Cover-Bild Ignael
(2)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
12,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Blitz Verlag ein Unternehmen der SilberScore Beteiligungs GmbH c/o Full Cast Audio GmbH
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 02.06.2025
  • ISBN: 9783689843014
Wolfgang Rauh

Ignael

Rebeccas Mann ist Schriftsteller. „Woher hast du deine Ideen?“, fragt sie ihn eines Abends.

„Das könnte ich dir zeigen“, sagt er. „Aber ich fürchte dort wird’s dir nicht gefallen.“

Was wie ein Scherz klingt, ist der Auftakt zu einer Reise, die sie nicht nur an die Grenzen ihrer psychischen Belastbarkeit führt, sondern auch an einen Ort, dessen Existenz schwer zu akzeptieren und doch nicht zu leugnen ist. Farblose Klippen, mitten in einer Welt aus verzerrten Erinnerungen und zweifelhaften Wahrheiten. Sie flieht vor einer Gestalt, die nicht da sein sollte, weil sie in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher sitzt, nachdem sie in den Schriften ihres Gatten geheime Botschaften zu entdecken glaubte und daraufhin vier Menschen tötete.

Aber diese ist nicht die einzige Gefahr. Denn der Ort, an dem Rebecca sich verirrt hat, ist untrennbar mit der Vergangenheit ihres Mannes verbunden, und zeigt ihr Abgründe, die dieser jahrelang vor ihr verborgen hat. David ist ein guter Ehemann, fürsorglich und liebenswert. Aber David ist auch ein Mörder.

Rebecca muss nicht nur um ihr Leben kämpfen, sondern auch für ihre Liebe zu dem Mann. Aber wie sehr kann sie ihn noch lieben, wenn er wirklich getan hat, was behauptet wird? Wie sehr kann sie ihm vertrauen?

Derweil bemerkt David Rebeccas Verschwinden. Schnell wird ihm klar, dass es nur einen Ort gibt, an dem sie sein kann. Und obwohl er hofft sich zu irren weiß er, dass ihr dort drüben nicht viel Zeit bleibt. Denn auch er kennt nicht jeden Winkel, aber er weiß, dass jener Ort kein freundlicher ist, und dass Dinge dort leben, deren Gier nie gestillt werden kann …

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2026

Zwischen Spiegeln und Schatten – Die schwarze Pyramide als Tor zur Unsicherheit

0

Diese Geschichte lässt einen von der ersten Seite an nicht mehr los. Im Zentrum stehen David und Rebecca – er ein Autor voller Geheimnisse, sie diejenige, die unbeabsichtigt eine Tür öffnet: den Zugang ...

Diese Geschichte lässt einen von der ersten Seite an nicht mehr los. Im Zentrum stehen David und Rebecca – er ein Autor voller Geheimnisse, sie diejenige, die unbeabsichtigt eine Tür öffnet: den Zugang zu einer fremden Welt, symbolisiert durch das zentrale Motiv der schwarzen Pyramide. Nur Rebecca kann sie betreten, und genau dort beginnt das Spiel mit Wahrnehmung und Wirklichkeit.



Was ist Realität, was Fiktion? Diese Frage begleitet einen durch das ganze Buch. Die Spannung ist durchgehend schwindelerregend, fast beklemmend, und lässt sich keinem klaren Genre zuordnen: ein Mix aus Science-Fiction, Fantasy, Krimi, Horror und Verfolgung. Gerade diese Unbestimmbarkeit macht den Reiz aus – aber auch die Herausforderung.



Die Handlung ist unvorhersehbar, voller Ideen, Selbstreflexion und ungewöhnlicher Wendungen. Die vielen Figuren wirken nicht überladen, sondern bereichern die Geschichte. Nichts fühlt sich beliebig an, vieles ist kreativ und überraschend gelöst. Es ist kein Buch für zwischendurch, sondern für einen speziellen Lesekreis, der sich gerne auf Unsicherheit einlässt.



