Suche nach der Wahrheit
Henny folgt der Aufforderung ihrer Nachbarin und will herausfinden, welches Unrecht geschehen ist. Als Historikerin sieht sie sich auf einem guten Weg. Aber der Standesbeamte durchschaut ihr konstruiertes ...
Henny folgt der Aufforderung ihrer Nachbarin und will herausfinden, welches Unrecht geschehen ist. Als Historikerin sieht sie sich auf einem guten Weg. Aber der Standesbeamte durchschaut ihr konstruiertes Thema für die Forschungsarbeit. Sie bekommt von ihm trotzdem Tipps, wo sie mit der Suche starten kann. Überraschend taucht er dann dort ebenfalls auf. Das war für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Obwohl Daniel sie nicht kennt, will er Henny unterstützen. Zwischen den beiden kommt es immer wieder zu schwierigen Situationen, in denen einer von beiden beleidigt ist. Das hat mich auf Dauer genervt und dass er immer alles abblockt, fand ich merkwürdig und dachte deshalb, er kennt Esthers Geschichte, weil seine Familie darin verwickelt ist.
Die Recherche ist erfolgreich und sie finden Tagebücher von Esther. Die fand ich teilweise sehr berührend und sie haben einen guten Einblick gegeben, wie es für ein jüdisches Mädchen bzw. ihre Familie gewesen ist.
Die Auflösung hat mich am Ende nicht ganz überzeugt. Ich glaube nicht, dass es keine andere Handlungsmöglichkeiten gab und jemand so ein Geheimnis so lange hüten würde.
Das Buch ist gut zu lesen und stellenweise spannend, aber Henny und Daniel bzw. ihr Verhalten fand ich oft anstrengend und nicht nachvollziehbar.