Cover-Bild Entzwei
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Ulrike Helmer Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 214
  • Ersterscheinung: 04.04.2023
  • ISBN: 9783897414679
Sabine Gelsing

Entzwei

Ein fataler Tauschhandel trennt die Zwillinge Alma und Helene direkt nach ihrer Geburt. Während Helene auf einem Apfelhof in ländlicher Idylle aufwächst, erfährt Alma in einem Kinderheim der Fünfziger- und Sechzigerjahre grausame Erziehungsmethoden unter dem Deckmantel der katholischen Kirche. Erst im fortgeschrittenen Alter erfährt Helene von Alma. Sie begibt sich auf die Suche und hofft auf einen gemeinsamen Lebensabend. Doch Almas belastende Vergangenheit steht ihnen im Weg …
Eine berührende Familiengeschichte über drei Generationen, die auf wahren Begebenheiten beruht.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2025

dieses Buch hat mich berührt

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Was für ein Buch!Was für ein Debüt!Ich bin immer noch ganz voll davon,zumal dieses Buch wahre Begebenheiten zur Grundlage hat.

Ein fataler Tauschhandel trennt die Zwillinge Alma und Helene gleich nach ...

Was für ein Buch!Was für ein Debüt!Ich bin immer noch ganz voll davon,zumal dieses Buch wahre Begebenheiten zur Grundlage hat.

Ein fataler Tauschhandel trennt die Zwillinge Alma und Helene gleich nach ihrer Geburt.Während Helene bei ihrem Vater und der Großmutter auf einem Apfelhof groß wird,wächst Alma bis zu ihrem 5. Lebensjahr bei ihrerMutter und nach deren Tod in einem katholischen Kinderheim auf.Wir schreiben die 50/60 ziger Jahre,in denen das Aufwachsen in solchen Heimen die Hölle war.Grausame Erziehungsmethoden und Züchtigungen waren an der Tagesordnung.

Die Autorin erzählt aus der wechselnden Sicht der Geschwister und die Geschichte nimmt einen Lauf, mit dem ich nie gerechnet hätte.Wüsste man nicht,dass es sich um eine wahre Geschichte handelt,die das Ganze um so trauriger macht,könnte man der Autorin für den genialen Ausgang der Geschichte gratulieren.Gratulieren kann man auf jeden Fall,denn dieses Buch hat es verdient.

Mich hat dieses Buch sehr berührt und manchmal fassungslos gemacht.Auch sprachlich ist dieser Roman sehr ansprechend,was das Buch noch einmal doppelt lesenswert macht.

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Veröffentlicht am 15.01.2024

Wert eines Lebens

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Die achtundsechzigjährige Helene hat gerade ihren Vater beerdigt, lebt mit ihrem Hund alleine auf dem väterlichen Hof und sieht die Unterlagen durch. Sie findet eine Zeichnung, auf der zwei Säuglinge abgebildet ...

Die achtundsechzigjährige Helene hat gerade ihren Vater beerdigt, lebt mit ihrem Hund alleine auf dem väterlichen Hof und sieht die Unterlagen durch. Sie findet eine Zeichnung, auf der zwei Säuglinge abgebildet sind, beschriftet mit Helene und Alma. Dies ist ein Schock für Helene, da sie im Glauben aufgewachsen ist, ein Einzelkind zu sein. Sie fängt an, nachzuforschen und findet unfassbares heraus; ein Zwilling blieb auf dem Hof, das andere Mädchen landete im Erziehungsheim.

„Hier ist nur Platz für ein Kind. Schlimm genug, dass es ein Mädchen ist.“ (Seite 64)

Die Gegenwart im Jahre 2018 zog mich fast sofort in ihren Bann, obwohl es bereits früh eine Rückblende gab. Der Sprung in die Vergangenheit begann im Jahr 1949 so harmlos, dass es mich kalt erwischte, als ich die Ungeheuerlichkeit erfasste, die bald darauf geschah. Ich konnte kaum glauben, welcher Plan da geschmiedet und in die Tat umgesetzt wurde, folgte fassungslos der Geschichte, war entsetzt, erschüttert und auch wütend. Die Geschehnisse in dem katholischen Erziehungsheim der Fünfziger- und Sechzigerjahre glichen einer Horrorgeschichte, was Alma dort erlebte, hat mich bestürzt und sprachlos gemacht. Die Kindheit von Helene war anders, vergleichen darf man da nichts, dennoch war auch dort nicht Friede, Freude, Eierkuchen, denn der teuflische Plan wurde schließlich dort gefasst und verwirklicht.

Ich war von Anfang an verliebt in den Schreibstil und blieb in dieser Hinsicht bis zum letzten Punkt entzückt. Was man aus der deutschen Sprache herausholen kann, durfte ich hautnah miterleben und hätte mir am liebsten auf jeder Seite viele Sätze markiert. Behutsam und einfühlsam führte mich Sabine Gelsing durch die Geschichte, fand richtige Worte zur richtigen Zeit. An einigen Stellen musste ich pausieren, zu schrecklich fand ich das Geschehene, musste mich sammeln und dennoch zog es mich schnellstmöglich wieder zum Buch. Die Auflösung war schrecklich, traurig und verstört ließ mich diese zurück, um mich mit dem Ende trotzdem zu trösten, mit der Hoffnung auf Glück. Volle Punktzahl mit einem extra Sternchen gibt es dafür von mir.

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