Cover-Bild Sein Wort auf den Lippen
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23,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hänssler
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 25.11.2025
  • ISBN: 9783775162456
Claudia Dahinden

Sein Wort auf den Lippen

Nidau, 1897. Durch Zufall entdeckt Charlotte ein lang gehütetes Geheimnis über ihre Herkunft, das sie zutiefst erschüttert. Bei einem Besuch in Bern sucht sie Zuflucht in einer Kirche – und findet Gott, eine Heimat, die sie nie erwartet hätte. Begeistert von der Bibel und inspiriert von der Heilsarmee kann sie nicht schweigen, besonders als sie die Not um sich herum sieht. Doch damit stößt sie auf großen Widerstand, vor allem in ihren eigenen Reihen. Charlotte muss sich entscheiden, wem sie folgen will: Gott und dem, was er ihr aufs Herz gelegt hat, oder den Glaubensgeschwistern, die sie davon abhalten wollen.
Ein Roman der Bestsellerautorin Claudia Dahinden (»Die Uhrmacherin«-Reihe) vor dem Hintergrund der Schweizer Erweckungsbewegung über eine Frau, die ihre Stimme findet, um von dem zu erzählen, der ihrem Leben Sinn gab.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2025

Die Arbeit der Erweckung in der Schweiz

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In diesem Buch nimmt die Autorin ihre Leser mit auf eine Reise in ihre Heimat, die Schweiz. Claudia Dahinden erzählt eine berührende und eindrucksvolle Geschichte rund um die Entstehung der Heilserweckung ...

In diesem Buch nimmt die Autorin ihre Leser mit auf eine Reise in ihre Heimat, die Schweiz. Claudia Dahinden erzählt eine berührende und eindrucksvolle Geschichte rund um die Entstehung der Heilserweckung – und zeigt dabei, was es bedeutet, mit Leidenschaft und Hingabe für den Glauben zu leben. Der Schreibstil ist angenehm leicht zu lesen und zugleich fesselnd. Die Geschichte war für mich sehr bildhaft dargestellt und weckte den Wunsch, die Schweiz – insbesondere Bern – einmal selbst zu besuchen.

Im Mittelpunkt steht Charlotte. Kurz nach ihrem Geburtstag erfährt sie etwas, das eigentlich nicht für ihre Ohren bestimmt war. Als sich die Gelegenheit ergibt, ihren Patenonkel in Bern zu besuchen, ergreift sie die Chance. Dort eröffnet sich ihr eine ganz neue Welt. Sie findet zu Gott – und begegnet einer Art von Liebe, die ihr bisher völlig fremd war. Bei und mit Gott fühlt sie sich zum ersten Mal verstanden und angenommen – genauso, wie sie ist: Genug.

Ich finde, Claudia Dahinden ist es sehr gut gelungen, die Atmosphäre in den damaligen Entstehungsgemeinden lebendig und authentisch wiederzugeben. Dabei habe ich Parallelen zu manchen konservativen Gemeinden von heute erkannt. Besonders schön fand ich, dass der Glaube im Buch eine zentrale Rolle spielt, ohne dabei aufdringlich oder missionarisch zu wirken. Stattdessen ist er informativ und einfühlsam in die Handlung eingebettet.

Auch die Rolle der Frau in der damaligen Zeit wird thematisiert – Frauen hatten in den Gemeinden kein Mitspracherecht und durften nicht predigen. Der Gedanke, dass Frauen predigen können oder sollten, ist für mich persönlich ungewohnt, da ich anders geprägt bin. Dennoch mochte ich es, dass die Hauptfigur für ihren Glauben brannte und den Wunsch hatte, ihn mit anderen zu teilen – unabhängig vom Gesellschaftsstand.

Ein starkes Buch, das ich mit großer Freude gelesen habe und von Herzen gern weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Gewollt, geliebt und gesendet!

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Wir befinden uns in der schönen Schweiz in Nidau im Jahr 1897. Die Schweiz war damals schon eine Demokratie und somit schon ein exotisches Land mitten in Europa und so leben auch ihre Bewohner ein wenig ...

Wir befinden uns in der schönen Schweiz in Nidau im Jahr 1897. Die Schweiz war damals schon eine Demokratie und somit schon ein exotisches Land mitten in Europa und so leben auch ihre Bewohner ein wenig anders. Die junge Charlotte, eine von zwei Schwestern einer wohlhabenden und privilegierten Familie, feiert heute ihren zwanzigsten Geburtstag und ihre gestrenge Mutter ist mehr als bestrebt ihre für ihr Empfinden nicht sehr attraktive Tochter schnellstens unter die Haube zu bringen. Doch Charlotte sind solchen gesellschaftlichen Anlässe einerlei und sie müht sich durch den Abend. Zu allem Überfluss kommt sie an diesem Abend einem Familiengeheimnis auf die Spur, welches ihre Herkunft betrifft und dass sie in ihren Grundfesten erschüttert. Nun versteht sie auch, warum sie sich in dieser Familie noch nie zugehörig gefühlt hat und fühlt sich nicht mehr in der Lage länger in der herrschaftlichen "Familienvilla" zu bleiben.

Sie macht sich auf zu ihrem Götti nach Bern, der nach einem aus ganz bestimmten Gründen längeren Auslandsaufenthalt wieder in seine Heimat in die Schweiz zurückgekehrt ist. Ihr Götti war der beste Freund ihres Vaters und arbeitet als Geologe an der Universität in Bern. Doch auch dort kommt sie mit ihren Nachforschungen nicht weit und bei einem ihrer verzweifelten Spaziergänge durch die Stadt landet sie in einer kleinen Kirche und findet etwas mit dem sie so gar nicht gerechnet hat, nämlich Gott. In Gott und seinem Wort findet sie Trost und Zuspruch und ihre Seele kommt immer mehr zur Ruhe und bei den gläubigen Menschen, ganz besonders der jungen Aimee, dieser Kirche findet sie Annahme, gelebte Liebe und eine Heimat.

