Eine Frau geht ihren Weg
Die Bestellerautorin Vera hadert mit ihrem aktuellen Buch. Mit ihrem Mann hat sie vereinbart, dass es das letzte sein wird und sie danach zusammen das Rentnerleben genießen. Obwohl sie schon viele Bücher ...
Die Bestellerautorin Vera hadert mit ihrem aktuellen Buch. Mit ihrem Mann hat sie vereinbart, dass es das letzte sein wird und sie danach zusammen das Rentnerleben genießen. Obwohl sie schon viele Bücher geschrieben hat, fällt es ihr dieses Mal schwer, Ideen zu entwickeln und zu schreiben. Der Abgabetermin rückt immer näher, so dass sie es nicht länger aufschieben kann. Langsam kommt sie voran, aber das Leben kommt immer irgendwie dazwischen. Vera erinnert sich an die Anfänge, als sie Romane unter Pseudonym geschrieben hat und wie schwer es war, dafür zu kämpfen, dass endlich ihr Name auf den Büchern steht. Außerdem beschäftigt sie sich mit Familienerlebnissen aus der Vergangenheit.
Die Wechsel mochte ich generell sehr gern. Leider waren sie im Ebook nicht deutlich genug voneinander abgehoben. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Es gibt viel Humor und immer wieder auch Melancholie in den Szenen. Die Einblicke in den Literaturbetrieb fand ich interessant und teilweise erschreckend. Unglaublich warum und wie lang Vera weiter unter Pseudonym schreiben muss. Ich hoffe sehr, dass Autorinnen inzwischen anders behandelt werden. Ich hätte mir noch tiefere Einblicke in die Literaturszene gewünscht. Die Abschnitte, was in Veras Roman passiert, waren für mich nicht notwendig. Stattdessen hätte ich lieber noch mehr aus Veras Leben erfahren. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und ich habe es gern gelesen.