Cover-Bild Mausmeer
12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Carlsen
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 144
  • Ersterscheinung: 28.02.2018
  • ISBN: 9783551583802
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Tamara Bach

Mausmeer

Nur dieses eine Wochenende. Nur noch einmal in Opas altes Haus am Arsch der Welt, hier war alles immer gut. Nur das will Ben, der gerade achtzehn geworden ist und irgendwie festhängt – in der Schule, in der Familie, im Leben. Ein paar Tage raus aus allem. Zusammen mit Annika, der großen Schwester, die doch immer die Vernünftigere war. Einen Spaziergang, ein Osterfeuer und einen umgefallenen Tisch und die Folgen später sieht nicht mehr alles so aus wie vorher.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.05.2018

Zwischen den Zeilen lesen

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Der Inhalt
Ben wird 18 Jahre alt und hat eine Sinnkrise. Was soll er mit seinem Leben anfangen? Was bringt ihm die Schule eigentlich noch? Und wem kann er sich anvertrauen? Am Tage seines Geburtstages ...

Der Inhalt
Ben wird 18 Jahre alt und hat eine Sinnkrise. Was soll er mit seinem Leben anfangen? Was bringt ihm die Schule eigentlich noch? Und wem kann er sich anvertrauen? Am Tage seines Geburtstages meldet er sich von der Schule ab, ohne mit seinen Eltern darüber zu reden. Während seiner Geburtstagsfeier beschließt Ben, mit seiner älteren Schwester Annika zum Haus seines verstorbenen Opas zu fahren. Nur einmal noch die schönen Tage der Kindheit aufleben lassen und die Alltagssorgen hinter sich lassen.


Meine Meinung
Uff, dieses Buch ist mir auf den ersten Seiten wahnsinnig schwer gefallen, denn der Schreibstil ist… wie soll ich sagen… „anders“? Ungewöhnlich, sehr gewöhnungsbedürftig. Das trifft es wohl ganz gut. Die Autorin schreibt abwechselnd aus der Sicht der beiden Geschwister Benedikt und Annika. Sie verwendet die von mir so ungeliebte Ich-Perspektive gepaart mit Präsens als Zeitform. schauder Mag ich nicht, werde ich auch nie mögen, aber ich gebe jedem Buch gerne eine Chance.

Das Buch beginnt mit Annikas Sicht auf die Geburtstagsfeier ihres jüngeren Bruders Ben, der vor einigen Tagen 18 Jahre alt geworden ist und sie darf auf der Feier die Anstandsdame spielen, da die Eltern der beiden in den Urlaub fahren. Bietet sich an, denn das Buch spielt kurz vor Ostern rechtzeitig zu den Osterferien.
Allerdings ist der Schreibstil sehr abgehackt und holprig, ja fast eher wie eine Checkliste oder ein Notizbuch. Annikas Gedanken rasen nur so dahin und manchmal fällt es mir schwer, ihr zu folgen.
Die junge Frau hat verständlicher Weise keine große Lust, auf ihren Bruder und dessen Freunde aufzupassen, da sie eine wichtige Arbeit für Ihr Studium zu erledigen und somit aus ihrer Sicht etwas Besseres zu tun hat. Doch Ben gelingt es, seine Schwester ins Auto der Eltern zu verfrachten (Alkohol und „Gras“ sei Dank), um mit ihr zum Haus am See zu fahren, dass ihrem Opa gehört hat. Das Haus am Mausmeer. So nennen sie den kleinen See.
Als die Perspektive zu Ben wechselt, ändert sich der Schreibstil plötzlich zu einer strukturierteren, ausführlicheren und weniger hektischen Darstellung.
Das ist der Moment, wo es bei mir Klick gemacht hat und ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, denn nun wurde mir klar, dass diese gehetzte Schreibweise Annikas unsteten und nur auf sich und ihr Studium gerichteten Charakter unterstreichen soll.
Ben hingegen reflektiert sich und seine Umgebung, wirkt nachdenklich, gemäßigter und nimmt sich mehr Zeit für die kleinen Dinge.
Ab da zieht mich das Buch in seinen Bann und offenbart eine traurig-tragische Geschichte um einen jungen Mann, der zwar mitten im Leben steht, aber dennoch völlig verloren ist. Verzweifelt versucht Ben, mit Annika ins Gespräch zu kommen, sie für ein paar ruhige Tage zu begeistern, ihr von seinen Sorgen zu erzählen, doch Annika blockt ab, wo sie nur kann.
Es schmerzt, mit an zu sehen, wie die beiden an einander vorbei reden und leben und man bangt mit Ben, daß ihm endlich eine Aussprache gelingt; das ihm gelingt, die Distanz zu seiner Schwester zu überbrücken. Auch mit den Eltern scheint es nicht zum Besten zu stehen. Gerade der Vater entpuppt sich als voreingenommen und denkt von seinem Sohn immer nur das schlechteste. Ich fühle mich unangenehm an meine eigene Familie erinnert, in der es ebenfalls eine Person gibt, die immer eine vorgefertigte Meinung zu mir hat, egal worum es geht. So geht es auch Ben, der die besten Noten mit nach Hause bringen könnte und sein Vater würde wohl dennoch behaupten, er hätte nicht genug dafür gelernt oder gar abgeschrieben.