Da Charlotte einen wachen Geist hat, nimmt sie mit Begeisterung an den angebotenen Bibelstunden teil und ist dankbar, dass sie dank ihres Göttis weiter in Bern bleiben kann. Sie macht Bekanntschaft mit der Heilsarmee und der dort gelebte Glaube, der sich von dem ihrer kleinen Gemeinschaft doch unterscheidet, zieht sie aus noch unerfindlichen Gründen an, denn Charlotte wächst nicht nur in ihrem Glauben und entdeckt auch ihre von Gott geschenkten Gaben wieder. Sie hat auch ein waches Auge auf die Not in der Stadt und will ihren Glauben umsetzen, den Menschen in Not helfen und ihnen vor allem das Wort Gottes bringen, damit sie die gleiche Freiheit, Liebe und Annahme erfahren, die sie auch erfahren hat. Ganz besonders rührt sie die Not der vielen Frauen, die in der Prostitution leben und sie macht eine ganz besondere Bekanntschaft, die ihr Leben auf eine Weise verändern wird, die sie sich noch nicht vorstellen kann.

Jedoch stößt Charlottes Engagement nicht bei allen auf die gewünschte Resonanz. Sie erfährt sehr viel Widerstand aus ihrer eigenen Kirche und ihre anfängliche romantische Beziehung mit Peter, einem der Jungpastoren, zerbricht und Charlotte erfährt ihre erste heftige Glaubenskrise. Doch die Stimme, die Gott in ihr erweckt hat, ist nicht zum Schweigen zu bringen und Charlotte will nicht aufhören, den Menschen von IHM zu erzählen.....

Claudia Dahinden hat einen ganz besonderen, leisen und doch spannenden historischen Roman geschrieben und nimmt den Leser auf eine so anschauliche Art und Weise mit in die Anfänge der Schweizer Erweckungsbewegung in der Heilsarmee, dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte. Auf eine so feine Art schildert sie die Entwicklung der Protagonisten und bringt ein sehr kontrovers diskutiertes theologisches Thema zur Sprache. Ich war begeistert über die Entwicklung von Charlotte und wie fein sie gespürt hat, was Gott von ihr möchte und was ihre Berufung ist, die sich nicht durch religiöse Bestimmungen einiger bestimmter Denominationen unterdrücken lässt. Nicht wenn man Gott mehr gehorchen möchte als den Menschen. Mir hat diese besondere Geschichte sehr gut gefallen und dieses Buch darf auf jeden Fall bei mir wohnen bleiben und es wird auch nicht das letzte Buch dieser Autorin gewesen sein.

Sehr lesenswert!

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Veröffentlicht am 05.06.2025

intensiv und spannend

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Intensiv, spannend und wortgewaltig führt Claudia Dahinden mit ihrem Roman "Sein Wort auf den Lippen" durch die Geschichte von Charlotte und geht dabei auf viele spannende Themen ein.

Nicht nur, dass ...

Intensiv, spannend und wortgewaltig führt Claudia Dahinden mit ihrem Roman "Sein Wort auf den Lippen" durch die Geschichte von Charlotte und geht dabei auf viele spannende Themen ein.

Nicht nur, dass Charlotte auf der Suche nach Antworten bzgl. ihrer Herkunft ist, gibt es hier noch die Zerrissenheit eines Herzens, das gerade Gott gefunden hat, sich für ihn einsetzten möchte und dem Grenzen gesetzt werden.

Ich fand es unfassbar interessant zu sehen, wie Charlotte sich entwickelt, fand es toll, dass der Glaube eine große Rolle spielt, auch wenn ich persönlich über einen theologischen Aspekt der Geschichte, den ich anders sehe, regelmäßig gestolpert bin.
Nichtsdestotrotz fand ich es hochspannend zu sehen, wie ein junger Mensch für Gott brennt, sich einsetzen möchte, Bibelworte in sich aufsaugt, anderen Menschen von Jesus erzählen will und bereit ist, den dafür geforderten Preis zu bezahlen.

Dazu kommt, dass die Charaktere wirklich gut ausgearbeitet sind und die Geschichte humorvoll, fast schon keck, sehr fröhlich und doch an den nötigen Stellen mit tiefem Ernst erzählt wird.
Ich fand es toll, wie sich sowohl Charlotte als auch Aimée entwickelt haben und über sich hinausgewachsen sind. Dieser Roman entfaltet sich langsam, dafür aber sehr intensiv und hinterlässt durch die Einblicke in die Strukturen und Hintergründe der Heilsarmee bleibenden Eindruck.
Glaube und praktische Hilfe gehen dort Hand in Hand und davon haben wir alle zu lernen, unabhängig davon, ob wir die gleichen Glaubenssätze haben oder manches evtl. anders sehen. Die Liebe zu anderen Personen, der Einsatz für Menschen am Rande der Gesellschaft und das Feuer für Gott haben mich stark beeindruckt.

Dieses Buch lässt sich leicht lesen, ich konnte es kaum aus der Hand legen und habe mitgelebt, mitgelacht und mitgelitten.

"Sein Wort auf den Lippen" ist somit ein intensiver Roman, der dazu ermutigt, auf Gottes Stimme zu hören und ihm mehr zu gehorchen als den Menschen.