social Media unterwegs, wir leben zu sehr in Hektik und Ablenkung und Stress und sollten das Leben mehr genießen.
Auch bleibt die Story in der Gegenwart recht farblos. June kommt höchstens als kleinkariertes, verwöhntes Gegenstück zur lebenslustigen, aber ziemlich unbedarften Sarah vor. Ein bisschen Kummer um die Buchhandlung, ein bisschen Liebesreigen führen zu wenig Tiefgang in der Story. Da wäre definitiv mehr möglich gewesen.
Was der Autorin auf jeden Fall gut gelingt, ist, Spannung auf den dritten Teil aufzubauen, denn das Schicksal der dritten Freundin wird zwar angedeutet, aber die Aufgabe der Enkelinnen ist noch nicht gelöst.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 16.06.2024

Mehr Kraft als Glück

0

Nacheinander wird die Geschichte von drei Frauen erzählt die aus Deutschland fliehen mussten. Sie waren echte Freundinnen und standen für einander ein. Aber irgendetwas ist passiert und der Kontakt brach ...

Nacheinander wird die Geschichte von drei Frauen erzählt die aus Deutschland fliehen mussten. Sie waren echte Freundinnen und standen für einander ein. Aber irgendetwas ist passiert und der Kontakt brach 1939 ab. Etwas das nicht mit den Fluchten und deren Gründen zu tun hatte. Dieses Geschehnis bleibt auch in diesem zweiten Band ein Geheimnis der Autorin. In diesem Buch ist Maria die Hauptperson und ihre Enkelin Sandra. Immer abwechselnd wird die Geschichte der beiden Frauen erzählt. Während Maria eine entschlossene mutige Frau ist die weiß was sie will, lässt sich ihre Enkelin eher treiben etwas unordentlich und verträumt. Gemeinsam macht sie sich mit June der Enkelin aus dem ersten Band auf dem Weg die Flucht von Maria und ihrer Familie aus Deutschland nach zu reisen um dadurch Informationen über die dritte im damaligen Bund zubekommen.
Der Aufbau ist wie im ersten Band. June muss ihr Erbe mit den Nachfahren der Freundinnen teilen. Dafür müssen sie aber erstmal gefunden werden. Während im ersten Band das Ankommen und die Existenzgründung in Amerika im Vordergrund stand, ist es in diesem Buch die Flucht. Das fand ich spannender vor allem weil auch die Entwicklung der Kinder aufgrund der Ereignisse ein Thema war. Das bisher die Männer als das schwache Geschlecht dargestellt wurden war wohl der Dramatik geschuldet.
Das große Geheimnis, es ist dann hoffentlich riesig, bleibt wohl bis zum dritten Band verborgen. Der Cliffhanger war in diesem Buch nicht so schlimm wie im ersten Band der Geschichte von Luise und June. Trotzdem hätte mir eine Erklärung besser gefallen denn dadurch wird meiner Meinung nach nicht die Spannung genommen, es wäre nur ein anderer Aufbau.
Leider empfinde ich es etwas als Druck alle Bände zu lesen und zu meinem eigenen Ärger will ich das auch. Sonst lasse ich es bleiben wenn ich ein Buch drei Sterne und weniger gebe, aber diese Autorin schafft es mich zu binden und daher warte ich ungeduldig auf den dritten Band.

Veröffentlicht am 19.07.2024

Viel verschenktes Potential

0

Es handelt sich um den zweiten Teil einer Trilogie, wobei es um drei junge Frauen geht, die miteinander befreundet sind und dies zur Zeit des Nationalsozialismus in Duetschland. Im zweiten Teil spielt ...

Es handelt sich um den zweiten Teil einer Trilogie, wobei es um drei junge Frauen geht, die miteinander befreundet sind und dies zur Zeit des Nationalsozialismus in Duetschland. Im zweiten Teil spielt die Vergangenheitl ab 1936 in Berlin, wobei Luise, eine der drei Freundinnen schon nach New York ausgewandert bzw. geflüchtet ist, was wohl im ersten Teil, von dem ich nur die Leseprobe kenne, thematisiert wird. Die zurückgebliebenen Freundinnen Maria und Anni haben Luise Geld gegeben, damit sie neu starten kann. Jetzt bekommt Maria mit ihrem Mann und den zwei Kindern die Repressalien, die ihnen als Juden das Leben immer schwerer machen zu spüren und sie versuchen zu flüchten. Von dem damaligen Leben von Maria erfahre ich als Leserin durch Tagebucheinträge, welches ihre Enkeln Sandra findet. Sandra hat Marias Buchhandlung in Brasilien geerbt und wird nun ihrerseits von June, der Enkelin von Luise aufgesucht, da es um ein gemeinsames Erbe geht, wozu aber auch die Nachkommen von Anni gefunden werden müssen. Während die Story in der Vergangenheit sehr interessant und packend ist, so ist die Story in der Gegenwart 2023 für mich eher wenig glaubhaft. June ist Journalistin, hat schon einiges von der Welt gesehen und wirkt auf mich wenig authentisch in ihrem Verhalten. Auich Sandra finde ich unglaubwürdig bzw. ihr Verhalten oder die nachfolgende Entwicklung der Geschichte. Dazu noch eine Lovestory....Tagebuch, was jahrelang nie gesehen wurde, überstürzte, ziemlich spontane Reise der beiden Frauen, kein Wissen über die Namen von Opa etc...... mir hat der Erzahlstrang in der Gegenwart die Handlung in der Vergangenheit vermiest, über die ich gerne mehr erfahren hätte. Manche meiner Fragen blieben unbeantwortet und andere wurden schon vorweg beantwortet..... Sehr schade und somit gibt es von mir nur zwei Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre