Cover-Bild Wir sind anders!
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28,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hoffmann und Campe
  • Themenbereich: Geschichte und Archäologie - Geschichte
  • Genre: Sachbücher / Geschichte
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 05.09.2025
  • ISBN: 9783455020557
Annette Schuhmann

Wir sind anders!

Wie die DDR Frauen bis heute prägt

Gibt es heute, 35 Jahre nach der Wiedervereinigung, noch immer so etwas wie eine »Ost-Identität«? Die Historikerin Annette Schuhmann fügt der intensiven Debatte darüber eine besondere Sichtweise hinzu und geht der Frage nach, wie »anders« die Frauen der DDR sind. Hierfür versammelt sie 13 unterschiedliche Porträts: Künstlerinnen, Arbeiterinnen, Wissenschaftlerinnen, Frauen, die in den Westen geflüchtet sind ebenso wie Frauen, die geblieben sind, nicht zuletzt Frauen der Nachwendegeneration. Auf spannende und zugleich tiefgründige Weise zeigt sie, wie Erfahrungen, Erinnerungen und Familienerzählungen nachwirken und welches Selbstverständnis aus der DDR-Sozialisation erwächst.

» Wir sind anders ist ein wichtiger Impulsgeber zur immer noch ausstehenden Aufarbeitung deutsch-deutscher Geschichte.« WDR Westart Lesen

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2025

Wir in Fragmenten – Porträts, die nachklingen

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Schon nach den ersten Seiten hatte ich dieses leise Ziehen im Bauch, das Bücher auslösen, die tiefer gehen als erwartet. Die Stimmen der dreizehn Frauen hallten in mir nach – jede auf ihre eigene Weise ...

Schon nach den ersten Seiten hatte ich dieses leise Ziehen im Bauch, das Bücher auslösen, die tiefer gehen als erwartet. Die Stimmen der dreizehn Frauen hallten in mir nach – jede auf ihre eigene Weise stark, leise, trotzig oder verletzlich. Es fühlte sich an, als würde ich an einem großen Küchentisch sitzen und ihnen zuhören, während draußen der Wind über alte Plattenbauten streicht.

Viele Geschichten tragen etwas Rohes in sich, etwas, das sich nicht glatt erzählen lässt. Manche Frauen sind geblieben, andere gegangen, und wieder andere versuchen noch immer, irgendwo dazwischen zu leben. Diese Spannungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart haben mich besonders berührt. Ich konnte förmlich spüren, wie Erinnerungen und Erfahrungen durch Generationen weiterfließen – manchmal als Stolz, manchmal als leises Misstrauen.

Manche Kapitel haben mich wütend gemacht, andere traurig. Aber am Ende blieb dieses Gefühl von Respekt, weil Annette Schuhmann es schafft, aus all diesen unterschiedlichen Lebenswegen ein Mosaik zu legen, das nie belehrend wirkt. Statt lauter Antworten gibt sie Raum für Zwischentöne – und genau das macht das Buch so stark.

Vielleicht hätte ich mir an ein, zwei Stellen noch mehr Tiefe gewünscht, mehr Hintergrund, mehr Stimmen. Doch was bleibt, ist ein ehrlicher, feinsinniger Blick auf eine Generation, die zu selten selbst erzählen durfte. Ein Buch, das nachhallt – still, aber mit Nachdruck.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Ein Blick auf Frauen, die in der DDR aufwuchsen

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Ja, ich bin in den 80ern geboren und habe noch ein paar Jahre selbst die DDR erlebt, zumindest aber bin ich in einem Umfeld aufgewachsen, welches durch die DDR sozialisiert wurde. Daher reizte mich dieses ...

Ja, ich bin in den 80ern geboren und habe noch ein paar Jahre selbst die DDR erlebt, zumindest aber bin ich in einem Umfeld aufgewachsen, welches durch die DDR sozialisiert wurde. Daher reizte mich dieses Buch. Im Buch selbst finden sich Portraits von Frauen aus verschiedenen Jahrgängen - geboren davor, in der DDR oder auch danach. Die Portraits beschäftigen sich auf eine eher wissenschaftliche Art mit dem Thema, welches das Buch zwar durchaus leicht lesen lässt, es aber insgesamt sehr sachlich bleibt und wenig unterhaltend. Nichtsdestotrotz fand ich es persönlich sehr interessant, da einfach bestimmte Dinge prägen.
Vor dem Hintergrund richtet sich das Buch für mein empfinden an eine Leserschaft, die das Thema interessiert und die sich damit auseinandersetzen möchte. Es gibt Einblick in den Alltag, in Debatten am Abendtisch, in Familien und dabei zeigt es schlicht die Geschichte einzelner Frauen und erläutert Hintergründe, die manches besser verstehen lassen (Stichwort Versorgungsausgleich bspw.). Ich persönlich fand es interessant.

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