Cover-Bild Die Rotte
Band 3 der Reihe "Schmitt & Kemper"
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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: KBV
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Klassisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 300
  • Ersterscheinung: 15.10.2021
  • ISBN: 9783954415847
Sabine Gronover

Die Rotte

Kriminalroman
Mord im Münsterland:
Killer, Keiler, Klatenberge

Schmitt & Kemper unter Borstentieren …

Drei Schüsse hat Jäger Lutz Fröhlich im Naturschutzgebiet Klatenberge bei Telgte auf eine große Wildschweinrotte abgesetzt. Doch nun liegen da im Unterholz zwei erlegte Wildschweine und eine tote Frau.

Die Leiche weist eine verblüffende Ähnlichkeit mit einer anderen, gerade erst verschwundenen Frau auf: Heidi Klostermann. Auf der Suche nach der Vermissten stoßen Kommissar Schmitt und sein Kollege Kemper auf Frau Klostermanns dubiose DDR-Vergangenheit. War sie eines der unglücklichen Kinder, die während des SED-Regimes zwangsadoptiert wurden? Die Kripobeamten ermitteln in alle Richtungen, doch irgendjemand scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein. Die Tote im Wald bleibt nicht die einzige Leiche …

Zum Entsetzen des tierphobischen Kommissars stellt sich heraus, dass auch Wildschweine nicht ganz so unschuldig sind, wie sie manchmal scheinen. Denn die Rotte betrachtet die Klatenberge offenbar als ihr alleiniges Revier und duldet keine Einmischungen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2022

Packender und ziemlich tierischer Krimi mit reichlich Lokalkolorit aus dem Münsterland

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In diesem Kriminalroman schickt die Autorin Sabine Gronover die Ermittler Horst Schmitt und Dirk Kemper in ihren dritten tierischen Fall, der erneut im ansonsten so beschaulichen Kreis Warendorf angesiedelt ...

In diesem Kriminalroman schickt die Autorin Sabine Gronover die Ermittler Horst Schmitt und Dirk Kemper in ihren dritten tierischen Fall, der erneut im ansonsten so beschaulichen Kreis Warendorf angesiedelt ist. Und wieder legen sie dabei einige tiefe Abgründe offen, die man im Münsterland so nicht unbedingt erwartet hätte.

Man braucht hier aber grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Als Lutz Fröhlich nach einer morgendlichen Jagd im Naturschutzgebiet Klatenberge bei Telgte seine Beute begutachtet, erlebt er einen ziemlichen Schreck. Neben zwei toten Wildschweinen findet er auch noch die Leiche einer zunächst unbekannten Frau vor. Hat er die Frau aus Versehen erschossen oder ist sie zum Opfer der Rotte Wildschweine geworden ? Als die Ermittler Schmitt und Kemper auf den Vermisstenfall Heidi Klostermann stoßen, stellen sie zwar eine große Ähnlichkeit zwischen den beiden Frauen fest, ein direkter Zusammenhang ist aber noch nicht zu erkennen. Liegt die Lösung vielleicht in der DDR-Vergangenheit der beiden Frauen ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen gelungenen Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und lässt dabei auch jede Menge Lokalkolorit in das Geschehen einfließen, ohne es damit zu überfrachten. Denn im Gegensatz zu so manchem Münster-Tatort steht hier der Kriminalfall jederzeit im Mittelpunkt der Geschichte, auch in Sachen Spannung und Dramatik wird jede Menge geboten und die überraschende Auflösung weiß ebenfalls zu überzeugen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, mit denen man beim Lesen gerne mitfiebert. Besonders das Zusammenspiel der beiden Ermittler ist sehr gelungen und bringt einen feinen Humor in die Geschichte, der den ansonsten eher düsteren Grundton immer wieder ein wenig auflockert.

Wer auf spannende Kriminalromane steht und nicht mit Kommissar Schmitt die Angst vor großen Tieren teilt, wird hier bestens bedient und dabei (fast) angstfrei unterhalten. Auf den nächsten Auftritt der ungleichen Ermittler, die mir inzwischen doch ziemlich ans Herz gewachsen sind, bin ich schon sehr gespannt.

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Veröffentlicht am 15.12.2021

Menschen sind gefährlicher als Wildschweine

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Ich kannte zwar schon vorher Bücher dieser Autorin, aber diese Reihe noch nicht. „Die Rotte“ von Sabine Gronover ist bereits der dritte Band.

Worum geht es?
Ein Jäger findet im Wald die Leiche einer Frau, ...

Ich kannte zwar schon vorher Bücher dieser Autorin, aber diese Reihe noch nicht. „Die Rotte“ von Sabine Gronover ist bereits der dritte Band.

Worum geht es?
Ein Jäger findet im Wald die Leiche einer Frau, die verblüffende Ähnlichkeit mit einer anderen, gerade erst verschwundenen Frau aufweist. Bei den Ermittlungen stoßen die Kriminalisten auf dubiose Zusammenhänge mit der DDR-Herkunft der Frauen.

Auch ohne die Vorgängerbände zu kennen, kommt man problemlos in die Geschichte hinein, dennoch haben mich gewisse Hinweise auf frühere Fälle der beiden Protagonisten neugierig gemacht. Ich werde sie wohl nachlesen.

Der Schreibstil ist super, locker, flüssig. Die Beschreibungen von Menschen, Landschaft etc. sind anschaulich, dennoch nie zu langatmig. Die Kapitel sind eher kurz gehalten, lediglich nummeriert, ohne weitere Orts- oder Zeitangaben, wodurch man im Laufe der Lektüre chronologisch etwas den Überblick verliert.

Die Handlung gestaltet sich insoferne sehr abwechslungsreich, als nicht nur das polizeiliche Ermittlungs-Duo, bestehend aus Kommissar Schmitt und seinem Assistenten Dirk Kemper, die Entführung und Morde zu klären versucht, sondern auch noch Privatpersonen mitmischen. Es mangelt nicht an actionreichen und gefahrvollen Situationen. Weiters hält die Komplexität der Zusammenhänge zwischen den Verbrechen und der DDR-Vergangenheit der Opfer die Spannung bis zuletzt am Köcheln, immer wieder gibt es erstaunliche Wendungen und unerwartete Erklärungen. Man kann sehr wohl gut miträtseln, die wahre Geschichte wird einen letztlich auf jeden Fall überraschen.

Die Protagonisten sind durchwegs lebendig beschrieben. Nicht nur äußerlich kann man sie sich gut vorstellen, sondern man erfährt auch ihre Gedanken, Ängste und Wünsche. Im übrigen sind nicht nur die Charaktere der Hauptpersonen derart bildhaft dargestellt, sondern auch Nebenfiguren agieren und zeigen Reaktionen, anhand deren sie an Struktur und Lebendigkeit gewinnen.

„Die Rotte“ ist ein vom Anfang bis zum Ende sehr spannender Kriminalroman, wobei vor allem die der Handlung zugrundeliegenden Vorkommnisse zu DDR-Zeiten auch informativen Wert haben.

Mir hat das Buch ausgezeichnet gefallen und Lust auf mehr aus Sabine Gronovers Feder gemacht.

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