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Veröffentlicht am 19.04.2021

Endlich die Geschichte von Becca und Nate

The Brooklyn Years - Wovon wir träumen
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Auf die Geschichte von "Brooklynaire" von Sarina Bowen hatte ich mich mit jedem weiteren Band der Brooklyn Bruisers Reihe mehr gefreut.
In den vorhergehenden Bänden wurde ja immer schon häppchenweise ...

Auf die Geschichte von "Brooklynaire" von Sarina Bowen hatte ich mich mit jedem weiteren Band der Brooklyn Bruisers Reihe mehr gefreut.
In den vorhergehenden Bänden wurde ja immer schon häppchenweise die Liebesgeschichte zwischen Becca und Nate geteasert.
Von der Handlung her folgt das Buch ungefähr dem gleichen zeitlichen Ablauf aus Band 3 (Pipe Dreams), nur eben aus der Perspektive von den Becca und Nate. Auch wird die Anfangsphase der beiden beleuchtet, als sie sich kennen gelernt haben und wie ihre Freundschaft sich aufgebaut hat.
Interessant fand ich beim Lesen, das der Schreibstil sich verändert hat. Waren die ersten Bände noch mit einem Allwissenden Erzähler aus der Er/Sie-Sicht geschrieben, werden wir nun von einem Ich-Erzähler größtenteils durch die Handlung begleitet. Einige Zwischenspiele gibt es dann noch die die Vergangenheit zeigen, die nochmal in einer ganz anderen Art geschrieben sind. Das fand ich irgendwie süß und eine ungewöhnliche Abwechslung.
Auch werden wieder einige neue Nebenfiguren eingeführt, die mich neugierig gemacht haben, auf deren Geschichte, die entweder noch in der Brooklyn Bruisers - Reihe aufgegriffen wird, oder aber in einer anderen Serie behandelt. Denn wie es fast üblich ist bei der Autorin, werden gern die Serien miteinander verbunden oder als Spin-Offs weiter geführt.
Jedenfalls fand ich das Buch sehr süß geschrieben, leicht nerdig, aber im positiven Sinn und auch liebenswert.
An sich war es auch relativ dramafrei, dafür mit großer Geste zum Schluss.
Ich konnte auch einiges über Palindrome lernen, da diese gern aufgegriffen wurden in Gesprächen, bzw. reingeworfen wurden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2021

Brieffreundschaft und was aus ihr werden kann

The Story of a Love Song
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"Dirty Letters" von Vi Keeland und Penelope Ward ist eine etwas andere Liebesgeschichte, als man sie üblicherweise kennt.
Griffin und Luca lernen sich mit Hilfe eines Brieffreunde-Programm in der Schule ...

"Dirty Letters" von Vi Keeland und Penelope Ward ist eine etwas andere Liebesgeschichte, als man sie üblicherweise kennt.
Griffin und Luca lernen sich mit Hilfe eines Brieffreunde-Programm in der Schule kennen. Luca in Amerika und Griffin in England.
Jahrelang schreiben sie sich gegenseitig Briefe und lernen sich kennen, teile Erlebnisse und werden beste Freunde, obwohl sie sich noch nie getroffen haben.
Bis zu einem schicksalshaften Unfall für Luca und sie sich komplett zurück zieht und sogar eine Agoraphobie entwickelt und eher selten das Haus verlässt und wenn nur nachts, wenn wenig Leute unterwegs sind. Zufälligerweise findet sie einen neueren Brief von Griffin und beschließt die alte Brieffreundschaft wieder aufleben zu lassen.
Überraschenderweise lernen sich die beiden so wieder neu kennen und Luca wird langsam aus ihrem Schneckenhaus rausgelockt und sich arbeitet mehr und mehr ihre Angst zu überwinden. Griffin selbst ist auch nicht mehr der normale Junge von Nebenan, er ist jetzt Leadsänger einer Rockband und hat auch so seine eigenen Probleme mit dem Berühmtsein.
Generell überzeugt die Geschichte mit diesen normalen Figuren, und etwas verschrobenen Nebencharakteren, wie Lucas Psychologe der liebendgern Vögel beobachtet.
Auch wird Lucas Agoraphobie nicht nur mal kurz erwähnt, sonder zieht sich durch das ganze Buch und ihre Bemührungen diese Angst in den Griff zu bekommen.
Die Unterstützung später die Luca durch Griffin erfährt, ist ein großer Punkt der überzeugend dargestellt ist.
Auch ist schön zu sehen, dass selbst als sie wieder auf einander getroffen sind, ihre Liebe zum Briefeschreiben nicht erlischt und sie auch teilweise weiter durch dieses Medium kommunizieren.
Eine solide Geschichte mit bodenständigen Charakteren und ein angemessener Umgang mit psychischen Erkrankungen.

