Cover-Bild Der belgische Konsul
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23,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 144
  • Ersterscheinung: 21.06.2023
  • ISBN: 9783257072310
Amélie Nothomb

Der belgische Konsul

Brigitte Große (Übersetzer)

Sein erster Posten führt Patrick Nothomb in den jüngst unabhängig gewordenen Kongo. In Stanleyville soll er als Generalkonsul Belgien vertreten. Aber das Jahr 1964 hält anderes bereit, und so muss er, der kein Blut sehen kann, um das Leben Hunderter Geiseln verhandeln. Doch wer ist dieser junge Mann? Amélie Nothomb zeichnet das Bild seiner Kindheit zwischen belgischer Hautevolee und wilden Ardennen. Ein intimes Familienporträt, aber auch die Geschichte einer Welt im Wandel. Ausgezeichnet mit dem Prix Renaudot 2021 und dem Premio Strega Europeo 2022.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.12.2024

Der belgische Konsul kurz vor der Erschießung

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Klappentext:
Sein erster Posten führt Patrick Nothomb in den jüngst unabhängig gewordenen Kongo. In Stanleyville soll er als Generalkonsul Belgien vertreten. Aber das Jahr 1964 hält anderes bereit, und ...

Klappentext:
Sein erster Posten führt Patrick Nothomb in den jüngst unabhängig gewordenen Kongo. In Stanleyville soll er als Generalkonsul Belgien vertreten. Aber das Jahr 1964 hält anderes bereit, und so muss er, der kein Blut sehen kann, um das Leben Hunderter Geiseln verhandeln. Doch wer ist dieser junge Mann? Amélie Nothomb zeichnet das Bild seiner Kindheit zwischen belgischer Hautevolee und wilden Ardennen. Ein intimes Familienporträt, aber auch die Geschichte einer Welt im Wandel.

„Der belgische Konsul“ ist das Buch einer Tochter über ihren Vater von Amélie Nothomb.

Die Geschichte beginnt damit, dass der belgische Konsul Patrick Nothomb vor dem Erschießungskommando steht. Er wollte verhandeln und die Geiseln retten, die von Rebellen im Kongo festgehalten werden.
Dann kommt ein Bruch und es wird die Kindheit von Patrick Nothomb erzählt. Die Mutter wurde früh Witwe und das Kind ist bei den Großeltern aufgewachsen. Patrick hatte ein gutes Leben, hatte alles was er brauchte, außer seine Mutter. In den Freien besuchte er seinen Großvater in den Ardennen. Hier lernte er ein völlig anderes Leben kennen. Lernte Hunger und Kälte bedeutet. Lernte Entbehrung und Gehorsam.
Bis Patrick Nothomb am Ende wieder vor dem Erschießungskommando steht.

Amélie Nothomb zeichnet ein deutliches Bild von seinem Vater. Man kann sich die Kindheit und Jugend gut vorstellen. Die gütigen Großeltern auf der einen Seite und der strenge und selbstgefällige Großvater auf der anderen Seite.

Amélie Nothomb hat eine fesselnden und intensiven Schreibstil. Trotz der nur 142 Seiten steht so viel in dem Buch drin. Man kann sich ein gutes Bild von Patrick Nothom machen.

„Der belgische Konsul“ ist eine interessante Geschichte, ich habe das Buch an einem Abend gelesen.

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Veröffentlicht am 16.07.2023

Absolute Leseempfehlung!

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!ein Lesehighlight 2023!



Klappentext:

„Sein erster Posten führt Patrick Nothomb in den jüngst unabhängig gewordenen Kongo. In Stanleyville soll er als Generalkonsul Belgien vertreten. Aber das Jahr ...

!ein Lesehighlight 2023!



