Cover-Bild Die Stimmen über dem Meer
14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Berlin Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 05.10.2015
  • ISBN: 9783827012524
Bettina Storks

Die Stimmen über dem Meer

Roman
Eigentlich wollte die Halbfranzösin und Übersetzerin Morgane ihr geerbtes Häuschen nur rasch verkaufen und zurück nach Deutschland. Doch mit dem Haus hat sie auch Schulden geerbt - und die alte Paulette, der Morganes Tante angeblich ein lebenslanges Wohnrecht zugesichert hat. Außerdem bemerkt Morgane gleich am ersten Tag: Diese raue, wunderschöne Landschaft löst etwas in ihr aus und die bretonische Sagenwelt scheint auch ihre Geschichte zu erzählen. Kein Wunder: Hier ganz in der Nähe ist ihre Mutter aufgewachsen und bei einem mysteriösen Badeunfall ums Leben gekommen. Morgane bleibt und beschließt zu kämpfen: um ihr Haus, ihre Unabhängigkeit und um die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter zu erfahren. Sie findet Freunde und verliert eine Liebe. Sie findet Antworten und droht den Glauben an ihren Traum zu verlieren. Aber Morgane hat auch die bretonische Sturheit geerbt...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2017

Toller Bretagne-Roman

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Bettina Storks entführt uns in ihrem Roman in die wilde Schönheit der Bretagne. Morgane hat von ihrer Tante Fanny eine ehemalige Pension geerbt. Ihre Mutter stammte aus der Bretagne, aber sie ist als Morgane ...

Bettina Storks entführt uns in ihrem Roman in die wilde Schönheit der Bretagne. Morgane hat von ihrer Tante Fanny eine ehemalige Pension geerbt. Ihre Mutter stammte aus der Bretagne, aber sie ist als Morgane 10 Jahre alt war, von einem Schwimmausflug auf dem Atlantik nicht zurück gekehrt. Morgane nimmt das Erbe an, auch wenn es mit Schulden belastet ist und außerdem noch die grimmige alte Paulette dort wohnt, mit der sie sich die Küche teilen muss. Aber Paulette hat Wohnrecht auf Lebenszeit. Morgane ist eine Stück auch ihrer zu Ende gehenden Beziehung mit Stefan geflohen. Da sie als freie Übersetzerin arbeitet, kann sie überall arbeiten. Morgane hat gute Zeiten, aber sie muss immer wieder Rückschläge hinnehmen und steht oft vor dem Aufgeben.

Neben Morgane ist für mich die Bretagne eindeutig die zweite Protagonistin. Bettina Storks flicht geschickt durch die Übersetzungsarbeiten Mythen der Bretagne, aber auch aktuelle Umweltprobleme ein. Der Leser wird gefangen genommen von der rauen Schönheit des Finistère, des Landes am Ende der Welt. Auch die Menschen, denen Morgane dort begegnet, haben viele Ecken und Kanten.

Mir hat das Buch sehr gefallen; zum Einen die Geschichte, die so gar nicht klischeehaft ist und immer wieder überrascht, aber auch der Schreibstil mit den wunderbaren Beschreibungen haben mich überzeugt. Leider war die Lektüre viel zu schnell beendet und somit auch die Reise in die Bretagne.

Veröffentlicht am 25.12.2016

Highlight

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Vorab: Ich feiere dieses Buch als eines meiner persönlichen Highlights im Herbst 2015. Es ist eines dieser besonderen Wohlfühl-Bücher für die dunkle Jahreszeit, die perfekt mit Couch, Kuscheldecke und ...

Vorab: Ich feiere dieses Buch als eines meiner persönlichen Highlights im Herbst 2015. Es ist eines dieser besonderen Wohlfühl-Bücher für die dunkle Jahreszeit, die perfekt mit Couch, Kuscheldecke und Tee harmonieren.
Ich hatte streckenweise so meine Probleme, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen und bin vollkommen glücklich mit dem Gelesenen.

Der Schreibstil ist phantastisch, man hat zeitweilig das Gefühl, mit seinem eigenen Kopffilm zu dem Buch im Kino zu sitzen.
Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet, gut durchdacht und in ihren Handlungen schlüssig, gerade die Protagonistin ist eine bewundernswert kraftvolle Person, in der ein unheimlich vielschichtiger Geist steckt.

Ganz nebenbei macht die Autorin via Fingerzeig auf einige Missstände aufmerksam - greift beispielsweise durch den zunächst etwas schrullig anmutenden Charakter Armel das Thema Umweltverschmutzung auf.
Wirklich toll eingeflochten und super wichtig, gerade in der heutigen Zeit.

Zu schade, dass es ein Einzelwerk ist - hätte die Geschichte um Morgane mehrere Teile - ich würde sie alle lesen! :)

Insgesamt ist es ein gefühlvoller Roman, mit Witz, Ironie und einem einnehmenden Charme, der mich als Leser sehr glücklich gemacht hat.
Ich fühlte mich wunderbar unterhalten und kann diesen Roman allen empfehlen, die Lust auf Meer, Freundschaft, Geheimnisse und die Tatsache, dass man die einzige Person ist, der gegenüber man Rechenschaft ablegen muss ist, empfehlen.