  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 21.03.2021

Großartiger Anfang nur dann nimmts ab

Between Your Words
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Das Buch "Between your Words" von Emma Scott, wollte ich schon eine ganze Weile lesen. Der Klappentext hatte schon so interessant geklungen. Eine Frau die an einer äußerst seltenen Form der Amnesie leidet ...

Das Buch "Between your Words" von Emma Scott, wollte ich schon eine ganze Weile lesen. Der Klappentext hatte schon so interessant geklungen. Eine Frau die an einer äußerst seltenen Form der Amnesie leidet und sich immer nur an 5 Minuten in ihrem Leben erinnern kann. Schon sehr spannend.

Der erste Teil des Buches wurde hauptsächlich aus Jims Sicht beschrieben, wie er seine Arbeit in der Psychatrie aufnimmt und auf Thea trifft, die an Amnesie leidet. Dieser Abschnitt war so einfühlsam aber auch irgendwie ließ es einen hilflos zurück mit anzusehen, wie Thea ständig alle Gespräche mit Jim vergisst innerhalb von den 5 Minuten. Je nach dem kann es auch etwas länger dauern, wenn sie sich ihrer Kunst hingeben konnte, und dann doch eine Art Kommunikation mit der Außenwelt aufbaut, die nur niemand wirklich versteht, bzw. sich nicht die Zeit genommen hat, sie zu verstehen.

Leider hat dieser wunderbare erste Eindruck dann etwas nachgelassen im zweiten Teil des Buches, als eine neuartige Behandlungsmethode ausprobiert wurde, und ohne groß zu spoilern wahnsinnige Ergebnisse geliefert hat. Ab dem Zeitpunkt konnte ich mit Thea nicht wirklich viel mehr anfangen. Sie hat sich verhalten wie ein verwöhntes kleines Mädchen, welches seinen Willen um jeden Preis durchsetzen möchte. Auch wenn ihre Schwester oft als gefühlskalt rüber kommt, kann man ihr Verhalten verstehen. Schließlich war / ist Thea's Schwester für sie verantwortlich, nachdem sie durch einen Unfall in die Amnesie gefallen ist.
Im dritten und letzten Teil des Buches wurde es auch für mein Empfinden nicht wirklich besser. Thea hätte ich gern durchgeschüttelt, sie war so egostisch, keine Ahnung was Jim noch an ihr gefunden hatte.
Erst gegen Ende hin, hat mich das Buch wieder mehr gepackt und die Emotionen sind nur so übergeflossen.
Also irgendwie ist mit jedem Teilabschnitt des Buches mein Gefallen an dem Buch gefallen, von 5 zu 3 Sternen, das Ende konnte noch etwas rausreißen, aber für 4 Sterne reicht es dann doch nicht ganz.

  • Cover
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Veröffentlicht am 01.03.2021

Tolle behutsame 2nd-Chance Romance

Wenn dein Blick mich trifft - FORBIDDEN HEARTS
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Wow, war das schön.
"Wenn dein Blick mich trifft" der erste Teil der "Forbidden Hearts"-Reihe von Alisha Rai hatte vom Klappentext her etwas wie eine moderne "Romeo und Julia"-Geschichte, aber es war ...

Wow, war das schön.
"Wenn dein Blick mich trifft" der erste Teil der "Forbidden Hearts"-Reihe von Alisha Rai hatte vom Klappentext her etwas wie eine moderne "Romeo und Julia"-Geschichte, aber es war so viel mehr und auch so viel anders.
Über 10 Jahre lang sehen sich Olivia, genannt 'Livvy', und Nicholas nur an einem Tag im Jahr, nachdem sie sich in Jugendtagen getrennt hatten. Jetzt ist Livvy wieder in die Stadt gezogen, der sie den Rücken zugedreht hatte.
Auch wenn sie sich voneinander getrennt haben, können die beiden nicht von einander lassen, so auch bei Livvys Rückkehr.
Ich fand es interessant, dass die Familien quasi "verfeindet" sind, aber doch eigentlich nicht ganz so, zumindest nicht von allen Familienmitgliedern. Beide haben teilweise ihre Eltern verloren, und der verbliebene Elternteil ist doch eher distanziert sich seinen Kindern verhält.
Auch hat mir die Charakterentwicklung von Livvy und Nicholas einzeln betrachtet auch gut gefallen, es war plausibel und nachvollziehbar. Sie mussten ersteinmal selber heilen bzw. bereit sein, bevor sie sich aufeinander einlassen.
Auch hat mir gefallen, das hier im Gegensatz zu vielen Second-Chance-Romances, es keine zwei Zeitebenen gab. Die Vergangenheit wurde zwar erklärt, aber es gab keine Rückblenden. Das war mal eine willkommene Abwechnlung.
Ich hätte mir etwas gewünscht, das vielleicht noch rauskommt, warum sich Nicholas Vater so verhalten hat, wie er sich verhalten hat, als er die Trennung zwischen Livvy und Nicholas forderte, aber vielleicht wird das noch den Nachfolgebänden irgendwo erwähnt.

