Die Vergangenheit aufgerollt
Loni Mae wird von ihrem Bruder gebeten nach Hause zu kommen, um das Elternhaus leer zu räumen. Ihre Mutter ist an Demenz erkrankt und kann nicht mehr alleine wohnen und der Bruder braucht das Geld, um ...
Loni Mae wird von ihrem Bruder gebeten nach Hause zu kommen, um das Elternhaus leer zu räumen. Ihre Mutter ist an Demenz erkrankt und kann nicht mehr alleine wohnen und der Bruder braucht das Geld, um die Pflege zu finanzieren.
Beim Ausräumen schwelgt Loni in Erinnerungen an ihre Kindheit.
Loni Mae hat ihrem Heimatort den Rücken gekehrt, da er viele schmerzhafte Erfahrungen mit sich gebracht hat. Ihr zwölf Jahre jüngerer Bruder hat nicht so viele Erinnerungen an glückliche Zeiten und wie sich alles wendete.
Ein Familientabuthema ist der Tod des Vaters. Nie durfte darüber geredet werden und so hatte Loni nie die Chance damit abzuschließen.
Sie kommt nur sehr schwer mit der Demenz der Mutter klar, die manchmal ganz normal scheint, nur um wenig später in ihrer eigenen Welt zu verschwinden.
Auch von ihrem Bruder und seiner Frau fühlt sie sich in Sorge um die Mutter und mit ihren Verarbeitungsproblemen allein gelassen.
Je tiefer sie in die Vergangenheit eintaucht, um so mehr spürt sie, dass da nicht alles zusammen passt. Sie spricht mit vielen Personen, die die Zeit damals genau mitbekommen haben und zieht ihre Schlüsse. Das sie damit nicht immer richtig liegt merkt sie erst recht spät.
Sie hat sich 8 Wochen dafür freistellen lassen, merkt aber schnell, dass es knapp wird mit der Zeit. Der Hörer / Leser bekommt immer wieder Upgrades zum jeweiligen Datum.
Ein spannender Roman über die Verschwiegenheit in einer Kleinstadt, in der so manches unter den Teppich gekehrt wird.
Ich fand es interessant, wie Loni Mae sich immer mehr einarbeitete.
Allerdings waren die beiden Handlungsstränge der Vergangenheit und der Gegenwart nicht immer leicht herauszuhören, da die Übergänge nicht klar gekennzeichnet waren.