Cover-Bild Helsin Apelsin und der Spinner
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8,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 207
  • Ersterscheinung: 18.08.2021
  • ISBN: 9783407810069
  • Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren
Stefanie Höfler

Helsin Apelsin und der Spinner

Roman
Anke Kuhl (Illustrator)

Helsin ist eigentlich immer gut gelaunt. Bis auf die Momente, wo ihr etwas nicht passt und die Wut in ihr kocht. Da hat sie einen Spinner. Wie an dem Tag, als Louis neu in die Klasse kommt, »Helsin, Apelsin« in ihr Ohr murmelt und sie ihm auf die Nase haut. So fängt alles an. Dann hat Helsin eine dumme Idee und klaut aus Rache Louis‘ Fidschileguan. Jetzt hat sie ein dickes Problem. Eine Geschichte für Kinder ab 8 Jahren, mit Illustrationen von Anke Kuhl.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei ann-marie in einem Regal.
  • Dieser Titel ist das Lieblingsbuch von ann-marie.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2025

Zwischen Freundschaft und "Spinnern"

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Das Kinderbuch erzählt von der 8-jährigen Helsin, welche ihren Platz im zwischenmenschlichen Miteinander sucht und vor allem lernen muss, ihre Impulse und und oft affektgeladenen Reaktionen und Wutausbrüche ...

Das Kinderbuch erzählt von der 8-jährigen Helsin, welche ihren Platz im zwischenmenschlichen Miteinander sucht und vor allem lernen muss, ihre Impulse und und oft affektgeladenen Reaktionen und Wutausbrüche zu kontrollieren. Während ihre Klassenkameraden, Lehrerin und Adoptiveltern bereits Strategien zum Umgang mit ihren Gefühlsachterbahnen entwickelt haben, gestaltet sich die Situation noch einmal deutlich komplizierter, als ein neuer Junge in ihre Klasse kommt und Helsin am ersten Tag wegen ihres Namens sichtlich ärgert. Zudem plagen Helsin ihre “Spinner”.
In einem Moment innerer Erregung verletzt Helsin den Jungen und stiehlt ihm versehentlich seinen Leguan. Als sie jedoch mit dem neuen Jungen namens Louis ein Referat halten muss, erfährt sie, dass auch er aus Skandinavien stammt, genau wie sie. Im Verlauf ihrer Zusammenarbeit an dem Projekt lernen sie sich besser kennen, verbringen Zeit miteinander und treffen sogar Louis' Großvater, der selbst mit “Spinnern” zu kämpfen hatte. Das einzige Problem, das bleibt, ist, dass Helsin immer noch den Leguan bei sich zu Hause behält, was für einige unangenehme Überraschungen sorgt.

Es ist der Schreibstil des Buches, der mich wahrhaft ansprach, er wirkte angemessenen einfühlsam, altersadäquat und gut verständlich. Die nachvollziehbaren Beschreibungen der Gefühle und Gedanken Helsins in ihrer Detailvielfalt begeistern dabei in nachhaltiger Weise. Besonders, weil Höfler für ihren Roman Helsin einen personalen Erzähler gewählt hat, erlangt der Leser den Eindruck, in Helsins Inneres eindringen zu können. Es zeigt zudem auf, wie aus Rivalen letzten Endes doch noch Freunde werden können und greift die Thematik „Adoption“ mit all ihren Facetten auf. Erfrischend präsentierte sich der etwas „andere“ Hauptcharakter, mit welchem gearbeitet wurde, eine Art kleiner ”Systemsprenger”, der sich die Sympathie des Lesers erst erkämpfen muss, sofern es der Leser zulässt. Mir fiel es mir an manchen Stellen schwer, Helsin wirklich ins Herz zu schließen, was vielleicht an ihren teilweise wenig nachvollziehbaren Reaktionsmustern lag, verbunden mit einer Hilflosigkeit der Personen in ihrer nächsten Nähe diesem Auftreten gegenüber. Man muss dem Mädchen jedoch eine angenehme Charakterentwicklung zugute kommen lassen. Am Anfang der Geschichte akzeptiert sie ihre Gefühle wie sie sind, lässt ihnen freien Lauf und widmet sich und ihnen auch keinerlei Selbstreflexion, wohingegen sie zum Ende hin eine Chance sieht, ihre Spinner zu besiegen. Darüber hinaus haben die Kapitelüberschriften, wenn auch passend gewählt, meist ein wenig zu viel vom Inhalt vorweggenommen, sodass keine wirkliche Spannung aufkam.

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