Sylvie Schenks neuer Roman über das Loslassen und über das Glück, das in unverhofften Begegnungen liegen kann – mit Leichtigkeit und Witz erzählt
Irène, eine deutsch-französische Schriftstellerin, wird mit Verdacht auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert. Bald schon gibt es Entwarnung, aber sie muss vorsorglich einige Zeit in der Klinik bleiben und richtet sich dort ein. Ironisch-sarkastisch beschreibt sie ihren neuen Alltag zwischen Krankenzimmer und Untersuchungen. Sie erinnert sich an ihren Mann, der erst vor kurzem gestorben ist, sie lernt ihre Zimmergenossin Ada kennen, eine junge Muslima, und einen rätselhaften Patienten, den sie den »Froschmann« nennt und der sie an Houellebecq erinnert. In der Auseinandersetzung mit ihm denkt sie über ihr eigenes Schreiben, über Leben und Tod nach. Kaum jemand, der darüber mit solcher Leichtigkeit erzählen kann wie Sylvie Schenk.
Sylvie Schenks Roman,In Erwartung eines Glücks, ist klug und humorvoll angelegt.
Ihre Protagonistin Iren ist Schriftstellerin.
Ihr Mann ist vor kurzem gestorben.
Da ich in ähnlicher Situation bin, konnte ...
Sylvie Schenks Roman,In Erwartung eines Glücks, ist klug und humorvoll angelegt.
Ihre Protagonistin Iren ist Schriftstellerin.
Ihr Mann ist vor kurzem gestorben.
Da ich in ähnlicher Situation bin, konnte ich sie gut verstehen.
Auch die Gedanken, die sie sich macht waren mir nicht fremd.
Die Sprache der Autorin ist angenehm. Sie erzählt klar und mit viel Gefühl
Ich möchte den Roman gerne weiter empfehlen, besonders für uns Ältere Leser ist es ein Genuss.
In Erwartung eines Glücks hat 176 Seiten. Es ist ein Roman über das Loslassen und über das Glück, das in unverhofften Begegnungen liegen kann. Es ist mit Leichtigkeit und Witz erzählt.
Irene ist 75 Jahrealt. ...
In Erwartung eines Glücks hat 176 Seiten. Es ist ein Roman über das Loslassen und über das Glück, das in unverhofften Begegnungen liegen kann. Es ist mit Leichtigkeit und Witz erzählt.
Irene ist 75 Jahrealt. Sie ist eine deutsch - französische Schriftstellerin und wird mit Verdacht auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert. Es gibt aber Entwarnung, aber sie muss im Krankenhaus bleiben, um einige Untersuchungen vorsorglich durchführen zu lassen. Es wird ironisch und witzig vom Krankenhausalltag erzählt. Irene hat viel Zeit im Krankenhaus. Sie erinnert sich intensiv an ihren kurz zuvor verstorbenen Ehemann und lernt ihre Bettnachbarin Ada kennen. Nur ist Ada leider mit sich beschäftigt und nicht so gesprächig wie sich Irene gewünscht hätte. Ada ist eine junge Muslima, knapp 18 Jahre alt. Sie ist schwanger und ihre Probleme sind momentan riesig, sie weiß noch nicht wie sie die momentane Situation angehen soll. Sie hofft auf die Hilfe und Unterstützung von ihrer Familie. Irene hat noch jemanden kennengelernt, einen Herrn den sie "Froschmann" nennt. Mit ihm trifft sie sich immer wieder zum Gespräch, wenn sie sich zufällig
begegnen. Er erinnert sie an Houelleberq. Wenn sie ihm begegnet kreisen ihre Gedanken an ihr Schreiben, an Leben und Tod. Irene ist in diesem Roman die Ich-Erzählerin, sie befindet sich in der letzte Phase des Lebens. Das ist ihr bewusst, deshalb nimmt sie alles so intensiv wie nur möglich auf, um das Leben nochmal Revue passieren zu lassen. Die Erinnerungen an ihrem Mann werden wieder wach, an ihre Jugend, als sie ihren zukünftigen Ehemann als Austauschstudenten kennengelernt hat. Und jetzt 50 Jahre später, wo ihr Johann nicht mehr da ist, bleibt ihr nur wenig Freude im Leben über. Ihr ist bewusst, dass auch sie nicht mehr lange leben wird.
Diese Geschichte verbindet Generationen, regt zum Nachdenken an, und fördert Empathie. Die Leseabschnitte sind nicht zu lang, es kommt keine Langeweile auf. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, man kann sich gut in ihre Rollen versetzten und fiebert mit ihnen mit. Der Schreibstil ist locker und flüssig, gespickt mit einer Prise Leichtigkeit und Humor. Es ist eine gelungene Geschichte. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, deshalb gibt es von mir 4 Sterne und eine Weiterempfehlung.