Klappentext:

„Sein erster Posten führt Patrick Nothomb in den jüngst unabhängig gewordenen Kongo. In Stanleyville soll er als Generalkonsul Belgien vertreten. Aber das Jahr 1964 hält anderes bereit, und so muss er, der kein Blut sehen kann, um das Leben Hunderter Geiseln verhandeln. Doch wer ist dieser junge Mann? Amélie Nothomb zeichnet das Bild seiner Kindheit zwischen belgischer Hautevolee und wilden Ardennen. Ein intimes Familienporträt, aber auch die Geschichte einer Welt im Wandel.“



Es ist wohl bislang das privateste Buch von Autorin Amélie Nothomb - in diesem Buch erzählt sie dem Leser die (kurze, knappe) Geschichte ihres Vaters Patrick. Einerseits, sie lässt ihren Vater in der Ich-Form erzählen, erlesen wir etwas aus seiner Kindheit und Jugend und später geht es dann an eben den besagten Posten der auch als Buchtitel gewählt wurde. Nothombs Art und Weise diese Geschichte zu erzählen ist ihr einfach wieder grandios gelungen. Kurze, präzise Sätze wie man es von ihr gewohnt ist, geschichtliche Aspekte fließen selbstredend gekonnt mit ein und geben einerseits Zeitzeugnis ab aber auch gleichzeitig ist es eine Reflektion einer anderen Zeit. „…aber auch die Geschichte einer Welt im Wandel“ - besser kann man es einfach nicht beschreiben! Nothombs Stil ist einfach anders und dabei so genial! Die Beschreibungen aus Patricks Kindheit waren teils so amüsant und humorvoll, dass man sich fast hinein träumen konnte, so bildhaft beschreibt sie, aber es gab auch trübe und düstere Erzählungen (hiervon hätten es gern ein paar mehr sein dürfen!) aus seinem späteren Leben (siehe Erschiessungskommando) eben als Konsul.

Die Schicksalsschläge prägte ihn, die Erziehung der Großeltern prägte ihn, Belgien prägte ihn aber auch der Kongo und so geht Amélie Nothomb nicht nur ihrem Vater selbst auf die Spur in die Vergangenheit sondern auch irgendwie zu ihren Wurzeln. Es ist eine Art Biografie aber irgendwie auch nicht, es ist keine reine Erzählung einer Lebensgeschichte, es ist halt einfach eine wahre Geschichte mit besonderem Style aus der Feder von Amélie Nothomb! Für ihre Fans ist dieses Buch wieder ein Volltreffer mit Sahnehäubchen! 5 Sterne inkl. Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 13.10.2025

Portrait eines Vaters

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Amélie Nothomb portraitiert in diesem Buch ihren Vater, wobei die Geschichte aus der Sicht Ihres Vaters als Ich-Erzähler geschrieben ist. Das Buch startet gleich mit einer Szene in der Patrick Nothomb ...

Amélie Nothomb portraitiert in diesem Buch ihren Vater, wobei die Geschichte aus der Sicht Ihres Vaters als Ich-Erzähler geschrieben ist. Das Buch startet gleich mit einer Szene in der Patrick Nothomb vor einem
Erschießungskommando steht, dann Szenenwechsel und wir lernen Patrick Nothomb als Kind kennen.

Die Geschichte ist toll erzählt, ein ganz eigener Stil, sehr intensiv und man wird eingenommen davon. Der kleine Patrick wächst bei seinen Großeltern mütterlicherseits auf, behütet, verhätschelt und ohne Mangel zu leiden. Als er in den Ferien zu den anderen Großeltern gebracht wird erlebt er eine vollkommen andere Welt. Das ist wirklich großartig beschrieben und hat großen Spaß gemacht zu lesen.

Am Ende landen wir wieder am Anfang und Patrick Nothomb steht vor dem Erschießungskommando im Kongo. Warum und wieso? Das müsst Ihr selber lesen.

Fazit:
Ein intensives Buch über ein Kind, das in zwei Welten aufwächst, sich nichts sehnlicher als einen Vater wünscht und am Ende der Vater wird, den er immer vermisst hat.

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