Fazit:
Dies ist ein Buch, wie wir es wohl in der Schule gelesen hätten. Klassischer Stoff für eine Interpretation und Analyse der Charaktere. Ich bin sehr froh, durchgehalten zu haben und mich nicht von der seltsamen Erzählweise hab abschrecken lassen, denn „Mausmeer“ ist ein kleines Juwel. Gesellschaftskritisch, mitreißend und gefühlvoll, wenn man sich die Zeit nimmt, zwischen den Zeilen zu lesen, darüber nachzudenken und nicht einfach nur durch die Seiten hetzt, wie Annika durch ihre Gedankenwelt.

Veröffentlicht am 21.04.2018

Interessantes Jugendbuch

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Zuerst einmal : Dieses Buch war für mich sehr speziell, aber auf einer guten Art. Das Buch ist in einem schwierigem Schreibstil geschrieben, aber sobald man im Schreibstil ist, ist das Buch gut zu verstehen.

Die ...

Zuerst einmal : Dieses Buch war für mich sehr speziell, aber auf einer guten Art. Das Buch ist in einem schwierigem Schreibstil geschrieben, aber sobald man im Schreibstil ist, ist das Buch gut zu verstehen.

Die Handlung ist relativ einfach und aus dem Leben gegriffen (was, wie ich finde sehr gut ist!). Einige mögen das vielleicht langweilig finden, aber ich fand dies, wie gesagt, wirklich gut. Die Handlung kann einfach jeder verstehen. Ein 18-jähriger bricht die Schule ab und möchte aus allem raus und sich seiner großen Schwester anvertrauen. Auf jeden Fall, finde ich, ist das sehr originell, denn ich kenne kein zweites Jugendbuch wie dieses (falls jemand doch eins findet, in die Kommentare schreiben).

Die Protagonisten in diesem Buch sind Annika und Ben. Ich finde, dass man sich mit beiden relativ gut identifizieren kann. Einmal der kleine Bruder, der die Schule geschmissen hat und aus allem raus will und die große Schwester, die studiert, jetzt Semesterferien hat und vom Bruder mitgenommen wird.Dadurch, dass das Buch aus beiden Sichten geschrieben ist, wird das ganze noch spannender und interessanter .

Jetzt möchte ich noch mal auf den Schreibstil zurückkommen. Dieser ist zwar an einigen Stellen schwierig, aber trozdem sehr gut ! Der Schreibstil der Autorin Tamara Bach zeichnet sich für mich dadurch aus, dass sie fast nie direkt auf den Punkt kommt und eher oberflächlich, kaum mit Gefühlen schreibt. An einigen Stellen ist das wirklich passend und gut, an anderen Stellen für die Geschichte eher hinderlich. Jedoch möchte ich betonen, dass sie nicht alle Stellen so gefühlslos schreibt, sondern auch gut an einigen Stellen die Gefühle der Protagonisten schildert.

Veröffentlicht am 11.04.2018

Ein Wochenende am Mausmeer.

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Es ist Ostern. Ben ist achtzehn.
Er hat die Schule geschmissen, hadert mit sich, seinen Plänen, seinem Leben.

Einmal noch möchte er im Haus seines Opas „am Arsch der Welt“ sein, das Haus, das seit Jahren ...

Es ist Ostern. Ben ist achtzehn.
Er hat die Schule geschmissen, hadert mit sich, seinen Plänen, seinem Leben.

