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Veröffentlicht am 30.07.2021

Lass dich nicht unterkriegen

Bevor ich dich sah
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"Bevor ich dich sah" von Emily Houghton erzählt die Geschichte von Alice und Alfie die sich im Krankenhaus kennen lernen. Beide landen im selben Zimmer auf der Reha-Abteilung wo sich sich von ihren jeweiligen ...

"Bevor ich dich sah" von Emily Houghton erzählt die Geschichte von Alice und Alfie die sich im Krankenhaus kennen lernen. Beide landen im selben Zimmer auf der Reha-Abteilung wo sich sich von ihren jeweiligen Unfällen erholen müssen.
Alfie hatte einen Autounfall, Alice wurde bei einem Feuer verletzt.
Der Clou an der Sache ist, obwohl sie Bettnachbarn sind, trennt sie lange Zeit ein Vorhang, der ihnen Privatsphäre geben soll. Dennoch nutzen sie die Zeit sich nach einer Weile anzufreunden und nächtliche Gespräche zu führen.
Alfie wird dabei nach außen hin als ein lebensfroher, gut gelaunter Mann dargestellt, der dennoch seine eigenen Dämonen bekämpfen muss. Dass zeigt sich nicht nur durch seine nächtlichen Albträume, sondern auch dadurch dass er das Unfall-Traumata noch nicht wirklich überwunden hat. Auch im späteren Verlauf zum Ende hin muss er immer wieder mit sich selbst kämpfen.
Alice dagegen wird von einem Workaholic zu einem Einsiedlerin, da sie durch das Feuer so schwer verletzt wurde, dass mehrere Hauttransplantationen nötig waren, besonders in ihrem Gesicht.
Hauptsächlich spielt sich die Geschichte in dem Krankenzimmer bzw. der Krankenstation der beiden ab. Die Mitpatienten im Zimmer geben der Geschichte noch etwas mehr Realität und sorgen das ein oder andere Mal für eine lockere Unterbrechung der doch sonst ernsten Umgebung.
Emotional hat mich die Geschichte auf jedenfall sehr mitgenommen, sodass ich an manchen Stellen nur noch heulend versucht habe zu lesen.
Ich fand sehr realistisch dargestellt, wie die Charaktere mit ihrer neuen Lebensituation klar kommen und sich arrangieren. In dem Roman steckt viel Hoffnung und Zuversicht drin, aber es zeigt auch, dass es sich lohnt hinter die Fassade eines Menschen zu schauen, denn dort kann es unter Umständen doch sehr düster aussehen.
Was mir etwas gefehlt hat, war so ein bisschen die Romanze zwischen Alice und Alfie selbst, für mich wurde nicht so klar, was sie nun an dem jeweils anderen toll finden und warum sie sich verliebt haben, dennoch am Gesamtleseerlebnis ist das nur eine Kleinigkeit.
Wobei das Buch selbst dann doch etwas abrubt endet, es gibt zwar auf der Homepage des Verlages noch einen Epilog, aber ich hätte es besser gefunden, wenn der direkt im Buch gewesen wäre.

Das Buch durfte ich im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks lesen. Vielen Dank an Heyne und Lovelybooks für das Leseexemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.07.2021

Wow, packender Start der Reihe

Gypsy King
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Wow, was für ein Buch. Super fesselnd geschrieben, besonders wenn ich bedenke, dass ich eigentlich so gar nichts mit MC-Romances am Hut habe.
Daher war ich auch eine lange Zeit skeptisch, ob ich das Buch ...

Wow, was für ein Buch. Super fesselnd geschrieben, besonders wenn ich bedenke, dass ich eigentlich so gar nichts mit MC-Romances am Hut habe.
Daher war ich auch eine lange Zeit skeptisch, ob ich das Buch lesen will/möchte, aber ich bin froh, dass ich es getan habe. Devney Perry hat hier eine tolle Geschichte geschrieben, die um einer Motorradclub handelt, aber eigentlich doch nicht mehr, weil er sich aufgelöst hatte.
Zudem gibt es einen spannenden Mordfall den es aufzuklären gilt.
Bryce ist Journalistin für die örtliche Zeitung und schon lange auf der Suche nach einer guten Story über den Biker-Club. Dass der sich vor einiger Zeit aufgelöst hat, ist natürlich etwas hinderlich, als dann ein Mord geschieht und alle Zeichen auf den ehemaligen Anführer zeigen, ist sie natürlich sofort Feuer und Flamme dem auf dem Grund zu gehen und auch endlich ihre Story zu schreiben.
Tja und dort trifft sie auf Dash dem Sohn und die beiden geraten aneinander. Zum Einen will Dash seine Familie (leibliche und die MC-Familie) schützen, zum Anderen gibt es da noch eine Anziehungskraft zu Bryce die nicht zu verachten ist.
Somit wird die Geschichte von dem Buch nicht nur durch die Geschichte und Annäherung zwischen Bryce und Dash getragen, sondern auch um die Frage, wer hat den Mord begangen.

