Cover-Bild Am Ende des Seils
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: HarperCollins Paperback
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 21.11.2023
  • ISBN: 9783365004289
Birgit Zimmermann

Am Ende des Seils

Roman | Eine außergewöhnliche Frau und Bergsteigerin, die ihrer Zeit voraus ist

Liebe und Tod an der Eigernordwand – und eine außergewöhnliche Frau, die ihrer Zeit voraus ist

Oberbayern, 1936: Die junge Lehrerin Hedi hat die Leidenschaft fürs Bergsteigen von ihrem verstorbenen Vater geerbt. Zusammen mit ihm und den beiden Brüdern Thomas und Anderl, den Söhnen eines guten Freundes ihres Vaters, hat Hedi bereits viele Gipfel und Wände der Alpen bezwungen. 
Als sie eines Morgens in der Zeitung liest, dass eine natürlich ausschließlich männliche französische Seilschaft im Juli 1936 zum ersten Mal die Eigernordwand, die in Fachkreisen als das »letzte Problem der Alpen« bezeichnet wird, durchsteigen will, ist sie wie elektrisiert. Sie sieht die Chance, der Welt zu zeigen, dass eine Bergsteigerin nicht weniger kann als ihre männlichen Kollegen. Gemeinsam mit Anderl, Thomas und derem Bekannten Hias stellt sie sich der Herausforderung – doch nicht nur der Berg birgt viele Gefahren. Das politische Klima im Land ist angespannt, und als Hedi und Thomas sich endlich näherkommen, scheint ihr Glück nur von kurzer Dauer ...

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Venatrix in einem Regal.
  • Venatrix hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.12.2023

ein gelungener hist. Roman

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Die Eiger-Nordwand zählte bis in die 1930er-Jahre in alpinen Fachkreisen zum „letzten Problem der Alpen“, da es bis dahin keiner Seilschaft gelungen ist, die 1800 Meter hohe, schroffe, längste und anstrengendste ...

Die Eiger-Nordwand zählte bis in die 1930er-Jahre in alpinen Fachkreisen zum „letzten Problem der Alpen“, da es bis dahin keiner Seilschaft gelungen ist, die 1800 Meter hohe, schroffe, längste und anstrengendste Wand der Alpen zu durchsteigen. Dutzende Bergsteiger mussten, beim Versuch die Eigernordwand zu bezwingen, ihr Leben lassen. Erst 1938 wird es einer Viererseilschaft mit Andreas Heckmair, Heinrich Harrer, Ludwig Vörg und Fritz Kasparek gelingen, die Eigernordwand zu durchsteigen. Heute führen mehr als 30 Routen durch die nach wie vor anspruchsvolle Wand.

Genau vor diesem historischen Hintergrund spielt dieser historische Roman.

Klappentext:

Liebe und Tod an der Eigernordwand – und eine außergewöhnliche Frau, die ihrer Zeit voraus ist

Oberbayern, 1936: Die junge Lehrerin Hedi hat die Leidenschaft fürs Bergsteigen von ihrem verstorbenen Vater geerbt. Zusammen mit ihm und den beiden Brüdern Thomas und Anderl, den Söhnen eines guten Freundes ihres Vaters, hat Hedi bereits viele Gipfel und Wände der Alpen bezwungen.
Als sie eines Morgens in der Zeitung liest, dass eine natürlich ausschließlich männliche französische Seilschaft im Juli 1936 zum ersten Mal die Eigernordwand, die in Fachkreisen als das »letzte Problem der Alpen« bezeichnet wird, durchsteigen will, ist sie wie elektrisiert. Sie sieht die Chance, der Welt zu zeigen, dass eine Bergsteigerin nicht weniger kann als ihre männlichen Kollegen. Gemeinsam mit Anderl, Thomas und deren Bekannten Hias stellt sie sich der Herausforderung – doch nicht nur der Berg birgt viele Gefahren. Das politische Klima im Land ist angespannt, und als Hedi und Thomas sich endlich näherkommen, scheint ihr Glück nur von kurzer Dauer ...

