Als Feyi erfährt, dass ihre Großmutter in Deutschland verstorben ist, spürt sie nichts. Keine Trauer, keine Verbundenheit, nur die vage Erinnerung an ein altes Schwarz-Weiß-Foto. Doch dann hinterlässt ihr die Verstorbene ein Haus in Starnberg - und mit ihm eine Tür zu lange unbeantworteten Fragen.
Auf der Suche nach Antworten reist Feyi nach Deutschland, um das Haus zu sehen. Dort wird sie mit Geschichte, Verlust, familiären Konflikten und den letzten Gedanken einer Frau konfrontiert, die verzweifelt versucht, ihre schwindenden Erinnerungen festzuhalten.
Ein bewegender Roman über Familie und das unsichtbare Band zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
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Eine wirklich sehr berühende Geschichte, die aus zwei Erzählperspektiven erzählt wird. Die Tagebucheinträge haben mir zwischendurch wirklich Tränen bereichert. Feyi lernt ihre Wurzeln kennen und dadurch ...
Eine wirklich sehr berühende Geschichte, die aus zwei Erzählperspektiven erzählt wird. Die Tagebucheinträge haben mir zwischendurch wirklich Tränen bereichert. Feyi lernt ihre Wurzeln kennen und dadurch findet sie sich auch selbst. Desweiteren finde ich es auch gut, dass Demenz sehr gut dargestellt wird und man mal die Gedanken von so einer Person bekommt. Meistens erinnern sich die Menschen an ganz wichtige Sachen, die schon Ewigkeiten her sind, aber die neueren Sachen können sie sich meistens nicht merken.
Schade, dass das Ende ein wenig offen geblieben ist mit dem Vater, aber dennoch ist dieses Buch empfehlenswert!!
MEINE MEINUNG
So ganz nebenbei erfährt Feyi von ihrer Mutter, das die Großmutter in Deutschland gestorben ist. Feyi spürt keinerlei Trauer und auch bei ihrer Mutter kann sie die nicht feststellen.
Ihre ...
MEINE MEINUNG
So ganz nebenbei erfährt Feyi von ihrer Mutter, das die Großmutter in Deutschland gestorben ist. Feyi spürt keinerlei Trauer und auch bei ihrer Mutter kann sie die nicht feststellen.
Ihre Mutter war ja vor 30 Jahren nach Nigeria umgezogen und da haben sich wohl Mutter und Tochter entfremdet.
Als Feyi dann auch noch erfährt das die Großmutter ihr das Haus in Deutschland vererbt hat. Sie kennt weder das Land, noch kannte sie die Großmutter und so war die junge Frau erst einmal überfordert, was man gut verstehen kann. Doch dann entscheidet sie, nach Deutschland zu reisen um sich ihr Erbe anzuschauen und besser zu verstehen, warum alles so war, wie es eben war.
Bei lesen geht es einem so wie Feyi selbst, denn man liest, das die Großmutter krank war und ihr Gedächtnis langsam aber sicher immer mehr Erinnerungen verschluckte. Da hat die Großmutter ihre Erinnerungen, die noch da waren aufgeschrieben und genau das hat sie von der Tante bekommen.
Sie liest es langsam und immer der Situation entsprechend, was das ganze dann auch so emotional macht. Man kann die Großmutter verstehen und man leidet mit ihr. So versucht Feyi, eine Beziehung zu ihrer Großmutter aufzubauen. Das alles ist so ergriffen geschrieben, das man hier voll bei Feyi ist und die junge Frau bildlich vor sich hat, wie sie sich in die Texte vertieft.
Was man da zu lesen bekommt, hinter lässt bei uns Lesern auch Nachdenklichkeit, denn so etwas passiert ja immer häufiger und die Menschen werden dement. Ich möchte mir nicht vorstellen wie es ist, all die gelebten Erinnerungen zu verlieren. Genau darum geht es in diesem Buch und man spürt die Verzweiflung, die Angst und die Hilflosigkeit, die einen plötzlich im Griff hat.
Das ganze ist sehr traurig und sehr ergreifend und man denkt ganz anders über demente Menschen. Ich war hier zu keinem Moment gelangweilt, weil ich genauso wie Feyi versuchte die Großmutter und auch die Mutter zu verstehen.
Also von mir bekommt dieses Buch auf jeden Fall die vollen 5 Sterne, da mich das ganze sehr nachdenklich zurück gelassen hat.
Das Buch hat mich sofort neugierig gemacht. Der Titel des Buches gefällt mir sehr und auch das Cover ist interessant gestaltet.
In dem Buch geht es um Feyi, ihre Großmutter ist in Deutschland verstorben. ...
Das Buch hat mich sofort neugierig gemacht. Der Titel des Buches gefällt mir sehr und auch das Cover ist interessant gestaltet.
In dem Buch geht es um Feyi, ihre Großmutter ist in Deutschland verstorben. Doch wirklich Empfindungen hat sie dabei nichts. Keine Trauer, kein Verlust - nur eine vage Erinnerung. Doch ihre Großmutter hat ihr etwas hinterlassen. Ein Haus in Starnberg und Erinnerungen. Feyi schließt nach Deutschland zu reisen, für sich selbst aber auch für ihre Großmutter, ein altes schwarz/weiß Bild geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. In Deutschland trifft sie auf eine bewegende Familiengeschichte, alte Wunden und Briefe der Großmutter gegen das Vergessen....
Der Roman hat mich tief bewegt, die sensiblen Themen wurden toll angesprochen und ich habe mich beim Lesen wohlgefühlt. Feyi war ein sehr sympathischer Charaktere. Die Handlung war spannend und hat mir gut gefallen. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Nachdem mir das Buch „Die Körper, die sich bewegen“ des Autors so gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Insgesamt haben mir die Erzählung und der Schreibstil gut gefallen - ich ...
Nachdem mir das Buch „Die Körper, die sich bewegen“ des Autors so gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Insgesamt haben mir die Erzählung und der Schreibstil gut gefallen - ich denke nur, das etwas weniger große Themen und dafür eine etwas tiefere Auseinandersetzung der Geschichte gut getan hätten.
In dem Roman treffen wir auf Feyi - ein Mädchen mit einer deutschen Mutter und einem nigerianischen Vater - die mit nur wenig Kontakt zu ihrer deutschen Familie in Nigeria aufgewachsen ist. Als sie unerwarteter Weise das Haus ihrer Großmutter erbt, reist sie nach Deutschland und erfährt durch schriftliche Aufzeichnungen ihrer Oma mehr über ihr Leben und ihre Demenz.
Der Autor schreibt insgesamt sehr feinfühlig und versteht es, seine Gedanken in poetische Sprache zu übersetzen. Dadurch liest sich das Buch sehr gut und lässt einen oft nachdenklich zurück. Die Schilderungen der Demenz sowie die sehr natürlich eingeflochtenen kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Nigeria haben mir gut gefallen. Ebenso wie die Auseinandersetzung mit Feyis Familiengeschichte.
Darüber hinaus hatte ich aber den Eindruck, dass der Autor ganz viele Themen hatte, die er gerne unterbringen wollte, die es nicht unbedingt gebraucht hätte, um die Geschichte zu stützen. Das Ende ist literarische sehr gut gelungen, hat für meinen persönlichen Geschmack aber noch zu viele Fragen offen gelassen.