Cover-Bild Die Todesbotin

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Blanvalet
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Ersterscheinung: 18.03.2019
  • ISBN: 9783641198831
Thomas Elbel

Die Todesbotin

Thriller
Berlin ist ein gefährliches Pflaster ... doch das wahre Böse lauert vor den Toren der Stadt!

Berlin-Neukölln: Ein Deutschtürke liegt erschossen in seinem Handyladen. Kurz darauf findet man nach einer Explosion in einer verlassenen Kinderklinik die Leiche eines jungen Flüchtlings. Spuren legen eine Verbindung zu dem Mord in Neukölln nahe. Der Staatsschutz vermutet einen terroristischen Hintergrund und reißt beide Fälle an sich. Viktor Puppe und seine Kollegen vom Berliner LKA verfolgen eine ganz andere Spur, die sie zu einer zwielichtigen »völkischen Siedlung« vor den Toren der Stadt führt. Viktor schleust sich in die Gemeinschaft ein und ist bei den Ermittlungen von nun an auf sich allein gestellt …

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2019

Vielschichter und spannender Thriller mit aktuellem Bezug. Lesenswert!

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Zum Inhalt:

Ein erschossener Deutsch-Türke, eine Explosion in einer verlassenen Kinderklinik nach der man die Leiche eines Flüchtlings findet. Das alles passiert in Berlin. Spuren gibt es wenige, aber ...

Zum Inhalt:

Ein erschossener Deutsch-Türke, eine Explosion in einer verlassenen Kinderklinik nach der man die Leiche eines Flüchtlings findet. Das alles passiert in Berlin. Spuren gibt es wenige, aber die welche vorhanden sind, weisen auf eine Verbindung zwischen den beiden Vorfällen hin. Die Ermittlungen werden Viktor Puppe und seinen Kollegen nicht gerade leicht gemacht.

Meine Meinung:
Dies ist der zweite Band rund um den Kommissar Viktor Puppe und seine Kollegen. Für mich ist es das erste Buch des Autors, das ich gelesen habe. Mir selbst hat auf den ersten Blick nichts an Vorwissen aus dem vorherigen Band gefehlt, so dass ich sage, man kann dieses Buch auch lesen ohne das vorherige zu kennen. Ob ich manche Szene anders interpretiert hätte, kann ich natürlich nicht sagen. Aber gefehlt hat mich nichts, das Buch steht für sich alleine.

Ich mag den Schreibstil des Autors. Er ist flüssig, sehr gut lesbar und so anschaulich, dass ich manche Szenen direkt vor Augen hatte. Man ist von Beginn an mitten in der Geschichte und folgt dieser und den, doch teilweise sehr eigenwilligen Charaktere des Buches. Die Ermittler sind gut beschrieben und wirken sehr authentisch auf mich. Wirklich sympatisch waren mir nicht alle, aber das finde ich realistisch.

Der Autor baut sehr geschickt und passend aktuelle Entwicklungen und Bezüge zu tatsächlichen Vorkommnissen ein, diese sind gut recherchiert, passend patziert und glaubhaft.

Wer ein von Anfang an super spannendes und „bluttriefendes“ Buch erwartet wird hier vielleicht enttäuscht sein, aber wer einen Thriller sucht, bei dem man einem undurchsichtigen und verzwickten Fall folgen kann und unerwartete Wendungen mag, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Die Geschichte wird sehr geschickt aufgebaut und am Ende werden alle offenen Fragen beantwortet. Bis dahin kann man miträtseln und mitdenken und jede Menge eigene Schlüsse ziehen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich werden die Lektüre von Band 1 mit Sicherheit nachholen und ich die Welt der Berliner Ermittler aus dieser Reihe– mit und ohne Dialekt, der sehr gut eingebaut ist – wieder eintauchen.

Fazit:
Vielschichter und spannender Thriller mit aktuellem Bezug. Lesenswert!

Veröffentlicht am 22.04.2019

Rasant und spannend

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Als Nicoletta den einsamen Koffer in der Straßenbahn stehen sieht, ist es für sie der größte Glücksfall überhaupt. Auch wenn sie nicht weiß, was drin ist, der Inhalt würde ihr helfen, die nächsten Tage ...

Als Nicoletta den einsamen Koffer in der Straßenbahn stehen sieht, ist es für sie der größte Glücksfall überhaupt. Auch wenn sie nicht weiß, was drin ist, der Inhalt würde ihr helfen, die nächsten Tage zu überstehen. Und wenn es ihr dann noch gelingen würde, den Koffer ungesehen in ihren Unterschlupf in einer verlassenen Kinderkrankenhaus in Weißensee zu bringen, wäre das Glück perfekt. Ihr Plan ist gut und doch wird sie von Antoniu, der das von ihr und den anderen obdachlosen Kindern erbettelte Geld immer einsammelt, bemerkt. Sein Plan den Koffer aufzubrechen, geht schief. Durch die Explosion des Koffers kommen er und auch Nicolettas Freundin ums Leben.

Die Explosion ruft den Staatsschutz auf den Plan. Parallel dazu wurde kurz vorher ein türkischer Händler in Kreuzberg erschossen aufgefunden. Für Staatsanwaltschaft und Staatsschutz ist schnell klar, die beiden Fälle müssen zusammen hängen. Bei der Bombenexplosion in Weißensee wurden auch die menschlichen Überreste eines Asylbewerbers gefunden. Hierbei kann es sich also nur um einen islamistischen Anschlag handeln.

Victor von Puppe, der vor einem Jahr sozusagen in die Mordkommission reingeschnuppert hatte, ist jetzt fest im Team integriert. Mit Ken, dem Deutsch-Japanischen schrägsten Kriminalkommissar, kommt er mittlerweile ganz gut zurecht. Das Verhältnis zu Begüm Duran ist immer noch ein wenig schwierig. Gemeinsam wollen sie den Fall des ermordeten türkischen Händlers aufklären. Aber der Staatsschutz hat sie bereits zurück gepfiffen.

Aber sie entdecken noch eine weitere Spur nach Wewel, einem deutschnationalen Dorf in Mecklenburg Vorpommern. Hier versuchen sie weitere Spuren zu finden.

Ich muss gestehen, ich kenne bereits den ersten Band von Thomas Elbel und habe die Kommissare und ihre persönliche Geschichte bereits kennen gelernt. Für mich war es, als hätte es keine Unterbrechung in der Lektüre gegeben. Aber die Thematik des Krimis hatte es in sich. Durch die vielen verschiedenen Spuren wusste ich mitunter nicht, wo die Geschichte enden wird. Aber es ist dem Autor mehrfach gelungen Überraschungseffekte, mit denen ich nicht rechnen konnte, einzubauen. Das gab dem Krimi einen zusätzlichen Spannungsschub, die Ereignisse überschlugen sich. Das war dann auch der Moment, wo ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen wollte.

Mir hat der Krimi sehr gut gefallen, er war absolut spannend. Ich empfehle ihn nur zu gerne weiter und vergebe fünf Lesesterne. Ach ja, man muss das erste Buch nicht gelesen haben, um dieses zu verstehen.