Also für mich als Einstieg in dieses Genre war das Buch super, nicht zu dunkel, nicht zu machohafte Männer und keine große Waffengewalt, wie ich es erwartet hatte.
Die Seiten sind beim Lesen nur so weggeflogen, so gut hat es sich weggelesen.
Ich bin auf jedenfall schon gespannt auf die weiteren Bücher, denn es waren einige interessante Seitencharaktere dabei, die dann auch noch ihre Geschichten bekommen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.06.2021

Twilight und doch soviel mehr

Biss zur Mitternachtssonne (Bella und Edward 5)
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Was hab ich mich letztes Jahr gefreut, als Midnight Sun von Stephenie Meyer angekündigt wurde. Endlich die Geschichte von Twilight aus Edwards Sicht.
Und der Einstieg war auch gut gelungen, nur irgendwie ...

Was hab ich mich letztes Jahr gefreut, als Midnight Sun von Stephenie Meyer angekündigt wurde. Endlich die Geschichte von Twilight aus Edwards Sicht.
Und der Einstieg war auch gut gelungen, nur irgendwie musste ich zwischenzeitlich eine Pause von dem Buch einlegen, weil mir Edward "zu viel" denkt.
Die Passagen, die nur in seinem Kopf stattfinden sind einerseits faszinierend, andererseites manchmal auch etwas langatmig. Daher bin ich nach einer Weile auch zum Hörbuch gewechselt, damit ich der Geschichte zuhören konnte, aber noch andere Sachen erledigen. Wobei hier der Hörbuch-Sprecher auch eine tolle Arbeit geliefert hat, zwischen den Gesprächen und dem internen Monolog zu wechseln und teilweise die Verzweiflung von Edward gut rübergebracht.

Ich finde die Geschichte bietet aus Edwards Sicht nochmal eine ganz neue Perspektive besonders auf die Cullen Familienmitglieder, das wieso, weshalb warum sie so sind wie sie sind, ihre Motivationen und auch ihrer Charaktere werden deutlicher, als es durch Bellas Sicht je rüber gekommen ist.
Auch fand ich im späteren Verlauf interessant, was quasi alles "hinter den Kulissen" abgegangen ist, während Bella sich in die Fänge von James begeben hat. Wie die Jagd stattgefunden hat, wie Edward mit sich selbst gekämpft hat, um Bella ja nicht zu schaden.
Alles in allem eine tolle Ergänzung zu der eigentlichen Twilight-Reihe.

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.06.2021

Etwas flach

Our Second Chance
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Einige Bücher von Penelope Ward sind noch auf meinem zu lesen Stapel, so auch bis vor einem Monat "The Day he came back". Das Buch hatte ich zwar schon eine Weile, aber wie es immer so ist, man muss in ...

