Eine junge Frau in der Nachkriegszeit
Tom Saller schreibt Bücher die mich immer wieder sehr beindrucken. Er schafft es jedes Mal wieder seine Figuren so lebendig zu beschreiben, das ich das Gefühl habe, sie schon ewig zu kennen. So ging ...
Tom Saller schreibt Bücher die mich immer wieder sehr beindrucken. Er schafft es jedes Mal wieder seine Figuren so lebendig zu beschreiben, das ich das Gefühl habe, sie schon ewig zu kennen. So ging es mir auch mit Hedi.
Heldin hat schreckliches hinter sich. Sie hat den zweiten Weltkrieg überlebt, aber in ihm ihre ganze Familie verloren. Nun kommt sie als lediglich Schwangere im Westen an und muß sich hier behaupten.
Der Roman erzählt von der Nachkriegszeit und wie die Menschen versucht haben ihre Leben wieder in den Griff zu bekommen. Er erzählt davon das es großen Unterschiede in den Leben der Menschen gab. War man nun Fabrikbesitzer oder Flüchtling, das war schon ein großer Unterschied. Er beschreibt sehr deutlich den furchtbaren Winter 1946 der als Hungerwinter in die Geschichte einging.
Und trotz all dieser Wiedrigkeiten erzählt Tom Saller eine Geschichte über eine junge Frau die sich behauptet, die versucht ihr Leben so gut wie möglich zu gestalten. Er beschreibt die Situationen und Ereignisse so das sie vor dem inneren Auge lebendig werden, ohne sich dabei in zu ausführlichen Schilderungen zu verlieren.
Wie immer großartig.