Cover-Bild Elsas Glück

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8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Blanvalet
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 21.12.2020
  • ISBN: 9783641260743
Beate Maly

Elsas Glück

Roman
Elsa Sonnstein — das Lachen der Kinder ist ihr größtes Glück: historische Unterhaltung für den Sonntagnachmittag.

Wien, 1928: Elsa Sonnstein ist eine junge Frau, die am liebsten die ganze Welt verändern möchte. Sie studiert Psychologie und Pädagogik an der Universität und kann es gar nicht abwarten, das Erziehungswesen zu revolutionieren. Schon Elsas Mutter Lotte war eine starke Frau, die über zwanzig Jahre zuvor zusammen mit der berühmten Mizzi Kauba die erste Skimode für Frauen erfand. Aber auch Elsas Tatendrang kann nicht verhindern, dass sich so einige dunkle Wolken über der Familie Sonnstein zusammenbrauen. Und Elsa stößt auf ein Geheimnis, das sie mehr als erschüttert …

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2021

Eine tolle Familiensaga

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Dies ist nun Band 2 einer spannenden Familiensaga, in der die Familie Sonnstein, eine der reichsten Familien Wiens im Mittelpunkt steht. Ich bin mal wieder Quereinsteiger, aber das hat meiner Lesefreude ...

Dies ist nun Band 2 einer spannenden Familiensaga, in der die Familie Sonnstein, eine der reichsten Familien Wiens im Mittelpunkt steht. Ich bin mal wieder Quereinsteiger, aber das hat meiner Lesefreude keinen Abbruch getan, denn dieser Roman kann bedenkenlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Wir befinden uns im Wien der 20er Jahre. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Elsa Sonnschein. Sie studiert an der Universität Psychologie und Pädagogik und will nach Beendigung ihres Studiums mithelfen, das Erziehungswesen zu revolutionieren. Auch Lotte ihre Mutter ist eine starke Frau. Sie hat vor zwanzig Jahren zusammen mit der berühmten Mizzi Langer-Kauba die erste Skimode für Frauen erfunden. Elsa ist so voller Leben und Tatendrang, doch über der Familie Sonnschein brauen sich dunkle Wolken zusammen. Und dann stößt Elsa auf ein Familiengeheimnis, das ihr Welt mehr als erschüttert…..
Ich bin total begeistert, noch jetzt nach Beendigung des Buches läuft die ganze unterhaltsame und spannende Geschichte wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Ich lerne die Familie Sonnschein, die in einem herrlichen Palais in Wiens bester Gegend lebt, wirklich sehr gut kennen. Da ist Mathilde, die Großmutter von Elsas, das Oberhaupt der Familie, das noch immer ein strenges Regiment führt.
Auch Elsas Vater Jacob, der gegen den Willen seines Vaters Arzt wurde, ist äußerst sympathisch. Doch er hat noch dunklen Schatten aus der Vergangenheit zu kämpfen unter denen er besonders leidet. Elsas Mutter Lotte, habe ich ebenso wie die liebenswerte Elsa sofort ins Herz geschlossen. Sie hat als kleine Verkäuferin bei Mizzi im Laden angefangen, dann ihren Jakob kennengelernt, fast wie im Märchen. Conrad, Elsas Bruder hat gerade sein Arztstudium beendet, doch er hat andere Pläne. Und zu guter Letzt gibt es noch Simon, der nun allein die Süßwarenfabrik der Sonnsteins führt. Er ist in sich verschlossen, denn auch er hat einen tragischen Verlust erlitten. Aber nun zu Elsa, die ja die Protagonistin in der Geschichte ist. Sie sprüht ja förmlich vor Unternehmungsgeist, absolviert mit großer Begeisterung ihr Studium. Sie ist mit der derzeitigen Situation an Schulen und Kinderheimen nicht einverstanden und will unbedingt etwas verändern. Mich hat der Besuch dieser Einrichtungen wirklich sehr berührt. Kinder, die einfach nicht in die Gesellschaft passten, wurden hier weggesperrt. Die Autorin bringt uns ihrem Roman, auch die Geschichte der damaligen Zeit nahe und das fand ich wirklich sehr bewegend. Als Elsa jedoch ein Familiengeheimnis entdeckt, war ich wirklich sprachlos. Wie kann es so etwas geben? Und haben wirklich alle damals die richtige Entscheidung getroffen? Fragen über Fragen, die förmlich nach einer Fortsetzung schreien. Ich würde mich riesig freuen.
Eine wunderbare unterhaltsame Lektüre, die mich total begeistert hat. Ich habe mit diesem Traumbuch Traumlesestunden verbracht. Gerne vergebe ich für dieses Lesevergnügen der Extraklasse 5 Sterne.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 14.01.2021