Einige Bücher von Penelope Ward sind noch auf meinem zu lesen Stapel, so auch bis vor einem Monat "The Day he came back". Das Buch hatte ich zwar schon eine Weile, aber wie es immer so ist, man muss in der richtigen Stimmung sein.
So auch hier, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob ich wirklich in der richtigen Stimmung war. Second-Chance Romances sind normalerweise wirklich was, was ich gern lese. Aber hier irgendwie konnten mich die Protagonisten Raven und Gavin nicht so sehr von ihren Gefühlen überzeugen.
Das Buch ist in zwei Teile geteilt, der erste Teil spielt in der Vergangenheit 10 Jahre früher, wo Gavin grad frisch aufs College geht, und Raven ihrer Mutter hilft, da diese im Haus von Gavins Eltern angestellt ist.
Natürlich fühlen sich die beiden irgendwie angezogen, besonders, da Gavins Mutter scheinbar Gavin den Umgang mit Raven verbietet, weil sie "unter seinem Stand ist". Somit bewegt sich der Leser quasi auf die Trennung zu, schließlich müssen die beiden sich ja mit einem Bäng trennen, damit sie in der Zukunft im zweiten Teil wieder zusammen kommen können.
Leider hatte ich oft aber das Gefühl, als wenn die Geschichte nur so dahinplätschert. Manchmal fand ich die Episoden die emotional sein sollten, dann doch etwas oberflächlich abgehandelt oder nur kurz gesagt, das jemand sich schlecht fühlt, aber weniger gezeigt.
Das Wiedersehen war ganz gut dargestellt, nur als dann noch Gavis Verlobt auftauchte, war es etwas zu viel des Guten. Irgendwie hat sie nicht wirklich was zur Geschichte beigetragen, außer halt für eventuellen Konflikt bzw. ein Hinderniss dargestellt, warum die beiden erstmal nicht zusammen sein können. Zum Glück kam es nicht dazu, das Gavin seine Verlobte mit Raven betrügt, ich glaube, das hätte das Fass zum Überlaufen gebracht.
Es war eine gute Geschichte, die auch einen gwissen Urlaubscharme entwickelt hat. Nur etwas flache Darstellung.

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Veröffentlicht am 08.06.2021

Ganz toller Roman

Strong Soul
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Die Geschichte von August und Iris war der Wahnsinn. Obwohl es sich für mich mehr angefühlt hat, als wenn es Iris' Geschichte ist, und ihre Reise einer schrecklichen Situation zu entkommen und daran zu ...

Die Geschichte von August und Iris war der Wahnsinn. Obwohl es sich für mich mehr angefühlt hat, als wenn es Iris' Geschichte ist, und ihre Reise einer schrecklichen Situation zu entkommen und daran zu wachsen.
August ist ein Basketballspieler, der seine erste Saison in der NBA antritt, als er Iris in einer Bar trifft. Die Chemie zwischen den beiden ist definitiv da und sie fühlen sich auch angezogen von dem anderen, halten sie sich beide zurück, denn Iris hat einen festen Freund. Und nicht nur einen Freund, denn er ist der quasi "Feind" von August auf dem Basketballfeld.
Als Leser konnte ich nun aus nächster Nähe mitverfolgen, wie sich Iris' Leben, voller Träume nach dem College in einen Albtraum verwandelt.
Während ich das Buch gelesen habe, hatte ich aus irgendeinem Grund das Lied "Fairytale gone bad" im Ohr, und irgendwie ist es auch passend, besonders wenn man sieht, was Iris passiert.
Sie steckt in einer scheinbar aussichtslosen Situation fest mit einem Freund fest, der sie missbraucht. Den Warnhinweis auf dem Klappentext sollte man wirklich wahrnehmen, denn es ist teilweise nichts für zarte Gemüter. Ich hab mich immer wieder gefragt, wie sie nun fliehen will, welchen Schmerz wird sie noch aushalten müssen, bevor sie endlich frei sein kann.
Die Beschreibung dieser Reise / dieses Prozesses war sehr anschaulich und mitreißend beschrieben, dass es fast unmöglich war, das Buch aus der Hand zu legen.
Und selbst wenn ich es weggelegt hatte, war die Geschichte immer noch in meinen Gedanken, dass ich immer wieder verschiedene Szenarien durchgegangen bin, was als nächstes passiert und wie es wohl enden könnte.
Als sie es endlich geschafft hat, sich von den den Fesseln zu lösen, hat sie ihren sicheren Hafen in August gefunden, der als ihr Anker agiert, sie unterstützt in ihren Entscheidungen und für sie und ihre Familie da ist. Das war immer wieder toll zu sehen.
Wie schon gesagt, die Chemie zwischen den beiden stimmte einfach und ich hab mich natürlich wahnsinnig gefreut, dass sie schlussendlich zusammen gekommen sind.
Vom Schreibstil her, fand ich es sehr anschaulich, packend und es hat sich gut weggelesen, auch wenn ich wahrscheinlich nicht alle Basketball Referenzen verstanden habe.

  • Cover
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  • Handlung
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