Cover-Bild Schlaglicht
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 15.07.2024
  • ISBN: 9783351041991
Rita Bullwinkel

Schlaglicht

Roman
Christiane Neudecker (Übersetzer)

»Ein so fulminanter Roman, wie ich ihn seit Langem nicht gelesen habe.« Jonathan Lethem 

»So frisch und stark. Mach Platz, amerikanische Gegenwartsliteratur, für eine tolle neue Stimme.« The New York Times 

An einem heißen Juli-Wochenende kämpfen in Bob's Boxing Palace in Reno, Nevada, USA, acht junge Boxerinnen einen Boxkampf. Alle von ihnen sind noch Teenager, haben Träume und Sehnsüchte und werfen sich mit vollem Einsatz in den Ring. Runde um Runde beleuchtet Bullwinkel das Leben der Mädchen, die gegeneinander antreten: Eine wird von einem unheimlichen Erlebnis als Rettungsschwimmerin verfolgt; eine beruhigt sich selbst, indem sie die Nachkommastellen von Pi aufsagt. Eine hat ein lilafarbenes Muttermal auf der Lippe, das ihre Erfahrungen seit der Kindheit prägt. In starker, muskulöser Sprache entsteht das Porträt von acht jungen Frauen, die in direkter Körperlichkeit alles geben, um gesehen zu werden und den Kampf ihres Lebens für sich zu entscheiden. 

»Mit einer Sprache, die wie ein Schmetterling schwebt, und Enthüllungen, die wie eine Biene stechen, zieht Bullwinkel die Handschuhe der boxenden Mädchen und der Zeit ihres Aufwachsens aus und breitet sie in all ihrem Wunder, ihrem Humor, ihrer Gewalt und ihrer Herrlichkeit vor uns aus.« Oprah Daily

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2024

Porträts junger Boxerinnen

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Der auf der Longlist des Booker-Award stehende Roman Schlaglicht von Rita Bullwinkel ist in erster Linie ein Porträt junger Frauen in den USA. Gemeinsam haben sie nur den Boxsport, denn sie treten bei ...

Der auf der Longlist des Booker-Award stehende Roman Schlaglicht von Rita Bullwinkel ist in erster Linie ein Porträt junger Frauen in den USA. Gemeinsam haben sie nur den Boxsport, denn sie treten bei einem Turnier, dem Daughters of America-Cup gegeneinander an. Oft geht es dabei brutal und gnadenlos zu.
Ein allwissender Erzähler zeigt ihre Lebensentwürfe und was in ihren Köpfen vorgeht. Dabei werden ihre Perspektiven, Hoffnungen und Chancen abgewogen. Das ist schon gut gemacht, wenn auch Geschmackssache. Es bleiben auch gemischte Gefühle.
Das Buch ist für Freunde zeitgenössischer US-Amerikanischer Literatur zu empfehlen.

Veröffentlicht am 13.08.2025

Originelles Setting, enttäuschender Schreibstil.

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Der 12. jährliche DAUGHTERS OF AMERICA CUP für Frauen U19, 14. – 15. Juli 2020. Die ungewöhnliche Szenerie rund um Bobs schäbigem, abgehalftertem Boxpalast in Reno, Nevada, mit acht boxenden Mädchen zwischen ...

Der 12. jährliche DAUGHTERS OF AMERICA CUP für Frauen U19, 14. – 15. Juli 2020. Die ungewöhnliche Szenerie rund um Bobs schäbigem, abgehalftertem Boxpalast in Reno, Nevada, mit acht boxenden Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren ist zunächst interessant. Der deutsche Buchtitel „Schlaglicht“ ist treffender gewählt als der englische Originaltitel „Headshot“, wirft dieser Roman doch sowohl Licht auf Kampfszenen und diverse Techniken, als auch Licht auf seelische Prädispositionen der beteiligten Charakteren. Während zahlreicher Boxrunden vermitteln innere Monologe oder Ticks der Sportlerinnen mehr über deren Ängste, Lebensziele und Traumata. Gesellschaftskritische Themen werden angerissen: z.B. Artemis Victor vs. Andi Taylor „sind gesetzlich gesehen beide noch Kinder. In fast allen der fünfzig Staaten dürfen sie weder ins Militär, noch Alkohol trinken, noch ohne die Zustimmung eines Vormunds eine Abtreibung vornehmen. Und doch befiehlt dieser Sport, diese Simulation des Tötens, dass Andi und Artemis sich nicht als Kinder verstehen, sondern als junge Menschen, die die Macht darüber haben, ihr Schicksal und ihre Siege selbst zu bestimmen.“ Auch Sexismus im Sport wird aufgegriffen: z.B. nur wenige Zuschauer, nur männliche Trainer und Judges. Der bildhafte Schreibstil als Stilmittel gefällt, aber durch zu häufige Wiederholungen von „denkt Rachel“ oder „wie … aussieht“, Bratwurstbeine, Kalbsfleischbeine und Ähnlichem verliert der Inhalt an Dynamik. Dass das typische exaltierte, teenagerhafte Verhalten, so ganz ohne Verliebtheit um Jungen, ohne offene Anfeindungen untereinander auskommt, wirkt etwas unrealistisch.

Insgesamt interessante Charakterisierungen in amerikanischem Boxkampfambiente, jedoch behaftet mit Schreibstilmängeln.

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