Cover-Bild Tod zur Teestunde
Band 3 der Reihe "Susan Ryeland ermittelt"
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21,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Insel Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Detektive
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 19.11.2025
  • ISBN: 9783458784494
Anthony Horowitz

Tod zur Teestunde

Ein Kriminalfall für Liebhaber:innen von Sherlock Holmes und Hercule Poirot
Lutz-W. Wolff (Übersetzer)

Susan Ryeland, Lektorin außer Dienst ist nach London zurückgekehrt. Sie arbeitet jetzt für einen kleinen Verlag, und auf ihrem Tisch ist das Manuskript eines jungen Autors namens Eliot Crace gelandet: Atticus Pünds letzter Fall . Die Geschichte handelt vom überraschenden Tod der schwerreichen Lady Chalfont, die anscheinend von einem Familienmitglied vergiftet wurde.

Zu Susans Überraschung stellt sich heraus, dass Eliot Crace der Enkel der weltberühmten Kinderbuchautorin Miriam Crace ist, die 15 Jahre zuvor verstarb – ermordet, vergiftet, wie Eliot behauptet. Je weiter Susan in die Story eintaucht, desto klarer wird ihr, dass Eliot in Atticus Pünds letzter Fall die Geschichte seiner eigenen Familie und des Todes seiner Großmutter erzählt. Zugleich verhält er sich immer merkwürdiger, wird zunehmend aggressiv – und dann wird er bei einem Unfall mit Fahrerflucht getötet. War es Mord? Plötzlich ist Susan die Hauptverdächtige, und erschrocken wird ihr klar, dass sie das selber aufklären muss, um nicht das nächste Opfer zu werden …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2026

Krimi im Krimi

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Susan Ryeland, die eine Weile mit ihrem Lebensgefährten Andreas auf der Insel Kreta gelebt und dort ein Hotel geführt hat, merkt, dass das Leben dort nicht wirklich das Richtige für sie ist. Susan kommt ...

Susan Ryeland, die eine Weile mit ihrem Lebensgefährten Andreas auf der Insel Kreta gelebt und dort ein Hotel geführt hat, merkt, dass das Leben dort nicht wirklich das Richtige für sie ist. Susan kommt also wieder nach London zurück und übernimmt das Lektorat für den jungen Autoren Eliot Crace, der an einem neuen Atticus-Pünd-Roman schreibt. Allerdings wird Susan schnell klar, dass der junge Eliot in seinem Buch wohl eher über seine eigene Geschichte schreibt bzw. die Begebenheiten um seine Großmutter: die große Autorin Miriam Crace und deren Bücher um die Little People, die in keinem Kinderzimmer fehlen dürfen. Nach und nach wird dem Leser klar, dass Miriam Crace nicht die "nette" Buchautorin ist... Allerdings versuchen Teile der Familie die Fassade mit der es viel Geld zu verdienen gibt aufrecht zu erhalten.
Das Buch ist sehr facettenreich. Allerdings war es mir in Teilen zu lang. Ich denke einiges hätte man auch etwas kürzen können. Insgesamt ist es allerdings ein guter Krimi.
Das Buchcover ist m. E. auch gelungen und fällt ins Auge.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Raffinierter und verworrener Krimi

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Die Lektorin, Susann Ryeland ist von Kreta , wo sie sich von ihrem Freund getrennt hat, nach London zurückgekehrt. Hier in London lernt sie Michael Flynn persönlich kennen. Mit ihm hatte sie sonst nur ...

Die Lektorin, Susann Ryeland ist von Kreta , wo sie sich von ihrem Freund getrennt hat, nach London zurückgekehrt. Hier in London lernt sie Michael Flynn persönlich kennen. Mit ihm hatte sie sonst nur online kommuniziert. Sie arbeitet wieder als Lektorin und soll jetzt den neuen Atticus Pünd Roman von Elliot Grace lektorieren. in seinem neuen Roman beschreibt der Autor das schwierige Verhältnis zur Großmutter, Lady Chaflont, die wahrscheinlich vergiftet wurde. Durch diesen Roman will Elliot Grace die Geschehnisse der Parallelwelt von Marble Hall bekanntmachen. Dann wird auch Elliot Grace bei einem Autounfall ermordet. Auf einmal ist Susann eine Verdächtige in dem Mordfall. FAZIT: Ein typisch englischer Krimi aus einem Netz von raffinierten und verworrenen Wendungen. Der Schreibstil ist flüssig und die Spannung wird immer aufrecht gehalten.

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Angenehm altmodisch

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Der Titel könnte von Agatha Christie stammen, aber natürlich ist das Absicht. Das beliebte Motiv vom „Buch im Buch“, die Verschachtelung von mehreren Mordfällen, Motiven und Alias-Personen, all das ist ...