Einmal noch möchte er im Haus seines Opas „am Arsch der Welt“ sein, das Haus, das seit Jahren unbewohnt ist. Nur noch voll ist von Erinnerungen, an Kindheit, an Vergangenheit.

Annika, seine große Schwester nimmt er mit, bekifft nach einer Party, eigentlich gegen ihren Willen.
Er möchte einmal noch mit ihr reden, einmal mit ihr Zeit verbringen.

Und dann ist es im Endeffekt doch nicht mehr so, wie er es kannte, damals, als alles noch gut war.

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Schwierig. Schwierig. Ein kleines Buch. Ein kurzes Buch. Man könnte meinen, ein Buch für zwischendurch. Müsste sich ja quasi im Stehen runterlesen, das Buch.
Tut es aber nicht. Denn die Worte haken und kleben und sperren sich gegen einfach mal so gelesen werden.
Es sind kurze Sätze. Gedankenfetzen, Ideen, Fragmente, die einem stakkatoartig entgegenkommen.
Kurze Sätze in einem kurzen Buch, die lange wirken.
Weil man drüber nachdenken muss, nicht immer alles sofort versteht. Nicht alles zuordnen kann, manchmal dreimal zurückguckt, ob denn jetzt Ben oder Annika am Zug ist mit erzählen, mit denken.

Gedanken und Worte mischen sich mit Handlungen zu einem Fluss.
Beide kommen zu Wort, der Teenager mit Lebenskrise, der nicht mehr weiss, was er eigentlich will und wieso alles so schwer ist.
Die große Schwester, die eigentlich die ach so Vernünftige ist wie der Vater immer sagt, die studiert und erwachsen ist. Sollte man meinen.

Die eigentlich gar nicht so verschieden sind, die Geschwister. Wie man nach und nach merkt, wenn man ihren Gedanken so zuhört. Die beide lernen und verstehen wollen und sich eigentlich näher stehen als sie denken.
Denn der Altersunterschied, der störte immer schon. Und die unterschiedliche Behandlung durch die Eltern, die war immer da.
Ben „entführt“ Annika, um ihr wieder näher zu kommen. In der heilen Welt von damals, die effektiv gar nicht mehr so heile ist.

Passieren tut eigentlich nicht viel auf diesen 143 Seiten. Wenige Tage und wenige Stunden sind wir mit Ben und Annika „am Arsch der Welt“. Und gucken zu, bei Dingen, die gar nicht nur im Buch vorkommen, sondern die wir alle selber kennen. Oder kennen könnten.

Ein bisschen schwierig ist es manchmal, Zugang zu finden zu den Beiden. Wir wissen ja nicht mal, wie sie aussehen. Müssen wir das?
Wir gucken in die Köpfe und das ohne Erklärungen, ungefiltert. Müssen vermutlich auch nicht alles verstehen.
Aber können greifen, wie einsam sie sind in ihren jeweiligen Lagen.

Das Greifen ist aber schwierig in Worte zu fassen. Beim Lesen steht einem das Buch manchmal im Wege. Ich habe nicht durch-gelesen, obwohl es eben kurz ist. Ich musste ab und an weglegen, drüber nachdenken. Über Worte, die anders gebraucht werden als sonst. Ob ich das jetzt mag oder nicht.
Aber vermutlich ist auch das gar nicht wichtig, mein Mögen.
Denn es hat gewirkt, das Buch.

Veröffentlicht am 28.02.2018

Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil

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Ehrlich gesagt, hadere ich immer noch mit mir, wie ich das Buch bewerten soll. Der Inhalt und der Schreibstil haben bei mir die unterschiedlichsten Meinungen hervorgerufen. Denn der Schreibstil ist mehr ...

Ehrlich gesagt, hadere ich immer noch mit mir, wie ich das Buch bewerten soll. Der Inhalt und der Schreibstil haben bei mir die unterschiedlichsten Meinungen hervorgerufen. Denn der Schreibstil ist mehr als gewöhnungsbedürftig und war leider überhaupt nicht meins. Abgehackte, kurze Sätze aneinander gereiht. Kaum Erklärungen. Es wirkt alles wie steif, hektisch und es kamen für mich keine Gefühle auf. Die Charaktere waren für mich dadurch so weit entfernt wie noch nie zuvor in einem Buch. Man kann also sagen, dass der Schreibstil mir absolut nicht gefallen hat. ABER der Inhalt hat mich überzeugen können und konnte mich trotz des Schreibstils recht gut unterhalten.

