Cover-Bild Die sieben Monde des Jakobus
8,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Diana
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Ersterscheinung: 23.04.2009
  • ISBN: 9783453354661
Brigitte Riebe

Die sieben Monde des Jakobus

Roman
Für die Katholikin Clara Weingarten wird das Leben im streng calvinistischen Genf Mitte des 16. Jahrhunderts zur Hölle. In einer Zeit der Kriege, Verfolgung und Inquisition scheint der Pilgerweg ins ferne Santiago de Compostela die letzte Zuflucht zu sein. Im Schutz der Dunkelheit brechen Clara und ihr kleiner Sohn auf.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Petra_Sch in einem Regal.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2023

Auf dem Jakobsweg - HB Rezension

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Svenja Pages gehört zu meinen Lieblingssprecherinnen und ich verbinde sie mit vielen schönen Büchern und auch hier hat mir ihre angenehme Stimme wieder ein tolles Hörerlebnis beschert.

Die sieben Monde ...

Svenja Pages gehört zu meinen Lieblingssprecherinnen und ich verbinde sie mit vielen schönen Büchern und auch hier hat mir ihre angenehme Stimme wieder ein tolles Hörerlebnis beschert.

Die sieben Monde des Jakobus ist die Fortsetzung der Straße der Sterne, allerdings spielt dieses Buch ein paar Jahrhunderte später, aber es gibt immer wieder Anspielungen auf die Vorgeschichte.

Die Geschichte beginnt in Genf, wo Clara und ihr Sohn bei ihrer Schwägerin leben. Ihr Mann ist verstorben und der Mann der Schwägerin hat die Druckerei übernommen. Er ist ein strenger Calvinist, Clara übt ihm Geheimen ihren Katholizismus aus. Nach einem schlimmen Vorfall flieht sie und begibt sich auf den Weg nach Santiago de Compostela. Unterwegs begegnen ihr weitere Pilger, mit denen sie gemeinsam reist und von denen wir auch immer einen Einblick in die Gedanken erhalten. Dann gibt es noch einen Erzählstrang, der in Lateinamerika spielt und erst recht spät erkennt man hier den Zusammenhang.

Wieder mal ein wunderbarer Roman, der mich gut unterhalten hat.


Veröffentlicht am 24.08.2025

Eintönige Reise nach Santiago

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Dieser zweite Teil der Jakobsweg-Saga von Brigitte Riebe ist ca 300 Jahre nach dem ersten Teil („Die Straße der Sterne“) angesiedelt. Er startet im calvinistischen Genf und endet (wieder) in Santiago de ...

Dieser zweite Teil der Jakobsweg-Saga von Brigitte Riebe ist ca 300 Jahre nach dem ersten Teil („Die Straße der Sterne“) angesiedelt. Er startet im calvinistischen Genf und endet (wieder) in Santiago de Compostela.
1563: Die Witwe Clara muss gemeinsam mit ihrem Sohn Jakob aus Genf fliehen. Sie entschließt sich zu einer Pilgerreise ans Grab des von ihr verehrten Heiligen. Dabei begegnen die beiden diversen Menschen, insbesondere dem Lautenspieler und Feuerspucker Bruno, den seine Vergangenheit nicht loslässt, und der jungen Camille, die nicht weiß, wer ihre Mutter war.
Daneben wird auch die Geschichte eines jungen Mannes aus Peru erzählt, der als Sohn einer Inka und eines Konquistadors von klein auf mit Anfeindungen zurechtkommen und um seine Identität ringen muss.

Dieser Roman hat mir weniger gut gefallen als sein Vorgänger. Anders als der Klappentext suggeriert spielt dessen Inhalt hier übrigens keine besonders große Rolle. Pilar und Blanca werden hin und wieder mal erwähnt, aber ohne Details über ihre Lebenswege. Erst ganz am Ende tut sich ein gewisser Zusammenhang auf. Dies hat immerhin den Vorteil, dass es keine Spoiler gibt und die beiden Bände unabhängig voneinander gelesen werden können.
Der historische Hintergrund (die Verfolgung von Hexen und „Ketzern“, die Stellung des Scharfrichters in der Gesellschaft, die Eroberung des Inkareiches durch die Spanier etc) wäre interessant und einige der Denk- und Verhaltensweisen, die hier portraitiert werden, regen zum Nachdenken an.
Die Handlung fließt jedoch weitgehend ohne besondere Höhepunkte dahin und ist im Wesentlichen vorhersehbar. Auch sind die Protagonist(inn)en eher langweilig und schablonenhaft gezeichnet. Trotz ihrer grundsätzlich ergreifenden Schicksale konnte ich keine Beziehung zu ihnen aufbauen, weshalb mich beispielsweise die (ohnehin wenig überraschenden) Enthüllungen aus Brunos und Camilles Vergangenheit nicht wirklich berührten.
Die einzige Ausnahme bildet Luis, dessen übersinnliche Fähigkeiten zwar unrealistisch wirken, der aber ein spannender Charakter ist. Die Schilderungen aus seiner Jugend in Peru bilden außerdem einen interessanten Kontrast zum frühneuzeitlichen Europa.
Alles in allem trotz des grundsätzlich interessanten Settings kein Buch, das man gelesen haben muss, sondern eher ein uninspirierter Abklatsch des Vorgängers. Vielleicht wollte die Autorin zu sehr an dessen Erfolg anknüpfen.