Die Geschichte der Tochter einer Mörderin
Milly kommt in eine Pflegefamilie, nachdem sie ihre Mutter bei der Polizei angeklagt hat. Diese hat ihre Tochter misshandelt und mindestens neun Kinder gefoltert und ermordet. Diese furchtbare Vergangenheit ...
Milly kommt in eine Pflegefamilie, nachdem sie ihre Mutter bei der Polizei angeklagt hat. Diese hat ihre Tochter misshandelt und mindestens neun Kinder gefoltert und ermordet. Diese furchtbare Vergangenheit arbeitet sie nun in der Pflegefamilie auf. Sie muss gegen ihre inneren Dämonen kämpfen und mit den Problemen, denen sie in ihrem schwierigen Alltag begegnet. Und ständig stellt sie sich die Frage "bin ich böse? Bin ich wie meine Mutter?"
Wir erfahren Stück für Stück Teile der Vergangenheit von Milly, was sie durchmachen musste, wie sie sich fühlt. Manchmal hat sie schlimme Gedanken, aber sie will gut sein. Sie will nicht sein wie ihre Mum.
Die Geschichte ist angenehm geschrieben. Man erfährt jeden Gedanken, jede Gefühlsregung von Milly bei allem, was sie tut, sieht oder erlebt. Die Charaktere sind wirklich sehr gut durchdacht mit viel Background, den man aber nur teilweise erfährt, und vor allem Milly kann man sehr gut verstehen und fühlt mit ihr. Man hofft einfach, dass es für sie ein Happy End gibt. Ich hatte teilweise das Gefühl, eine Biografie zu lesen mit dem Spannungsbogen eines Psychothrillers. Fand ich gut!
Man will mehr erfahren, man will verstehen. Was ist passiert? Wie gehört das alles zusammen...?
Die Stimmung war durchgehend drückend und das Ende ziemlich krass. Sehr gelungen.