Zwischen Pädagogik, Politik und der Liebe zur Bergwelt

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Viele Jahre später, nachdem Lotte und Jakob zusammen gefunden haben, bekommen wir nun die Geschichte ihrer Kinder zu lesen, vor allem jene der titelgebenden Tochter Elsa.

Elsas Bruder Conrad liebt die ...

Viele Jahre später, nachdem Lotte und Jakob zusammen gefunden haben, bekommen wir nun die Geschichte ihrer Kinder zu lesen, vor allem jene der titelgebenden Tochter Elsa.

Elsas Bruder Conrad liebt die Berge, aber sein Vater will, dass er sich beruflich anders aufstellt. Jakob sieht es mittlerweile gar nicht mehr gerne, wenn Lotte auf eine Bergtour geht oder nur davon spricht: der Krieg hat Jakob stark verändert. Aber auch Lotte ist älter und grauer geworden, ihr ist langweilig zu Hause.

Elsa studiert Pädagogik, interessiert sich obendrein für Reformpädagogik und besucht weitere Vorlesungen. Die sympathische Elsa ist nicht so stark von ihrem Tun überzeugt wie früher ihre Mutter Lotte, die ganz genau wusste, was sie wollte. Ob Elsa später als Lehrerin arbeiten möchte, weiss sie eben noch nicht. Diese Unentschlossenheit ruft bei ihren Freunden Unverständnis hervor. Sie kommen alle aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, deshalb verheimlicht Elsa lange ihren Familiennamen. Dass das Sinn machte, merkt sie später, als sie den Sozialdemokraten Otto Pfeiffer kennenlernt, der zwar hübsch ist, aber auch voller Vorurteile. Elsa ist auf eine Art fasziniert von ihm, allerdings mag sie ihren sympathischen Mitstudenten Moritz Grün, der wie sie nicht alles erzählt und eher scheu ist, auch sehr gerne.

In diesem Kontext begleiten wir Leser die Familie Sonnstein einige Monate und erfahren ausserdem wie sich Wien im Laufe der Jahre - seit "Lottes Träume" - verändert hat. All die neuen Erfindungen wie zum Beispiel das Telefon, Autos (und wie es mit der Lizenz, sie zu fahren, war), Taxis, das Leben in Kinderheimen und einiges mehr bindet Beate Maly fliessend in den Roman mit ein.

Gesellschaftskritische oder neue kulturelle Dinge wie Jazzmusik bekommen ihren Platz, insbesondere werden zudem politische und diverse pädagogische Strömungen beleuchtet.

Mir war der erste Teil des Roman viel zu politisch und ich befürchtete schon, dass sich dies durch die ganze Geschichte durchziehen wird, doch nach der Hälfte geht es dann zum Glück auch um anderes. Familiengeheimnisse kommen ans Licht und das Skifahren bekommt erneut Platz, nicht sehr viel zwar, aber immerhin ein wenig und dieses Wenige ist sehr gut eingebaut.

"Elsas Gück" ist gut geschrieben, bis auf das Politische interessant und manchmal sehr spannend. Dennoch vermisste ich das spezielle Thema aus "Lottes Träume".

