Ein Aus - und Aufbruch
INHALT
Die namenlose Ich Erzählerin ist unglücklich. Eigentlich hat sie alles: Mann und Kind, eine Wohnung in Berlin und einen Job als Lehrerin. Dennoch ist es nicht genug.. Als sie entschließt ein Jahr ...
INHALT
Die namenlose Ich Erzählerin ist unglücklich. Eigentlich hat sie alles: Mann und Kind, eine Wohnung in Berlin und einen Job als Lehrerin. Dennoch ist es nicht genug.. Als sie entschließt ein Jahr nichts zu tun und auszubrechen, kommt etwas in Bewegung. Sie erzählt ihrer Familie nichts von ihren Sabatical-Plänen. Während sie sich auf dieses Jahr vorbereitet, entfernt sie sich von ihrem Mann (und er von ihr), kommt der Tochter aber näher als je zuvor.
EINDRUCK UND FAZIT
Dieses Buch ist so leise geschrieben, dass man genau hinhören (und lesen) muss. Die Ich Erzählerin gibt intimste Details preis und berichtet in melancholischem Ton, vom Jahr bevor sie verschwand. Eine Frau voller Sehnsüchte und Zweifel, dies hat mich sehr berührt. Ein ganz stiller Roman, mit tiefem Sinn und Gedanke. Ein Ausbruch einer Frau, die das "vorbestimmte Leben" nicht hinnehmen und leben möchte. Eine Frau voller Zweifel, ob ein Ausbruch (und weg von Kind und Mann) okay ist, oder egoistisch. Mich beschäftigte das Buch noch einige Zeit nach dem beenden. Wie geht es mir in meinem Leben aktuell - und hätte ich den Mut so auszubrechen? Spannende Frage, die sich nicht so einfach beantworten lässt.