Cover-Bild Das gute Übel
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Suhrkamp
  • Themenbereich: Belletristik - Kurzgeschichten
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 189
  • Ersterscheinung: 17.09.2025
  • ISBN: 9783518431382
Samanta Schweblin

Das gute Übel

Erzählungen | Gestochen scharfe Horrorgeschichten der National Book Award Gewinnerin | »Entsetzen, Angst und Lust - großartige Storys.« Siri Hustvedt
Marianne Gareis (Übersetzer)

Das Grauen lauert im Vertrauten

Hinterm Haus liegt ein tiefer See, da sitzt sie stundenlang auf dem Grund und hält die Luft an – zurück bei Mann und Kindern wird sie den bohrenden Wunsch nicht los, für immer unter Wasser zu wollen. Ein Junge hat ein Loch in der Kehle und die Stimme verloren – und um die Aufmerksamkeit seines gebrochenen Vaters zu wecken, greift er zu immer abgründigeren Methoden. Eine im Sterben liegende Frau ruft eine Freundin an, mit der sie seit dreißig Jahren nicht gesprochen hat, seit dem tragischen Unfall damals – wer von den beiden trug daran eigentlich die Schuld?

In den gestochen scharfen Horrorgeschichten von Das gute Übel kommen uns die Monster des Alltäglichen so nahe, dass wir ihren Atem im Nacken spüren. Samanta Schweblin ist eine Magierin und schreibt mit einem übernatürlichen Gespür über den Einbruch des Bösen in unsere Welt – und das perfide Gute, das darin aufscheint.

Alle Dutzend Jahre erscheint dieses eine Buch, das ein Loch in den Himmel reißt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2025

Unheimliche und rätselhafte Stories

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Samanta Schweblin ist eine mehrfach und international bekannte Schriftstellerin aus Argentinien, die mittlerweile in Berlin lebt und arbeitet.
Und eigentlich wollte ich meinen Kurzgeschichten-Konsum noch ...

Samanta Schweblin ist eine mehrfach und international bekannte Schriftstellerin aus Argentinien, die mittlerweile in Berlin lebt und arbeitet.
Und eigentlich wollte ich meinen Kurzgeschichten-Konsum noch stärker einschränken, aber wenn ein Erzählband mit „gestochen scharfen Horrorgeschichten“ beworben wird, kann ich ihn nicht an mir vorbei ziehen lassen.

Und in der Tat finde ich die Stories, die Schweblin in „Das gute Übel“ erzählt gruselig, faszinierend und Gänsehaut erzeugend. Dabei arbeitet die Autorin natürlich nicht mit plakativen Schockeffekten, sondern erzeugt die Spannung über die Abgründe, die sich in ihren Figuren auftun.
Schweblin erzählt emotional reduziert. Die Gefühle und das Grauen der Menschen in ihren Geschichten entstehen vor allem in meiner Phantasie und lassen viel Raum für Spekulation. So wird bei der Frau in der ersten Geschichte „Willkommen im Club“ gar nicht detailliert auserzählt, warum sie sich in einem Fluß ertränken will und den Selbstmord dann spontan abbricht, sondern es gibt dezente Andeutungen, die darauf hinweisen könnten. Diese Hinweise sind so dezent, dass ich sie mir vielleicht auch nur eingebildet haben könnte.

Als Elternteil berührt und ängstigt mich besonders „Das Auge in der Kehle“. Die Geschichte liest sich wie eine Manifestation meiner Ängste.
Die Manifestation von Ängsten und die Konfrontation damit ist ein Thema, das sich eigentlich in allen Geschichten findet. Diese Ängste lauern im ganz normalen Alltag und können plötzlich aus ganz alltäglichen Situationen entstehen.
Und das Grauen liegt in den Menschen selbst. So wie der Titel der Sammlung Gut und Übel kombiniert, steckt in den Menschen das Böse, manchmal versteckt hinter dem Guten.
Oder ist es genau umgekehrt?
Mich reizte an den Geschichten immer auch das rätselhafte Moment, das nicht ganz greifbar und eindeutig ist. Und das ich sowohl in Romanen als auch in Stories immer gerne lese.

Mir haben die Stories sehr gefallen und mein Interesse an der Autorin geweckt, von der ich jetzt gerne auch einen Roman lesen würde, beispielsweise „Das Gift“, das bereits für NETFLIX verfilmt wurde.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Verstörende Kurzgeschichten

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Das Gute Übel beinhaltet 6 Kurzgeschichten. Alle haben mich auf ihre Art verstört und beschäftigt - auch wenn ich nicht sicher bin, ob ich jede wirklich verstanden habe.

Der Schreibstil ist wirklich ...

Das Gute Übel beinhaltet 6 Kurzgeschichten. Alle haben mich auf ihre Art verstört und beschäftigt - auch wenn ich nicht sicher bin, ob ich jede wirklich verstanden habe.

Der Schreibstil ist wirklich sehr gut und einige Sätze fast poetisch.

Mir persönlich gefiel die letzte Geschichte am besten, da hier die Atmosphäre wirklich beängstigend war. Allerdings muss ich sagen, dass alle Kurzgeschichten - wie es natürlich bei dem Genre typisch ist - etwas abrupt geendet haben und ich immer etwas ratlos zurück blieb.
Alles in allem eine gemischte Erfahrung und daher eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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