Cover-Bild Das Pferd ist ein Hund
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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Carlsen
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 23.09.2021
  • ISBN: 9783551558022
  • Empfohlenes Alter: bis 14 Jahre
Tamara Bach

Das Pferd ist ein Hund

Ulrike Möltgen (Illustrator)

Was tun, wenn plötzlich niemand mehr vor die Haustür darf? Am besten dieses Buch lesen!

Es ist Winter und so kalt, dass alle Schulen geschlossen werden. Erst kommt es Clara fast so vor wie ein langes Wochenende oder schneefrei. Aber schnell fühlt es sich gar nicht mehr lustig an. Wie gut, dass Claras kleine Schwester Luze einen unsichtbaren Hund hat, der für Aufregung sorgt. Und dann ist da ja noch Vincent, der schönste Junge der Welt, der zum Glück auch zu Hause bleiben muss. Vielleicht kann Clara ihn doch noch mit einem ihrer Witze zum Lachen bringen, wenn alle Aufgaben geschafft sind.

Das zweite Kinderbuch der preisgekrönten Autorin Tamara Bach erzählt von Familie, Freundschaften und Spielen, vor allem von der Hoffnung – warmherzig, witzig und voller Fantasie. Mit wunderschönen Vignetten und ganz in Blau gedruckt!

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2025

Freundschaft, erste Liebe und Pandemie

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Das Buch „Das Pferd ist ein Hund“ erzählt eine Geschichte aus der Perspektive von Clara, einem Mädchen, das zusammen mit ihrer Schwester Luze und ihren Eltern in einem Neubaublock wohnt. Aufgrund extremer ...

Das Buch „Das Pferd ist ein Hund“ erzählt eine Geschichte aus der Perspektive von Clara, einem Mädchen, das zusammen mit ihrer Schwester Luze und ihren Eltern in einem Neubaublock wohnt. Aufgrund extremer Kälte werden Kitas und Schulen geschlossen und die Kinder und Jugendlichen sehen sich gezwungen, ganz unfreiwillig zu Hause zu bleiben. Das Szenario erinnert dabei stark an die Situation des „Corona-Lockdowns“ und den damit verbundenen Gedanken, Sorgen und Gefühlen. Vermeintlich gewonnene Freiheiten treffen aber auch auf sich ergebende Einsamkeit, ein schier endlos erscheinendes Homeoffice und gestresste und überforderte Eltern. Im Laufe des Buches lernt man ebenfalls die Bewohner des Hauses näher kennen, ein besonderer Fokus liegt dabei auf Clara, Luze und Vincent, die sich mehr oder minder, trotz ihrer Altersunterschiede und teilweise stark abweichenden Interessen, miteinander arrangieren und den Tag auf ihre besondere Weise verbringen.

Mich beeindruckte die Bandbreite von Themen, die eröffnet wurde, altersspezifisch hinterleuchtet und feinfühlig betrachtet. Die erste große Liebe, unglückliche Annäherungsversuche, Streit mit der besten Freundin, aber auch Alltagsprobleme spielen eine Rolle, dazu still im Hintergrund lauernd die situationsbedingte Isolation zu Hause. Das Buch greift dabei die Corona-Pandemie in einem doch vollkommen anderen Kontext auf und schafft es gleichzeitig, diese noch einmal Revue passieren zu lassen. Das in der Ich-Perspektive geschriebene Buch ermöglicht einen wunderbaren Einblick in die Gedankenvielfalt und Gefühlswelt de Hauptprotagonistin, welche zu Weilen sehr einfache und direkte, oder aber auch eine gar poetische Sprache besitzt. So beschreibt sie beispielsweise, dass „episch“ ein so großes Wort sei, dass man es nur aufrecht sitzend oder stehend aussprechen könne. Mich überraschten besonders die Zartheit, Aufgeschlossenheit und Ehrlichkeit der Hauptdarstellerin, mit der sie ihre Mitmenschen, Freunde und sich selbst betrachtet.
Die Charaktere sind ebenfalls alle sehr liebevoll und vielschichtig gestaltet, man schließt besonders die beiden Mädchen und Vincent während des Lesens rasch ins Herz und ist sehr an ihrer Geschichte und ihren Gefühlen interessiert.

Trotz der enormen zwischenmenschlichen und persönlichen Entwicklungen hat mir in diesem Buch etwas die Spannung gefehlt, da kein klarer Höhepunkt oder ein „Aha-Moment“ in Erscheinung traten. Der besondere Schreibstil und die Vielschichtigkeit und Beschreibung der Gefühle und Gedanken lassen aber darüber hinwegsehen. Die Art der Formulierungen ist zu Beginn ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber schon noch wenigen Kapiteln kann man auch hier über die Seiten gleiten und hat sich an die Ausdrucksweise gewöhnt. Zudem häufen sich Wortwiederholungen und ein einfacher, unschwer zu verstehender Satzbau, welche durch das Alter der Hauptprotagonistin und der Gedankenstruktur geschuldet, auch einleuchten. Wenn der Ausdruck „Und dann“ allerdings zum zehnten Mal auf einer Seite auftaucht, fragt man sich allerdings, ob nicht ein paar wechselnde sprachliche Nuancen dem Ganzen mehr Ausdruck verliehen hätten.

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