Es ist natürlich sehr schwierig, an den einzigartigen Vorgängerband anzuknüpfen, der alleine wegen seines tollen Themas (den Skisport alltagstauglich zu machen) grandios war. Obwohl ich den Roman, vor allem die zweite Hälfte, gerne gelesen habe, hätte es mir besser gefallen, wenn das Augenmerk auch hier wieder auf dem Bergsport gelegen hätte - denn darüber gibts keine oder zumindest kaum Romane, über Politik in den 1920er Jahre hingegen schon.

Fazit: Interessanter zweiter Band, dem aber der Charme und das spezielle Thema von "Lottes Träume" fehlte.
4 Punkte.

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Veröffentlicht am 30.12.2020

Die Sonnensteins - die spannende Familiengeschichte geht weiter

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Wien 1928, die Nachwirkungen des ersten Weltkrieges sind nach wie vor spürbar. Die junge Elsa Sonnenstein studiert an der Universität Psychologie und Pädagogik. Zusammen mit ihrer Familie, zu der ihre ...

Wien 1928, die Nachwirkungen des ersten Weltkrieges sind nach wie vor spürbar. Die junge Elsa Sonnenstein studiert an der Universität Psychologie und Pädagogik. Zusammen mit ihrer Familie, zu der ihre Grossmutter, ihr Onkel, ihre Mutter Lotte, ihr Vater Jakob und ihr Bruder Conrad gehören, lebt sie zusammen unter einem Dach in einem grossen Palais. In ihrem Studium trifft sie auf Mitstudenten die nicht alle aus wohlbehüteten Verhältnissen kommen und Vorurteile gegen die reiche Gesellschaft haben. Elsa versucht gegen diese Vorurteile anzukämpfen und das Erziehungswesen zu verbessern. Sie ist begeistert von neuen Ansätzen und Ideen und setzt diese auch in die Tat um. Ihre Offenheit für Neues und ihren Kampfgeist hat sie von ihrer Mutter geerbt, die in jungen Jahren ebenfalls bereits gegen Vorurteile gekämpft hat. Ihre Geschichte wird im ersten Buch (Lottes Träume) der Familiensaga beschrieben.
Während einer Auszeit bei ihrer Tante Emma stösst Elsa auf ein Familiengeheimnis, dass die Familie verändern wird. Auf der Suche nach ihrem grossen Glück hat Elsa zudem einige Stolpersteine aus dem Weg zu räumen, sei dies im privaten oder auch im schulischen Bereich.

Elsa's Geschichte ist sehr spannungsvoll beschrieben und das Buch kann nicht mehr weggelegt werden, bis die letzte Seite erreicht ist. Elsa als Person wächst dem Leser ans Herz und man fiebert mit, was als nächstes passieren wird und ob Elsa ihr Glück finden wird. Auch Moritz, ein Studienkollege von Elsa kommt sehr sympathisch an. Spannend fand ich zu erfahren wie es Lotte zwischenzeitlich ergangen ist. Der erste Weltkrieg hat die Familie sehr geprägt und die Auswirkungen spielen in der Handlung eine sehr zentrale Rolle.

Durch die sehr authentischen Beschreibungen von Wien im Jahre 1928, hat man als Leser das Gefühl vor Ort zu sein. Beate Maly hat es geschafft die damaligen Umstände sehr genau zu beschreiben und die Gegensätze zwischen Arm und Reich aufzuzeigen.

Elsas Glück ist natürlich jedem zu empfehlen, der bereits Lottes Träume gelesen hat und sich dafür interessiert wie die Familiengeschichte weitergeht. Jedoch ist es auch für jene Leser empfehlenswert, welche die Geschichte von Lotte nicht gelesen haben, sich jedoch für Familiengeschichten in der Vergangenheit interessieren. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, ohne dass das erste Buch gelesen wurde.

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