Mausmeer ist für mich kein Buch mit vielen Emotionen oder einer großen spannenden Geschichte. Vielmehr war es für mich ein Alltagsbuch. Eine Situation, die so und zwar genauso passieren kann. Die Beziehung zwischen den Geschwistern Annika und Ben ist sehr angespannt. Sie ist die geliebte, intelligenten Tochter und er eher der draufgängerische Rebell, das Problemkind. Und als Ben Annika einfach mitnimmt zu dem alten Gehöft ihres Opas, hofft er, dass er endlich mit ihr reden kann. Ihr seine Ängste und Sorgen zu beichten und auf Verständnis zu hoffen. Und was zwischen den beiden geschieht hat mir wirklich gut gefallen.

Wie bewerte ich aber nun das Buch? Der Schreibstil hat mich eher gequält, aber die Story fand ich recht gut.

FAZIT

Ich hatte so meine Probleme mit „Mausmeer“. Der Schreibstil war für mich, ehrlich gesagt, eine Qual. Aber die Story konnte mich überzeugen. Es ist kein tiefsinniges Buch und es beinhaltet auch keine großen Emotionen. Aber es ist ganz nett für zwischendurch und mit 144 Seiten ja auch wirklich schnell gelesen.

3 von 5 Punkten

Veröffentlicht am 11.05.2018

nicht schlecht aber leider nicht mein Fall

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Meinung:

Eines vorweg – diese Rezension ist mir ganz und gar nicht leicht gefallen...ich habe sie geschrieben – verworfen – geschrieben – umformuliert und ja jetzt habe ich es irgendwie und ich hoffe ...

Meinung:

Eines vorweg – diese Rezension ist mir ganz und gar nicht leicht gefallen...ich habe sie geschrieben – verworfen – geschrieben – umformuliert und ja jetzt habe ich es irgendwie und ich hoffe ich kann euch irgendwie verständlich machen wie es mir mit dem Buch ging.

Zunächst einmal hat mich der sehr ungewöhnliche Titel angesprochen: Mausmeer.

Klingt irgendwie niedlich, so anders und man weiß nicht so recht was man zu erwarten hat. Also habe ich mich in das Abenteuer gestürzt und mir dieses Rezensionsexemplar von Carlsen besorgt.

Das erste was mir auffiel war wie dünn das Buch doch ist, nicht falsch verstehen, dass ist nicht unbedingt etwas schlechtes, denn zwischen den vielen Blogtouren die ich geplant habe sollte ein solches Buch doch rasch hinein passen, schließlich ist es so klein und ich hatte auf eine schöne Abwechslung zu den ganzen dicken Schinken gehofft die ich in letzter Zeit so lese.

Ha! Was habe ich mich da geirrt.

Der Erzählstil des Buches war für mich erstmal gewöhnungsbedürftig, denn es wird wenig ausgeschmückt, viel wird einfach rein objektiv ohne viel emotionen beschrieben und die Satzstruktur ist doch recht abgehakt und sehr kurz. Das ist grundsätzlich nicht verkehrt aber ich bin ein Freund von längeren Satzkonstrukten die viel ausschmücken und die Fantasie so richtig rauskitzeln.

So kam es dann auch dazu, dass ich zu den Protagonisten nicht so recht Zugang gefunden habe. Man erfährt nur das nlötigste von Ihnen und mir fehlte zum beispiel auch eine Beschreibung wie die beiden aussehen. Das ist mit Sicherhheit auch die absicht de rautorin aber sagt mir persönlich leide rnicht so zu. Ich mag es einfach, wenn ich wenigstens kleine Hinweise auf das Aussehen der Personen erhalte um damit meiner Fantasie futter zu geben.

Fazit

Mausmeer ist kein schlechtes Buch, das würde ich mir nie anmaßen zu sagen, es war einfach nicht für mich gemacht.

Ich denke die Autorin wollte mit ihrem Erzählstil und dem weglassen von in ihren Augen unnötigen Informationen den Fokus einfach auf die Geschichte zwischen den Geschwistern und deren Probleme lenken ohne abzulenken. Das ist ihr auch nicht schlecht gelungen, nur war es einfach nicht das richtige für mich und meinen Geschmack.

Ich kann daher leider aus sehr persönlichem Geschmack nur zwei Sterne geben