Spannender Thriller mit origineller Idee und filmreif geschrieben
Fünf Tage vor der Amtseinführung des neuen Präsidenten und seiner Vizepräsidentin wird ein 20 Jahre alter Cold Case gelöst. Der junge Ben Danvers und sein Zwillingsbruder wurden damals entführt und Ben ...
Fünf Tage vor der Amtseinführung des neuen Präsidenten und seiner Vizepräsidentin wird ein 20 Jahre alter Cold Case gelöst. Der junge Ben Danvers und sein Zwillingsbruder wurden damals entführt und Ben jetzt durch einen Zufalls-DNA-Abgleich gefunden. Er ist der leibliche Sohn der zukünftigen Vizepräsidentin. Sein ganzes Leben gerät aus den Fugen und er setzt sich ab und versucht, Hinweise zu finden in dem Haus, in dem er aufgewachsen ist.
Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven Bens, des Special Agent Briar Metcalf, der den Entführungsfall damals nicht lösen konnte, und seiner neuen Partnerin Special Agent Emma Noble. Die Kapitel enden oft mit Cliffhangern, so dass es schwierig ist, eine Lesepause einzulegen.
Andrew Bridgemans Schreibstil ist fesselnd, bildhaft und ironisch, kann aber auch nüchtern und distanziert sein bei den Aktionen der Antagonisten, die jetzt einen vor Jahrzehnten geschmiedeten Plan zum Abschluss bringen wollen. Das Umfeld für den perfiden Plan könnte nicht besser sein angesichts des aktuellen politischen Klimas, das der Autor in den Gesprächen seiner Protagonisten auch thematisiert.
Die Figurenzeichnung ist gelungen, die verschiedenen Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig. Emma überrascht mit einem speziellen familiären Hintergrund und Ben erfährt eine rasante und nachvollziehbare Entwicklung.
Die Handlung ist temporeich, spannend und komplex, es gibt viele unerwartete Wendungen, gegen Ende waren mir die Twists fast etwas zu viel. Ich hätte mir außerdem mehr Informationen zum Drahtzieher des Komplotts gewünscht. Dennoch hat mich 'Sein Wille geschehe' sehr gut unterhalten, Andrew Bridgeman ist ein überzeugendes Debüt gelungen.