Der Titel könnte von Agatha Christie stammen, aber natürlich ist das Absicht. Das beliebte Motiv vom „Buch im Buch“, die Verschachtelung von mehreren Mordfällen, Motiven und Alias-Personen, all das ist geschickt gemacht und es ist ein Genuss, eine Matrioschka-Story nach der anderen beim Lesen zu öffnen. Atticus Pünd, der Gentleman-Detektiv bleibt charakterlich blass im Gegensatz zu den unsympathischen Verdächtigen, die allesamt Dreck am Stecken haben. Niemand ist in diesem Reigen unschuldig, nicht einmal die Opfer. Und so ermittelt Susan Ryland, die es eigentlich besser wissen müsste, als sich noch einmal im Dunstkreis des zu Recht verstorben, diabolischen Autors Alan Conway aufzuhalten, erneut. Und diesmal ist sie selbst verdächtig. Wer hat Elliot Crane ermordet? Für LeserInnen, die gerne auf altmodische Art knobeln, Anagramme sexy finden und einen guten Plot zu schätzen wissen, sind die Marble Hall Murders ein Muss.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Ein intelligenter Krimi mit genialem Spiel mit Realität und Fiktion

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Mit „Tod zur Teestunde“ gelingt Anthony Horowitz ein weiterer Coup: Ein Krimi im Krimi, der mit literarischer Finesse, raffiniertem Aufbau und überraschenden Wendungen begeistert. Wer bereits die Vorgänger ...

Mit „Tod zur Teestunde“ gelingt Anthony Horowitz ein weiterer Coup: Ein Krimi im Krimi, der mit literarischer Finesse, raffiniertem Aufbau und überraschenden Wendungen begeistert. Wer bereits die Vorgänger rund um Susan Ryeland mochte, wird sich hier sofort wieder heimisch fühlen.

Die Handlung ist kunstvoll verschachtelt: Während Susan Ryeland in der Gegenwart einem mysteriösen Manuskript auf den Grund geht und selbst zur Hauptverdächtigen wird, entwickelt sich auf der Metaebene ein klassischer Whodunit im Stil von Agatha Chrisie. Dass sich beide Erzählebenen immer wieder spiegeln und ineinander greifen, macht den besonderen Reiz aus.

Susan ist keine klassische Ermittlerin, sondern eine kluge, selbstreflektierte Lektorin, deren Perspektive frischen Wind ins Genre bringt. Besonders gelungen ist dabei auch das Spiel mit der Frage, was Wahrheit ist und wo Fiktion beginnt.

Das Cover passt perfekt zum Inhalt: Der fliegende Eisvogel mit dem Schlüssel im Schnabel steht sinnbildlich für das Rätsel, das es zu knacken gilt. Die Farbstimmung wirkt retro und elegant zugleich – ein echter Hingucker, der sofort neugierig macht und das Genre stimmig einfängt.

Horowitz’ Sprache ist elegant und klar, mit viel Gespür für Tempo und Atmosphäre. Trotz der 570 Seiten liest sich der Roman mit Leichtigkeit, ohne je an Spannung zu verlieren.

Fazit:
Ein brillanter Krimi mit Tiefgang und doppeltem Boden: spannend, stilvoll und mit literarischem Mehrwert. Wer intelligente Unterhaltung und komplexe Erzählstrukturen liebt, kommt an Susan Ryelands drittem Fall nicht vorbei.

5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Klassisch

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Zum Inhalt:
Der Autor wurde ermordet, aber seine Romanfigur Atticus Pünd soll weiterleben. Die Lektorin Susan wird reaktiviert und soll den verantwortlichen und leicht labilen Autor bei seinem Buch "Pünds ...

Zum Inhalt:
Der Autor wurde ermordet, aber seine Romanfigur Atticus Pünd soll weiterleben. Die Lektorin Susan wird reaktiviert und soll den verantwortlichen und leicht labilen Autor bei seinem Buch "Pünds letzter Fall" unterstützen. Eliot ist der Enkel einer beliebten Schriftstellerin, die jedoch laut seiner Aussage einige dunkle Seiten hatte und keines natürlichen Todes gestorben wäre. Seine Vergangenheit verarbeitet Eliot zwar auf gekonnte Weise in dem Buch, kann aber nicht aus seiner dünnen Haut, überwirft sich mit allen anderen (auch Susan) und kommt zu Tode. Um ihre Unschuld zu beweisen kommt Susan nicht umhin, den Mord aufzuklären und ganz nebenbei auch das Rätsel um die berühmte Großmutter zu lösen. Das bringt sie in große Gefahr.

Mein Eindruck:
Horowitz schafft die perfekte Balance zwischen spannendem Krimi und humorvoller (und wohl auch selbstironischer) Sicht auf das Verlagswesen und den Umgang mit zum Teil sehr egozentrischen Schriftstellern. Seine Ich-Erzählerin agiert charmant und glaubhaft, die weiteren Charakterzeichnungen zeigen Witz, Tiefe und Liebe zum Detail. Dass nicht alles Gold ist, was glänzt und schwierige Themen angesprochen werden, aber nicht unbedingt auf die übliche politisch korrekte Weise gelöst werden, macht doppelt Spaß. Denn so bleibt selbst der krimigeübte Mensch vor dem Buchdeckel lange im Unklaren, wie sich die Zusammenhänge zeigen und wer letztendlich verantwortlich ist. Dass man zwei Krimis zum Preis von einem bekommt (auch der Mord im Buch wird von Atticus Pünd meisterhaft geklärt), macht besonders glücklich.

Mein Fazit:
Hoffentlich ist "Pünds letzter Fall" nicht Pünds letzter Fall