Am Ende bleibt ein runder Abschluss – spannend, ungewöhnlich und lange nachwirkend.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2026

Gänsehaut 2.0

0

Als ihr Ehemann David gerade unterwegs ist, um sein neues Buch vorzustellen, muss Rebecca vor einer gefährlichen Figur aus ihrer Vergangenheit fliehen. Ihre einzige Möglichkeit: eine Parallelwelt, die ...

Als ihr Ehemann David gerade unterwegs ist, um sein neues Buch vorzustellen, muss Rebecca vor einer gefährlichen Figur aus ihrer Vergangenheit fliehen. Ihre einzige Möglichkeit: eine Parallelwelt, die von ihrem Mann erschaffen wurde und voller Gefahren steckt. Um den Ausgang zu finden, begibt sie sich auf eine Reise, die sie mit ihren ureigenen Ängsten konfrontiert. Gleichzeitig begibt sich David ebenfalls dorthin, um seine Frau wiederzufinden und sie zurück nach Hause zu bringen.

Anfangs habe ich mich etwas schwer getan in die Geschichte zu kommen. Es gab sehr viele verschiedene lose Fäden, die für mich noch keinen Sinn ergeben haben und die ich auch nicht wirklich einordnen konnte. Dazu kam der Schreibstil, der aus irgendeinen Grund für mich zunächst eher holprig war, einige Sätze musste ich öfters lesen und ich kam nicht wirklich in einen Lesefluss rein. Je länger ich jedoch in die Geschichte eingetaucht bin, desto mehr hat mich die Parallelwelt gefangen genommen. Sie ist so voller Überraschungen, bildhafter Eindrücke und fantasievoller Ideen, dass für mich das Buch auch gerne noch länger hätte gehen können. Ab und zu leiden vielleicht die Charaktere etwas darunter, da sie praktisch zum Spielball dieser Welt geworden sind und gar nicht so viele Möglichkeiten haben sich frei zu entscheiden. Für mich war das aber gar nicht so relevant, da ich David und Rebecca trotz allem gerne mochte und gerade den trockenen Humor und die pragmatische Art von letzterer sehr geschätzt habe.

Ich habe als Jugendliche sehr gerne Bücher mit ein paar Horror-Elementen gelesen, jedoch als Erwachsene gemerkt, dass die meisten Bücher aus dem Genre mir einfach zu brutal sind, als müsste ein Mangel an Ideen durch besonders blutige Beschreibungen kompensiert werden. Bei „Ignael“ habe ich dagegen seit sehr langer Zeit zum ersten Mal wieder ein Buch erlebt, dass zwar durchaus Horror-Szenen beschreibt, die auch etwas heftiger sein können, insgesamt den Gänsehaut-Faktor aber eher durch die beeindruckenden Beschreibungen und die bedrückende Atmosphäre erzeugt. Es sind die Details gewesen, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Oft wurden alltägliche Dinge zu etwas Verstörendem verändert oder ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich mich vor den Wesen der Parallelwelt eher gruseln oder sie bemitleiden sollte, weil sie zu diesem Schicksal verdammt sind. Jedes Mal, wenn ich dachte, das Szenario kenne ich schon, hat sich die Situation doch noch so verändert, dass sie für mich völlig neu und überraschend wurde.

Zum Schluss, auch wenn es eigentlich ganz am Anfang kommt: das Cover. Ich finde es sehr schwierig zu beurteilen, da das Bild zwar sehr gut zum Buch passt und auch wunderschön aussieht, aber leider nur den Fantasy-Anteil repräsentiert. Dabei steckt noch so viel mehr in der Story.

Insgesamt hat mich das Buch nach einem etwas holprigen Start mit seiner Mischung aus Fantasy und Horror in seinen Bann gezogen. Viele der Szenen werden noch lange in meinem Gedächtnis bleiben und ich hoffe wirklich, dass es noch eine Fortsetzung geben wird, weil ich mich gerne erneuert auf eine Reise in diese andere Welt begeben möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere