Cover-Bild Die Frau des Ölbauern
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19,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Edition Schaumberg
  • Themenbereich: Belletristik
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 560
  • Ersterscheinung: 10.10.2022
  • ISBN: 9783941095984
Angelika Lauriel

Die Frau des Ölbauern

Feierlich schlug Raffaela das Tagebuch auf und sah, an welchem Tag ihre Mutter Tizia ihren allerersten Eintrag gemacht hatte.

Die junge Deutsch-Italienerin Raffaela will sich endlich ihren Lebenstraum erfüllen: eine eigene Trattoria in der Altstadt von Saarbrücken. Während an dem Lokal die letzten Renovierungen durchgeführt werden, reist sie auf der Suche nach Rezeptideen, Handelspartnerschaften und Inspiration einen Sommer lang in die Toskana, die ehemalige Heimat ihrer Mutter. Hier stößt sie auf zahlreiche Verwandte, auf eine Welt, die immer schon in ihr geschlummert hat, auf die Jugendtagebücher ihrer Mutter und auf zwei Männer, die ihr Rätsel aufgeben.
Während sie alles sammelt, was sie für ihre Trattoria brauchen wird, vertieft sie sich in die Tagebücher ihrer Mutter und entdeckt die Geschichte ihrer italienischen Vorfahrinnen, von der sie nichts geahnt hat. Dieser Sommer führt Raffaela durch die Vergangenheit in ihre Zukunft und vielleicht sogar zur Liebe ihres Lebens.
»Die Frau des Ölbauern« ist ein Roman über die verschlungenen Wege der Liebe, über die Macht von Aberglauben und den Mut auszubrechen. Eine Liebeserklärung an Heimat (egal, in welchem Land), die Stärke der Frauen, die italienische Küche und das Leben.

»Eine faszinierende Reise nach Italien – kulinarisch und spannend, voll sprühender Unternehmungslust und flirrender Sommerhitze – man möchte sich sofort selbst auf den Weg machen, um bei Raffaela zu speisen.«
Die Autorin Angelika Lauriel spricht fließend Italienisch und hat selbst ein Jahr in der Toskana gelebt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2022

Reise in die Toskana

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Die Deutsch-Italienerin Raffaela will einen mutigen und gewagten Schritt gehen. In ihrer Heimatstadt Saarbrücken im Saarland möchte sie eine echte italienische Trattoria eröffnen. Aber nicht irgendeine, ...

Die Deutsch-Italienerin Raffaela will einen mutigen und gewagten Schritt gehen. In ihrer Heimatstadt Saarbrücken im Saarland möchte sie eine echte italienische Trattoria eröffnen. Aber nicht irgendeine, sondern eine, die ihre Produkte direkt aus Italien bezieht. Selbst die Einrichtung soll, soweit möglich, von dort stammen, um eben ein richtiges italienisches Flair zu erzeugen.

Dafür muss Raffaela allerdings ihre bisherige Arbeit nicht nur kündigen, sondern sich auch auf Reisen begeben. Ihr Weg soll sie in die Toskana führen, dorthin, wo ihre Familie bzw. ihre Mutter herstammt.
Ihr Kumpel Patrick begleitet Raffaela auf ihrer Reise und schon bald muss Raffaela feststellen, dass sie auf dieser Reise nicht nur neue Handelskontakte knüpfen kann, sondern der Vergangenheit ihrer Familie auf Spur kommt.

Das Buch ist ein herrlicher Wohlfühlroman, bei dem man schon nach wenigen Seiten spürt, wie stark doch die Liebe der Autorin zur Toskana und der italienischen Lebensweise ist. Raffaela hat eine italienische Mutter und einen – leider schon verstorbenen – deutschen Vater. Bislang drehte sich ihre Lebensmittelpunkt vor allem um den Raum Saarbrücken. Doch für ihre neue Idee, muss sie in die Toskana reisen. Als Leserin durfte ich Raffaela natürlich begleiten.

Kurz hinter der Grenze tauchte ich dann in die Toskana, das italienische Flair, die Lebensweise und auch die typischen Charaktere ein. Angelika Lauriel lebte selbst eine Weile in der Toskana und ihre Liebe zur Region spiegelt sich im Buch wider. Sehr schön fand ich auch, dass sie die Protagonisten immer wieder Dialoge in Italienisch sagen lässt. Das macht die Geschichte in meinen Augen authentischer. Zwar spreche ich selbst kein Wort italienisch, eine Übersetzung gibt es leider nicht, jedoch konnte ich mir die gesagten Worte anhand des Kontextes sehr gut erschließen. In solchen Situationen ging es mir dann eher wie Patrick, ihrem besten Freund, der sie auf der Reise in die Toskana begleitet und auch kein Wort Italienisch spricht.

Nicht nur das Flair, auch die Küche, Düfte und Geschmäcker werden im Buch wunderbar vermittelt. Raffaela ist nicht nur auf der Suche nach Händlern, die ihr typische italienische Produkte liefern, sie möchte auch typische Gerichte und Rezepte einfangen und mitnehmen. Und während Raffaela noch an dem einen oder anderen Gericht feilt, Zutaten versucht herauszuschmecken oder sich Gedanken zu möglichen Variationen machte, lief mir das Wasser im Mund zusammen.

Doch ganz so unbeschwert, wie es klingt, ist Raffaelas Ausflug nicht. Bei ihrer Nonna stößt sie auf alte Tagebücher ihrer Mutter. Nachdem sie die Erlaubnis erhalten hat, diese lesen zu dürfen, taucht sie in die Vergangenheit ihrer Familie ein und stößt dabei auf so manch gut gehütetes Geheimnis. Sehr berührend und emotional wird hier ein zweiter, wie ich finde wichtiger, Handlungsstrang aufgebaut.

Die Liebe zur Toskana, aber auch das Geheimnis der Familie schaffen ein Buch, bei dem man den Alltag ausblenden und sich treiben lassen kann.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die beiden Stränge ergänzen sich wunderbar, ließen mich eintauchen in eine faszinierende Reise mit kulinarischem Touch. Auf den letzten Seiten finden sich noch einige Rezepte zum Nachkochen. Was mich hier sehr gefreut hat, eins davon ist ein saarländisches Gericht, welches ich als gebürtige Saarländerin natürlich schon kannte.

Fazit:
Ein wundervoller Roman, der mich in die Toskana entführte, mir die Lebensweise, das Flair und die kulinarischen Finessen aufzeigte und mich mit einem Familiengeheimnis regelrecht ans Buch fesselte. Für mich eine gelungene Geschichte zum Abtauchen und Wohlfühlen.

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Veröffentlicht am 20.10.2022

Eine schicksalshafte Reise in die Toskana - ein Leseerlebnis mit allen Sinnen

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Darum geht‘s:
Schon immer schlugen zwei Herzen in Raffaelas Brust: ein Herz schlägt für ihre Heimatstadt Saarbrücken, in der sie aufgewachsen ist. Doch das zweite Herz pocht auch immer recht laut für die ...

Darum geht‘s:
Schon immer schlugen zwei Herzen in Raffaelas Brust: ein Herz schlägt für ihre Heimatstadt Saarbrücken, in der sie aufgewachsen ist. Doch das zweite Herz pocht auch immer recht laut für die Toskana, die Heimat ihrer Mutter Tizia, wo sie als Kind viel Zeit verbracht hatte. Nun steht sie kurz vor der Erfüllung ihres großen Traumes der Eröffnung einer kleinen Trattoria in Saarbrücken. Davor möchte sie jedoch nochmals einen Sommer in der Toskana verbringen, um nach alten Rezepten zu forschen und auch andere Ideen für ihr kleines Lokal zu sammeln. Allerdings hat sie nicht damit gerechnet, dass gleich zwei Männer ihr Leben durcheinander bringen. Als sie dann auch noch die Tagebücher ihrer Mutter findet und diese – mit Tizias Erlaubnis – anfängt zu lesen, vereinnahmt sie das Leben in Italien immer mehr und Saarbrücken und alles was damit zu tun hat, entfernt sich gefühlt immer mehr. Raffaela muss aufpassen, ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Aber gerade auch durch die Geschichte ihrer Vorfahrinnen gewinnt sie an Stärke und ist sich immer sicherer, was der richtige Weg für sie ist.

So fand ich‘s:
Die letzte Seite ist umgeblättert und ich schaue noch ganz versonnen auf das stimmungsvolle Cover. Ich glaube noch den Geruch von Pinien und Oleander in der Nase zu haben. Und ich habe einen Bärenhunger auf Crostini. Ja, „Die Frau des Ölbauern“ hat mich alles andere als kalt gelassen… Und auch wenn meine Gedanken das Gefühl erwecken, dieses Buch sein ein richtiges Wohlfühlbuch, ist das nur die halbe Wahrheit. Denn es ist viel mehr als das. Denn es ist gleichzeitig eine fesselnde Familiensaga und die Geschichte einer Frau, die eigentlich weiß was sie möchte oder zumindest dachte, es zu wissen. Aber der Reihe nach…

Raffaela ist schon zu Beginn des Buches eine starke und selbstbewusste Frau. Sie verfolgt trotz Gegenwind zielstrebig ihren Traum und lässt sich auch nicht von einem verlockenden Angebot davon abbringen. Raffaela hat mir sofort gut gefallen: eine junge, moderne Frau mit großen Stärken aber auch einer zarten Seite, die sie aber nicht gleich jedem zeigt. Gerade mit ihrer Figurenzeichnung beweist hier meiner Meinung nach die Autorin ihr Talent, sich in Personen hineinzuversetzen und diese einfühlsam und lebendig darzustellen. Es scheint ihr auch Spaß zu machen, ab und an mit Klischees zu spielen, aber stets in einem subtilen und absolut passenden Rahmen.

Im Nachwort erzählt die Autorin, dass sie selbst in der beschriebenen Gegend ein Jahr gelebt hat. Und man spürt förmlich in den Beschreibungen ihre Liebe zu diesem Flecken Erde und es weht ein Hauch von Wehmut zwischen den Zeilen, was für mich das Buch noch zusätzlich besonders macht.

Für mich war „Die Frau des Ölbauern“ eine Reise in die wundervolle Toskana, die dem Leser hier in lebendigen Farben näher gebracht wird. Gleichzeitig lernte ich spannende Figuren kennen und konnte mich in eine Familiengeschichte mit starken Frauen, Liebeswirrungen und schicksalshaften Begegnungen vertiefen. Kurzum ein rundes, emotionales, einfach schönes Leseerlebnis, so dass mich jetzt auch „il mal d’Africa“ erwischt hat. Was das ist, werde ich hier nicht verraten. Es lohnt sich, selbst nachzulesen, was das bedeutet.

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