Meine Meinung:

Das Buch liest sich recht flott und ein erinnert ein bisschen an die Bücher der NS-Literatur der 1930-er und 1940er-Jahre, in der das (männliche) Heldentum gefeiert wird. Allerdings mit einem Riesenunterschied: Hier ist eine Frau die Heldin, die sich nicht unterkriegen lässt und zunächst gemeinsam mit Freundinnen versucht, Widerstand gegen die totale Vereinnahmung von Vereinen durch das NS-Regime zu leisten. Geschickt wird hier die zunächst langsame Unterwanderung beschrieben, Einschleusen von Spitzeln inklusive.

Gut verpackt sind neben dem männlich dominierten Alpinismus das politische Klima mit den drohenden Gefahren für Homosexuelle und Andersdenkende. Auch die Schwierigkeiten, die ledige Mütter und deren Kinder zu erwarten haben, sind gut beschrieben.

Fazit:

Ein gelungener historischer Roman, dem ich gerne 4 Sterne gebe.

Veröffentlicht am 10.03.2024

Anders als erwartet

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„Frauen am Berg sind der Ruin des Alpinismus.“

Sowohl der Klappentext als auch die Historie der Eiger-Nordwand haben bei mir die Erwartung geschürt, dass Am Ende des Seils ein emotionaler und spannender ...

„Frauen am Berg sind der Ruin des Alpinismus.“

Sowohl der Klappentext als auch die Historie der Eiger-Nordwand haben bei mir die Erwartung geschürt, dass Am Ende des Seils ein emotionaler und spannender Roman sein wird. Zu Beginn hat mich das Buch auf jeden Fall gepackt & ich war sehr gespannt, welches Schicksal die Autorin für die Seilschaft gewählt hat und ob Hedis Unwille der Partei beizutreten Konsequenzen haben wird. Außerdem tauchen Namen auf, die historisch in Bezug zu der Unternehmung stehen, was mir gut gefallen hat!

Der Versuch „das letzte Problem der Alpen“ zu bezwingen, nimmt allerdings einen viel kleineren Teil der Handlung ein als ich gedacht hätte und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen hatten für mich weniger Tiefe als gehofft. Leider konnte ich zusätzlich die Verbindung von Hedi & Thomas nur wenig nachfühlen. Ich habe nicht verstanden, was die beiden ineinander sehen oder warum ich mitfiebern soll, ob sie ihn – der sie verlassen und sich kurzerhand mit der Tochter seines Chefs verlobt hat – zurückgewinnen kann.

Mit zunehmender Seitenzahl wurde es für mein Empfinden zudem zunehmend seichter, sodass es mich mehr an einen Heimatfilm erinnert hat, was gemessen an der politischen Lage, die das Geschehen begleitet – 1936 in Deutschland – auch dazu geführt hat, dass die Geschichte für mich zunehmend an Authentizität eingebüßt hat.

Der Versuch viele Themen und Arten von (Liebes-)Beziehungen unterzubringen hat für mich außerdem dazu geführt, dass vielversprechenden Strängen die Tiefe gefehlt hat. Und so verpuffen einige Szenen für mich, z. B. wenn es um Geschlechterrollen, Widerstand oder sogar Beteiligung, um sich und andere zu schützen, geht, obwohl einige Dialoge ohne Umschweife Absurditäten aufzeigen: „Sie haben die Altersgrenze des Gebärens ja noch lange nicht erreicht, deshalb stehen Ihre alpinen Ambitionen auch noch in keinem Gegensatz zur Mutterrolle.“

Das Bezwingen der Eiger-Nordwand hat eine spannende und dramatische Grundlage versprochen. Letztendlich wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt, dafür lässt sich die Geschichte aber angenehm lesen & hat mein Interesse an weiteren historischen Romanen geweckt!

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