Cover-Bild Ich bin Charlotte Simmons
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9,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Humor
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 960
  • Ersterscheinung: 02.04.2007
  • ISBN: 9783453405066
Tom Wolfe

Ich bin Charlotte Simmons

Roman
Walter Ahlers (Übersetzer)

„Eine Satire voller Verve, Witz und Wut.“ Daniel Kehlmann

Applaus erfüllt den Saal, als Charlotte zum Podium hochsteigt. Gerade wurde verkündet, dass sie als Erste aus ihrem 900-Seelen-Dorf ein Stipendium für die Dupont University erhält. Endlich wird das hoch begabte Mädchen in den Olymp des Wissens aufgenommen. Doch statt des ersehnten Lebens in einer Welt des Geistes findet sie sich in einem Mahlstrom aus Saufgelagen und sexuellen Ausschweifungen.
ICH BIN CHARLOTTE SIMMONS ist ein brillanter Campusroman voller polemischer Spannung, Witz und Verve – und eine aktuelle Bestandsaufnahme des janusköpfigen Amerika, in dem die konservativen Kräfte gegen die liberalen antreten.

„Charlotte, du bist dazu bestimmt, Großes zu tun“, prophezeit ihr die Lehrerin. Und das hübsche Mädchen vollbringt Großes: Sie schließt die Highschool in ihrem winzigen Nest in den Blue Ridge Mountains als Beste ab und erhält ein Stipendium für Dupont in Pennsylvania. Charlotte ist überglücklich, endlich darf sie in das Paradies der Gelehrsamkeit ziehen. An dieser bedeutendsten Universität des Landes wird sie erstmals auf Gleichgesinnte treffen, die wie sie die Welt zu durchdringen suchen. Doch kaum hat sie voller Idealismus ihr Studium begonnen, wird ihr klar, was an diesem Olymp des Wissens wirklich zählt: schicke Klamotten, sich bis zur Besinnungslosigkeit besaufen und natürlich Sex. In ihrer Naivität hätte Charlotte das nie für möglich gehalten, denn sie – ganz die Tochter ihrer religiösen Mutter – ist selbstverständlich noch Jungfrau. Doch schon bald umwerben sie drei Männer: ein verkopfter „Nerd“, der die Welt revolutionieren möchte; ein „Anabolika-Trottel“, der einzige weiße Basketballspieler im Uni-Team; und ein auf seinen Vorteil bedachter Schönling. Charlotte erwählt den Falschen – und braucht lange, um wie ein Phönix aus der Asche ihres Selbstverlusts aufzusteigen.

Tom Wolfe, Amerikas Mr. Zeitgeist, legt in diesem rasanten und überaus amüsanten Campusroman den gegenwärtig in den USA tobenden Kulturkampf zwischen dem Konservatismus im Süden und dem Liberalismus an der Ost- und Westküste bloß, präzise , schonungslos und voller Allgemeingültigkeit. ICH BIN CHARLOTTE SIMMONS ist nichts weniger als eine „Great American Novel“, verfasst in einer atemlos genialischen Sprache.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2025

Hoffentlich Satire....

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Charlotte ist ein intelligentes junges Mädchen aus Sparta, einem Provinznest in North Carolina. Sie wächst in einem nicht sehr wohlsituierten, aber sehr konservativen Elternhaus auf. Dank ihrer herausragenden ...

