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10,99
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT E-Book
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 17.11.2017
  • ISBN: 9783644401761
Daniel Suarez

Bios

Cornelia Holfelder-von der Tann (Übersetzer)

Das Wild, das du jagst: Du bist es selbstIm Jahr 2045 ist das Zeitalter der Technik Geschichte; die biologische Moderne ist angebrochen. Algen und Pilze bauen Autogehäuse, die Boomstädte Asiens werden nachts von Leuchtbäumen erhellt. Auch vor dem menschlichen Körper macht die Bio-Revolution nicht halt. Jeder will hochgezüchtete Designer-Babys, ob legal oder nicht. Die Zeche zahlen andere.Kenneth Durand leitet bei Interpol den Kampf gegen diese Genkriminalität. Und ein Mann steht dabei im Fadenkreuz: Marcus Demang Wyckes, Kopf eines so mächtigen wie skrupellosen Kartells. Eines Tages erwacht Durand aus dem Koma. Man hat ihn entführt. Er sieht anders aus. Seine DNA ist verändert. Er ist Marcus Demang Wyckes. Der Mann, der weltweit gesucht wird.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2018

Hoher Unterhaltungswert, tolle Szenerie, viel Stoff zum Nachdenken

1

Ein DNA-Kriminologe im Körper des Feindes, auf der Flucht sowohl vor Gesetzesbrechern als auch -hütern, auf der Suche nach Aufklärung und Wiedergutmachung. Verpackt in einem innovativen, überzeugenden, ...

Ein DNA-Kriminologe im Körper des Feindes, auf der Flucht sowohl vor Gesetzesbrechern als auch -hütern, auf der Suche nach Aufklärung und Wiedergutmachung. Verpackt in einem innovativen, überzeugenden, erschreckenderweise auch ziemlich glaubwürdigen Nahe-Zukunft-Szenario.

Hauptfigur Kenneth Durand, aus dessen Sicht die meisten Situationen dargestellt werden, wirkt durch seine Wertvorstellungen und seine süße Familie sympathisch. Durch eine weitreichendere Darstellung innerer Kämpfe und Gedankengänge während bestimmter Vorhaben hätte man noch etwas mehr Tiefe verleihen können, was aber Geschmackssache und Meckern auf hohem Niveau ist. Zum Mitfiebern hat es für mich allemal gereicht.
In den Nebenrollen empfand ich Aiyana Marcotte und Bryan Frey als starke Charaktere.
Ich gebe anderen Rezensenten darin Recht, dass die wenigen Gegenspieler Erinnerungen an James-Bond-Filme wecken.

Der Weltenbau ist komplex und überzeugend. Suarez beleuchtet nicht nur auf anschauliche und einprägsame Weise neuartige technische Möglichkeiten, sondern zeigt auch bildhaft auf, wie sich Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft usw. in 30 Jahren verändert haben könnten. Das wirkt stimmig und zeugt von guter Recherche. Das i-Tüpfelchen wäre es gewesen, noch mehr solcher Entwicklungen als für die Storyentwicklung elementare Bestandteile zu etabilieren. So hat man aber immerhin ein belebtes Kopfkino: Selbst wenn man an der Seite einer Figur zu Fuß durch den Dschungel stapft, wird durch die Anreicherung mit Details doch stets vergegenwärtigt, dass man sich in einem futuristischen Thriller befindet.
Geneigte Leser können Bezüge zu bereits bestehenden Missständen und Gesellschaftskritik herauslesen.

Während der Flucht im Mittelteil schleichen sich ein paar Längen ein.
Manche Entwicklungen hatte ich vorausgeahnt, wurde aber auch stellenweise überrascht.
Einige Szenen sind sehr abenteuerlich, action-lastig, kurzweilig, sodass der Verdacht naheliegt, man habe die Verfilmung im Blick. Ich finde das gar nicht schlecht, denn ich mag es, bei düsterer Grundstimmung mal zu lachen und aufgelockert zu werden (Beispiel: Hai).
Charmant fand ich z. B. auch die Frage, ob man einer Künstlichen Intelligenz danken solle. Zitat: „Wir sprechen uns wieder, wenn Ihre Maschinen gekränkt klingen, weil Sie etwas nicht kaufen wollen.“

Die intensivsten Szenen, die gleichzeitig auch Erschütterung ausgelöst haben und besonders im Gedächtnis nachhallen, sind für mich diejenigen in den Genlaboren und Präsentationsräumen.
Der Roman regt dazu an, über differenzierte Reglementierung in der Genforschung und -editierung, Überwachung und hieraus folgende Konsequenzen (Chancen und insbesondere Risiken) nachzudenken, angefangen bei Pflanzen, beim Einsatz in der industriellen Herstellung, über Tiere bis hin zu Menschen, wobei das Streben nach Glück, Komfort, Normal-sein (Stichwort Gendefekt, Erbkrankheit), Besser-sein, Moral, Macht, Wirtschaftsinteressen eine Rolle spielen.