Veröffentlicht am 24.06.2018

Leben, lieben und lachen in der Bretagne

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Für mich hieß es mit diesem Buch, wieder meinen Weg in die zauberhaften Landschaften von Frankreich zu finden. Denn bevor die Autorin mich mit ihren liebevollen und detaillierten Beschreibungen beeindruckte, ...

Für mich hieß es mit diesem Buch, wieder meinen Weg in die zauberhaften Landschaften von Frankreich zu finden. Denn bevor die Autorin mich mit ihren liebevollen und detaillierten Beschreibungen beeindruckte, war Frankreich für mich nicht wirklich existierend bzw. beschränkte sich nur auf Paris.

Durch den Tod ihrer Tante, reisen wir mit unserer Hauptprotagonistin Morgane in die Bretagne, in der sie das Haus jener erben soll. Klingt vielleicht erstmal einfach, entpuppte sich aber wieder als emotionale und tiefsinnige Geschichte, die auch mal die Schattenseiten des Lebens zeigen konnte.

Das die Autorin Frankreich und seine Landschaften sehr schätzt, konnte ich aus jeden Satz heraus lesen. Die Beschreibung des Windes, des Wassers, der Leute, alles war so intensiv, das ich am liebsten sofort an diesen Ort gefahren wäre. Aber selbst beim Lesen, genoss ich es, mir alles gedanklich vor zu stellen. Dazu trug auch der Schreibstil bei, welcher mit Details nicht sparte und ein Grund ist, warum ich die Bücher der Autorin so gerne lese.

Die Geschichte selbst baute sich so nach und nach auf und wurde dabei immer intensiver. Teilweise genoss ich dies, teilweise stieß ich aber auch an meine Grenzen, da die Ansichten und Handlungen von Morgane nicht immer meinen entsprachen und ich ein paar Mal den Kopf schütteln musste, wenn mich etwas ärgerte.

Tatsächlich hätte es mir gereicht, zu erfahren was mit ihrer Tante geschah, als dann auch noch den Tod der Mutter genauer zu beleuchten. Hier möchte ich jedoch einwenden, das die Autorin einen privaten Trauerfall mit in die Geschichte einbaute, um ihn zu verarbeiten. Ich empfand dies als sehr mutig, muss aber trotzdem sagen, das es für diese Geschichte einfach zu viel war.

Überhaupt nicht zu viel waren die Mythen und Sagen aus dieser Ecke von Frankreich. Seien es Namen, Orte oder Gegenstände, die Bretagne hat eine viel Vielzahl von Legenden, welche teilweise ihren Weg ins Buch fanden und mir so manchen magischen Moment ermöglichten.

Wie schon bereits erwähnt, dreht sich die Geschichte um Morgane. Doch nicht um sie allein, denn Morgane hat so einiges auf zu arbeiten, sei es Beziehungs oder Familien-technisch. Dabei wirkt sie meist sehr stark, hat aber auch ihre schwachen Momente, wobei sie dadurch sehr lebendig wirkt.

Ihre Familie wirkt in der ganzen Geschichte sehr zerrüttet, was einem stets leid tut. Man versteht einfach nicht, weshalb Familienmitglieder so handeln, wie sie handeln. Doch dies legt sich am Ende, wo alles ausführlich aufgeklärt wird.

Wie Personen aus der Bretagne wirklich sind und ob sie tatsächlich so ihre Eigenarten besitzen, wie im Buch beschrieben, wird mir wohl ein Rätsel bleiben. Sie wirken sehr stark und tragen ihr Herz auf der Zunge, sind aber gleichzeitig auch distanziert und hart. Ein schwieriger Mix, der aber toll zur Geschichte passt.

Allgemein fand ich die Mischung der Personen toll. Die Beschreibungen wie sie ihr Leben in diesem Abschnitt von Frankreich lebten war spannend und zu gleich auch entspannend. Ihre Lebensart und ihr Art zu arbeiten war stellenweise sehr unterhaltsam und hätte mich, genau wie Morgane, wohl auch fertig gemacht. Der Unterschied zwischen uns Deutschen und ihnen wird schnell merkbar, wobei jeder seine Eigenarten hat.

Das Buch selbst, sieht sehr unscheinbar aus, mit seinen blauen und grauen Tönen. Die Schrift ist gut gewählt, hätte aber für meinen Geschmack, noch einen Hauch größer sein können. Trotz allem schaue ich es mir gerne an, da das benutzte Bild, zum Träumen einlädt.

Auch diesmal schaffte es die Autorin mich in ihren Bann zu ziehen. Die Geschichte war voller Höhen und Tiefen und fesselte ab der ersten Seiten. Die dazu gebotene Darstellung der Bretagne, sei es Landschaft oder die Leute, war ein Erlebnis für die Sinne und voller Emotionen.