Cover-Bild ich föhne mir meine wimpern
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Suhrkamp
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Lyrik, Poesie
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Ersterscheinung: 12.10.2022
  • ISBN: 9783518773895
Sirka Elspaß

ich föhne mir meine wimpern

Gedichte | Das herzergreifende, kluge Debüt der Lyrikerin
Alles beginnt mit der Geburt, aber »niemand kommt auf die welt / und weiß wie es geht«. Nur der Arzt sagt gleich, sie sei zu Großem imstande, und meint damit den Hunger. Und so ist ihr eigener Körper von Beginn an Krisen- und Kriegsgebiet. Umso mehr, als er später auf einer Toilette in Versailles das erste Mal plötzlich blutet. Ein Ort der Liebe und des Schmerzes, der Sehnsucht und der Heilung – der (Ur-)Sehnsucht nach einer Mutter vielleicht, »neben der einen die ich habe«.
Sirka Elspaß trifft in ihrem Debüt einen einzigartigen Ton zwischen Pop und Poesie, existenzieller Wucht und müheloser Leichtigkeit. Emotionale Verletzungen, Momente der Einsamkeit und psychische Krisen werden in glasklare, pointierte Bilder gefasst. So schön und so traurig, so herzergreifend und klug, auch weil die Autorin weiß: »niemand steht über den dingen / wir stehen alle mittendrin«.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2025

Eine humorvolle Reise in die Gedankenwelt einer modernen Frau

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In Ich föhne mir meine Wimpern geht es um die Suche nach Selbstverwirklichung, die sich auf humorvolle und zugleich nachdenkliche Weise entfaltet. Sirka Elspaß nimmt uns mit auf eine Reise durch die Gedankenwelt ...

In Ich föhne mir meine Wimpern geht es um die Suche nach Selbstverwirklichung, die sich auf humorvolle und zugleich nachdenkliche Weise entfaltet. Sirka Elspaß nimmt uns mit auf eine Reise durch die Gedankenwelt einer Frau, die sich mit den Herausforderungen des Lebens und der Gesellschaft auseinandersetzt. Der Titel des Buches, der anfangs etwas verwirrend wirken mag, trifft den Ton des Romans perfekt: Er beschreibt die teils absurde, teils ernste Suche nach dem eigenen Platz im Leben.

Die Autorin gelingt es, auf charmante Weise die kleinen und großen Unsicherheiten und Momente des Alltags einzufangen. Dabei verwendet sie eine Mischung aus scharfsinnigem Humor und emotionaler Tiefe. Es ist ein Buch, das die Leserin – und auch den Leser – immer wieder zum Lachen und Nachdenken bringt.

Besonders gefallen hat mir der Schreibstil, der leicht und zugänglich ist, aber dennoch eine tiefere Bedeutung transportiert. Es geht um Identität, die Beziehungen zu anderen und zu sich selbst, aber auch um das, was Frauen in der heutigen Welt erwarten oder von ihnen erwartet wird. Das Buch ist also nicht nur unterhaltsam, sondern bietet auch wertvolle Denkanstöße.

Ich föhne mir meine Wimpern ist ein Buch, das mich sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken angeregt hat. Es ist eine wunderbare Mischung aus Leichtigkeit und Tiefe, die es zu einer besonders empfehlenswerten Lektüre für all diejenigen macht, die sich mit den modernen Herausforderungen und den Fragen des Lebens auseinander setzen wollen.

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Veröffentlicht am 10.10.2022

Subtil und sensibel

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Normalerweise begegne ich der Gedankenwelt jüngeren Leuten unter 30 nur selten, da diese Generation so introvertiert ist. Die 1995 geborene Lyrikerin Sirka Elspaß gehört dazu und findet in ihrem bei Suhrkamp ...

Normalerweise begegne ich der Gedankenwelt jüngeren Leuten unter 30 nur selten, da diese Generation so introvertiert ist. Die 1995 geborene Lyrikerin Sirka Elspaß gehört dazu und findet in ihrem bei Suhrkamp erschienen Buch „Ich föhne mir die Wimpern“ einige originelle Sprachbilder.
Das gilt besonders für den langen ersten Teil „gedankengänge machen die tollsten moves“ .
Sofort fallen mir Gedichte auf, die auf Essstörungen anspielen. Schon im ersten war die Erzählerin im Krankenhaus und hat überlebt. Ob sie wie angekündigt wirklich den Weg in den nächsten Dönerladen ansteuert, darf man bezweifeln. In weiteren Gedichten wird das Thema berührt.

Es gibt aber auch viele humorvolle Einschläge, z.B. „auf der rolltreppe fahren die handgriffe immer etwas schneller als man selbst.“ oder „und woher weiß die schmerztablette wo es schmerzt“.

Was mich auch anspricht ist „ich kenne viele Wörter und keines davon passt“. Ein bekanntes Gefühl.
Themen wie gendern werden angerissen, ohne plakativ zu werden.

Teil 2 und 3 sind dann Mutter-Texte. Für mich auf Anhieb nicht zu verstehen. Vielleicht werde ich mich ihnen später noch einmal widmen.

Der dritte Teil, der vielleicht der makelloseste im Buch ist, heißt „es gibt blumen die kommen einfach so zwischen den steinen hervor“. Da sind viele sensible und subtile Momente enthalten.

Ich schätze die Lakonie der Autorin, obwohl ich zu einigen Texten keinen Zugang hatte.