Meine durch den Klappentext hohen Erwartungen wurden erfüllt. Ein Roman, wie ich ihn mag. Über weite Strecken anspruchsvoll und intelligent, dabei noch so flüssig zu lesen und so unterhaltsam, dass es nicht anstrengend wirkt. Wenn ich - so wie hier – obendrein etwas dazulerne, zum Nachdenken angeregt werde und nachhaltige Eindrücke mitnehme, ist mir das auch bei ein paar Kritikpunkten im Ergebnis noch fünf Sterne wert. Ich habe mir mit DAEMON: Die Welt ist nur ein Spiel (Die DAEMON-Romane 1) nun meinen zweiten Suarez-Roman gekauft.

Veröffentlicht am 18.04.2020

Spannender Science-Fiction über Gen-Editing im Jahr 2045

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Kenneth Durand leitet 2045 bei Interpol den Kampf gegen Genkriminalität. Bei einem Briefing werden er und sein Team um Mithilfe beim Kampf gegen ein skrupelloses Kartell gebeten: die Huli jing entwickeln ...

Kenneth Durand leitet 2045 bei Interpol den Kampf gegen Genkriminalität. Bei einem Briefing werden er und sein Team um Mithilfe beim Kampf gegen ein skrupelloses Kartell gebeten: die Huli jing entwickeln neue, un-ethische Methoden der Gen-Optimierung, an ihrer Spitze Marcus Wyckes. Als Durand am Nachmittag nach Hause möchte, um den Geburtstag seiner Tochter zusammen mit seiner Frau zu feiern, gerät sein Leben aus den Fugen: das autonome Auto hat eine merkwürdige Störung, auf dem Weg zu Fuß zur U-Bahn-Haltestelle wird er angerempelt und verspürt einen merkwürdigen Stich. Er bricht zusammen, kann kaum noch atmen, wird von Sanitätern abtransportiert. Als er im Krankenhaus wieder zu sich kommt, hat er unsägliche Schmerzen. Doch das ist nichts gegen den Schock, als er in den Spiegel blickt: sein Körper sieht aus wie der von Marcus Wyckes! Selbst seine Kollegen erkennen ihn nicht mehr wieder, freuen sich, den vermeintlichen Verbrecher geschnappt zu haben. Durand gelingt die Flucht, doch er will nicht nur seinen mächtigen Gegner vernichten, er will auch sein altes Leben, seine alte Identität zurück. Ein abenteuerlicher Wettlauf beginnt...

Meine Meinung: WOW, was für ein spannendes Buch! Die Welt von 2045 ist anders als unsere heutige, die Technik hat viele Fortschritte gemacht. Aber man erkennt sie immer noch wieder. Die Geschichte ist atemlos spannend und mit vielen überraschenden Wendungen. Man verfolgt die Reise von Durand auf der Suche nach seinem wahren Ich und kann das Buch dabei kaum aus der Hand legen. Daher vergebe ich sehr gerne fünf von fünf Sternen. 

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Veröffentlicht am 09.03.2020

Spannender Zukunfts-Thriller

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Die neueren Bücher von Daniel Suarez haben ja immer einen interessanten Wissenschaftsansatz, wie sich der aktuelle Wisschenschaftsstand eventuell entwickeln könnte. So auch in "Bios" in dem es um Genmanipulation ...

Die neueren Bücher von Daniel Suarez haben ja immer einen interessanten Wissenschaftsansatz, wie sich der aktuelle Wisschenschaftsstand eventuell entwickeln könnte. So auch in "Bios" in dem es um Genmanipulation von Embrionen oder gar von ganzen Menschen.
Wir lernen als Leser Kenneth Durant kennen der bei Interpol arbeitet und gegen Gen-Kriminalität vorgeht, und sich so gegen ein mächtiges Kartell anlegt.
Durch ein missglückten Mordversuch seitens des Kartells, "verwandelt" sich der Polizist in den Boss des Kartels. Quasi seine komplette DNA wird neu umgeschrieben, so dass er vom Aussehen her genauso aussieht wie der Kartelloberste.
Von seiten Interpols und der Polizei wird nun Durant gejagt, weil sie ihn ja für den anderen halten. Und Durant macht sich seinerseits auf die Suche nach dem Gegenmittel bzw. der Kartellzentrale um diese Metamorphose rückgängig zu machen.
An der Gesamtgeschichte fand ich faszinieren, in welche Richtung unsere Gesellschaft sich vielleicht entwickeln wird und auch wie sich die Technik generell weiter entwickelt. Handys werden wahrscheinlich komplett abgelöst durch Screens innerhalb von Brillen, Bezahlung fast ausschließlich nur noch durch Cryptowährungen und Fortbewegung nur durch autonome Fahrzeuge.

Wenn man schon so einige Bücher von Daniel Suarez gelesen hat, merkt man dass die Handlung einem gewissen Schema folgt, dennoch wird es so spannend beschrieben, dass das Buch schwer wegzulegen ist.
In der Hörbuchversion hat mir besonders der Sprecher Uve Teschner gefallen. Er hat die einzelnen Charaktere sehr gut rüber gebracht, besonders wenn sie mit einem Akzent gesprochen haben.

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