Cover-Bild Pampa Blues
12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 01.11.2013
  • ISBN: 9783423625647
Rolf Lappert

Pampa Blues

Ein mitreißender Roman in einem filmreifen Setting

Ben ist 16 und sitzt in dem verschlafenen Kaff Wingroden fest, weil seine Mutter mal wieder mit ihrer Band durch die Lande tingelt und er auf seinen greisen Großvater und die Gärtnerei achtgeben muss. Ein bisschen Schwung in sein Leben bringt Lena, die mit ihrem klapprigen Peugeot ebenfalls hier gestrandet ist. Aber auch Maslow, der Visionär des Dorfes, sorgt mit seinen ausgefallenen Ideen für ausreichend Aufregung. Denn bald kreuzen nicht nur UFOs den Himmel über Wingroden, sondern auch junge Hochzeitspaare pilgern in Scharen herbei. 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.11.2017

Nicht ganz meins aber schön zu lesen.

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Inhalt:
Ben ist ein 16-jähriger Junge, der in einem Kaff namens Wingroden festsitzt und dessen Mutter mit Ihrer Band durch die Lande zieht. Deshalb muss er auf seinen Großvater und die Gärtnerei achtgeben. ...

Inhalt:
Ben ist ein 16-jähriger Junge, der in einem Kaff namens Wingroden festsitzt und dessen Mutter mit Ihrer Band durch die Lande zieht. Deshalb muss er auf seinen Großvater und die Gärtnerei achtgeben. Maslow sorgt dabei mit seinen ausgefallenen Ideen für eine Menge Abwechslung und Lena, die in Wingroden gestrandet ist, bringt etwas Schwung in sein Leben. Aber bald kreuzen nicht nur UFOs im Himmel über Wingroden auf, denn auch junge Hochzeitspaare pilgern in Scharen herbei.

Cover:
Ich finde das Cover wirkt langweilig und es spricht mich nicht besonders an. Es passt aber auf jeden Fall zum Titel und zum Klappentext, was immerhin ein Pluspunkt ist. Ich finde es immer besonders wichtig, dass das Cover auch wirklich zum Buch passt.

Meine Meinung:
"Pampa Blues" wurde von Rolf Lappert verfasst und es handelt sich hierbei um ein Jugendbuch, welches ich für die Schule lesen musste.
Dabei fand ich den Klappentext nicht besonders ansprechend und habe mich deswegen auch nicht auf das Buch gefreut. Der Inhalt hat mich nicht angesprochen und ich habe widerwillig mit dem Buch angefangen.
Deswegen habe ich auch nicht viel erwartet. Ich habe aber erwartet, dass mir das Buch überhaupt nicht gefallen würde und ich Ewigkeiten zum Lesen brauchen würde. Das war aber nicht der Fall.
Dank dem sehr flüssigen Schreibstil, des Autors, war das Buch schön zu lesen. Es war zwar nicht besonders spannend aber auch nicht gerade langweilig. Dabei war die Schriftgröße für die Größe und Länge des Buches passend und hat mich nicht gestört.
Auch die Charaktere waren sehr schön, da sie keineswegs farblos waren und von allen Seiten beschrieben wurden.
Vor allem aber Ben durfte man von wirklich allen Seiten kennenlernen und ihm in seinem Leben, in Wingroden, begleiten. Mit seinem Großvater hat er es nicht leicht, doch er strengt sich an und ich konnte seine Handlungen stets verstehen. Natürlich war er auch ab und an mal nervig, was aber daran lag, dass er in der Pubertät war, somit stur aber auch ehrlich. Für mich nur ein kleiner Kritikpunkt, schließlich gehört dies zu einem jugendlichen dazu.
Dabei hab ich das Ende so nicht direkt erwartet. Ein paar Gedanken habe ich mir schon gemacht und einiges traf auch zu. Aber alles andere was passierte wusste ich nicht und hat mich sogar etwas überrascht.

Fazit:
Das Buch war zwar nicht ganz meins aber dennoch sehr schön zu lesen. Spannung war zwar nicht wirklich enthalten aber langweilig war die Geschichte auch nicht. Ich hatte das Buch auch recht schnell durch und finde es für zwischendurch ganz in Ordnung.

Veröffentlicht am 28.12.2025

✎ Rolf Lappert - Pampa Blues

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„Pampa Blues“ von Rolf Lappert landete eher zufällig bei mir. Eine Freundin gab mir das Buch weiter, weil ihr Kind es als Schullektüre lesen musste und auch mein eigenes Kind dieselbe Schule besuchen wird. ...

„Pampa Blues“ von Rolf Lappert landete eher zufällig bei mir. Eine Freundin gab mir das Buch weiter, weil ihr Kind es als Schullektüre lesen musste und auch mein eigenes Kind dieselbe Schule besuchen wird. Bis es dort so weit ist, vergehen zwar noch einige Jahre und Lehrpläne ändern sich, dennoch wollte ich wissen, was Jugendliche hier erwartet.

Der Roman erzählt vom 16-jährigen Ben, der in einem nahezu ausgestorbenen Dorf lebt und seinen an Demenz erkrankten Großvater pflegt, während die Mutter unterwegs durch Europa ist. Diese Ausgangslage verspricht zunächst Tiefe und Konflikt, bleibt für mich jedoch ohne nachhaltige Wirkung. Bens ständige Unzufriedenheit, sein resignierter Blick auf die Welt und insbesondere die abwertende Art, mit der er über seinen Großvater spricht, erzeugten bei mir Distanz statt Empathie.

Die Coming-of-Age-Story mit skurrilen Figuren und einer Mischung aus Ernst und Ironie, konnte mich zu keiner Zeit abholen, da ich die Ruhe und Monotonie im Setting und die ersten Kapitel als zu lang und ereignisarm empfand. Statt Atmosphäre entstand Leerlauf.

Thematisch wird viel angerissen: erste Liebe, Dorfgerüchte, angebliche UFO-Sichtungen, dazu Selbstverletzung und Depressionen. In meinen Augen bleibt vieles im Raum stehen und wirkt dadurch eher überladen statt tiefgründig.

Die Idee, jugendliche Enge und Perspektivlosigkeit auf dem Land darzustellen, funktioniert grundsätzlich. Hier jedoch dominieren Nörgelei und ein dauerhaft depressiver Unterton, der eher ermüdet als zum Nachdenken anregt. Ich empfand die Figuren überwiegend als anstrengend. Bens Verhalten gegenüber seinem Umfeld, insbesondere gegenüber seinem Großvater, erschien mir häufig respektlos und wenig reflektiert. An emotionaler Entwicklung mangelt es ihm.

Problematisch ist zudem die Normalisierung von Alkoholkonsum. Ben trinkt regelmäßig Bier, bereits mit 15 Jahren, und dies wird im Text nicht hinterfragt. Für ein Jugendbuch halte ich diese Darstellung für gefährlich und unverantwortlich, da sie ohne kritische Einordnung stehen bleibt.

Unterm Strich konnte ich aus dieser Lektüre keinen persönlichen Gewinn ziehen. Weder inhaltlich noch emotional bot mir „Pampa Blues“ einen Mehrwert.

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