Ein erzwungenes Glück: Tiefgründig, humorvoll und herzzerreißend
!Vorsicht Spoiler!
Für alle, die Susan Elizabeth Phillips' Romane lieben, aber sonst einen etwas größeren Bogen um das Romance-Genre machen, ist „Küß mich, Engel“ ein absolutes Muss. Dieses Buch ist weniger ...
!Vorsicht Spoiler!
Für alle, die Susan Elizabeth Phillips' Romane lieben, aber sonst einen etwas größeren Bogen um das Romance-Genre machen, ist „Küß mich, Engel“ ein absolutes Muss. Dieses Buch ist weniger eine leichte Romanze, sondern vielmehr eine tiefgründige und bewegende Geschichte über Selbstfindung, Vorurteile und die Liebe, die unter den schwierigsten Umständen wachsen kann.
Dieser Roman dreht sich um Daisy Devreaux, eine verwöhnte und oberflächliche Erbin, die vor der Wahl steht: Entweder heiratet sie einen Mann, den sie kaum kennt, oder sie verliert das gesamte Vermögen ihrer Familie. Der "Auserwählte" ist Alex Markov, ein attraktiver, aber unglaublich ernster und geheimnisvoller Mann, der seine Zeit lieber mit Tieren als mit Menschen verbringt.
Daisy willigt widerwillig ein, doch Alex macht ihr das Leben zur Hölle. Er schickt sie auf eine heruntergekommene Farm in Louisiana, wo sie nicht nur lernen muss, auf eigenen Füßen zu stehen, sondern auch die harte Realität des Lebens abseits von Luxus kennenlernt. Die erzwungene Ehe und die ungewohnte Umgebung führen zu intensiven Konflikten, die die beiden zwingen, ihre sorgfältig gepflegten Fassaden fallen zu lassen.
Was „Küß mich, Engel“ so besonders macht ist die emotionale Tiefe und die Thematisierung von innerer Stärke. Der Kern der Geschichte ist Daisys Entwicklung. Sie beginnt als zartes, verwöhntes Pflänzchen und wächst zu einer erstaunlich starken, resilienten Frau heran. Dieser Weg der Selbstentdeckung ist weitaus fesselnder als die eigentliche Romanze. Alex ist ein Held voller Geheimnisse und innerer Dämonen. Er ist mürrisch, unnahbar und nicht sofort liebenswert – ein typischer SEP-Protagonist, der erst durch die Liebe seine Mauern einreißt. Seine dunkle Vergangenheit sorgt für Spannung und Dramatik.
Trotz der ernsten Untertöne – die Ehe ist erzwungen, die Charaktere sind tief verletzt – fehlt es nicht am Phillips-typischen Witz und Charme. Die humorvollen Momente sind sorgfältig platziert und bieten einen wichtigen Ausgleich zur emotionalen Intensität.
Es ist ein emotionaler Ritt, der dich zum Lachen und Weinen bringen wird.