Charlotte ist ein intelligentes junges Mädchen aus Sparta, einem Provinznest in North Carolina. Sie wächst in einem nicht sehr wohlsituierten, aber sehr konservativen Elternhaus auf. Dank ihrer herausragenden schulischen Leistungen erhält sie ein Stipendium für die (fiktive) Elite-Universität Dupont. Sie ist voller Erwartungen und hochmotiviert, auch an der Universität mit ihren Leistungen zu glänzen. Doch schnell landet sie auf dem Boden der Tatsachen: statt eines Tempels des Geistes und des Intellekts erweist sich die Universität als ein Ort der Saufgelage und sexuellen Ausschweifungen. Sie ist umgeben von reichen, verwöhnten Kids, die nichts anderes im Kopf haben als Alkohol, Sex und die neuesten Klamotten.
Ihre Mitstudenten sind Sportler, die wegen ihrer sportlichen Leistungen viele Privilegien haben, aber keinesfalls aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten einen Studienplatz erhalten haben, Verbindungsbrüder, deren Interesse sich auf Trinken und Mädchen flachlegen beschränkt (was die miserablen Noten angeht, wird Papis Geld bzw. das Verbindungsnetzwerk es schon richten) und selbsternannten Intellektuellen, die auf die anderen herabsehen, aber letztlich auch nur an Alkohol und Sex denken.
Anfangs fühlt sich Charlotte sehr einsam und ist schockiert vom studentischen Treiben. Doch dann beginnt auch sie, Wert auf ihr Äußeres zu legen, mit den „coolen“ Typen abzuhängen und sich in deren Aufmerksamkeit zu sonnen.
Tom Wolfes „Fegefeuer der Eitelkeiten“ habe ich mit Begeisterung verschlungen, von „Ich bin Charlotte Simmons“ war ich eher enttäuscht, sogar versucht, es einfach abzubrechen. Die ständigen Beschreibungen von hohlköpfigen, saufenden Studenten und sexuellen Ausschweifungen wurden irgendwann ganz schön langweilig. Das Buch ist hoffentlich als Satire anzusehen, ansonsten könnte einem Angst und bange werden. Wenn diesen Universitäten die Elite Amerikas hervorbringen, dann „Gute Nacht, USA“.
Ich habe nur bis zum Schluss durchgehalten, um zu erfahren, ob Charlotte ihre Uni-Zeit einigermaßen unbeschadet übersteht und doch noch die Kurve bekommt. Über 900 Seiten ist definitiv zu lang, etwas weniger Geschwafel hätte es auch getan.

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Veröffentlicht am 28.12.2018

Denkanstoß..

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Laaaaaaaaangatmig. Bei allen Büchern über 700 Seiten bin ich sehr skeptisch, denn das Schwierigste ist, den Leser bei Laune zu halten.

Die Passagen sind zeitweise sehr ausgedehnt. Zusammengefasster hätte ...

Laaaaaaaaangatmig. Bei allen Büchern über 700 Seiten bin ich sehr skeptisch, denn das Schwierigste ist, den Leser bei Laune zu halten.

Die Passagen sind zeitweise sehr ausgedehnt. Zusammengefasster hätte man sich viele Seiten und Dialoge sparen können.

Das tut dem Inhalt und der Botschaft aber keinen Abbruch.

Wir lernen ein starkes Mädchen kennen, welches aus einer behüteten Welt in die Realität stolpert. Nicht ohne sich dabei Schürfwunden zuzuziehen.

Ich glaube das die angesprochene Problematik an amerikanischen Universitäten sehr viel stärker ausgeprägt ist, als wir das hier in Deutschland kennen. Trotzdem ist es ein stets aktuelles Thema. Nach "Tote Mädchen lügen nicht" / "13 reasons why" war das Thema für mich das erste Mal so richtig präsent. So bin ich auch auf dieses Buch gestoßen.

Es ist nicht so dramatisch geschrieben, regt aber trotzdem sehr zum Nachdenken an.

Wir Erwachsenen nehmen rückblickend viele Situationen anders war. Dort gehört einfach ein Umdenken hin, denn viele Jugendliche und junge Erwachsene haben ein ganz anderes Empfinden dazu. Das sollte man stets ernst nehmen.

Charlotte jedenfalls zeigt, das man Lösungen finden und sich selbst wieder neu orientieren kann. Mit Hilfe von Freunden, Familie und einer gesunden Portion Selbsterkenntnis.