Vielen Dank an den Lübbe Verlag und NetGalley für das zur Verfügungstellen eines Rezensionsexemplars.

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Veröffentlicht am 01.03.2021

Tolles Schweden-Feeling, auch wenn die Liebesbeziehung etwas holprig ist

Working Late
5

Mit "Working Late" entführt Heléne Holmström den Leser nach Stockholm und in die Welt von Anwälten, Gerichtsverfahren und verbotenen Beziehungen.
Charlotta Kvist ist eine erfolgreiche Anwältin, die sich ...

Mit "Working Late" entführt Heléne Holmström den Leser nach Stockholm und in die Welt von Anwälten, Gerichtsverfahren und verbotenen Beziehungen.
Charlotta Kvist ist eine erfolgreiche Anwältin, die sich aber immer noch gegen ihren Kollegen beweisen muss, da er sie gern unter seinen Scheffel stehlt und sich ihren Erfolg einheimst. Diese Unterdrückung durch Mobben, lernte sie leider schon früh auch in der Schule durch ihre Mitschüler kennen und dieses Thema der Selbstemanzipation zieht sich durch den ganzen Roman.
Ignacio Vargas dagegen ist aufstrebender Nachhaltigskeitschef eines großen schwedischen Modeimperiums (und nein es ist nicht H&M), das sich mit der Schuldfrage von Menschenrechtsverletzungen gegenüber sieht die durch einen Brand in einer Fabrik in Brasilien verursacht wurden.
Dabei treffen die beiden als gegensätzliche Parteien auf. Charlotta die die Arbeiter vertritt und um Entschädigung kämpft und Ignacio der den guten Ruf seiner Firma retten will.
Durch gemeinsame Freunde treffen die beiden schon vorher aufeinander, bevor sie sich im Zusammenhang mit dem Fall gegenüber stehen und da liegt ein gewissen Knistern in der Luft. Aber dieses Knister erlischt, als klar wird, wer quasi der "Gegner" ist.
Dennoch bleibt eine gewisse Anziehung zwischen den beiden vorhanden.
Ich muss sagen, alle Charaktere egal ob Charlotta, Ignacio oder die Nebencharaktere waren sehr gut ausgearbeitet und gut gezeichnet. Sei es der hinterhältige Kollege von Charlotta, Oscar, der sich gern im Ruhm sonnt, aber nichts dafür tut, oder die Freunde Karl-Adam und John.
Im gewissen Maße leidet man auch mit mit Charlotta, wenn sie von Oscar niedergemacht wird und will ihr so gern aufhelfen und den Rücken stärken, damit sie sich gegen ihn durch setzt. Im Laufe des Buches setzt sie sich auch durch, auch wenn ich mir für den "Showdown" dann doch etwas mehr Publikum gewünscht hätte, um Charlottas Willen.
Generell zieht sich der Rechtsstreit auch wie ein roter Faden durch das Buch, was es auch spannend macht, da ich als Leser gern immer wissen wollte, wie es ausgeht. Wie der Rechtsstreit gelöst wurde, war an sich schlüssig, so ungefähr hatte ich es auch schon erwartet, aber am Ende hätte ich gern noch ein bisschen mehr erfahren, was letztlich rauskommt, aber ok, es kann nicht alles in einen Roman rein.
Auch merkt man schon, dass die Autorin Ahnung hat, von der Materie, da sie selbst Anwältin war.

Was aber für mich etwas das Leseerlebnis getrübt hat, so richtig konnte ich die Leidenschaft zwischen Charlotta und Ignacio nicht so nachvollziehen. Es hat sich etwas schematisch gelesen und die Sexszenen waren jetzt auch nicht so spannend.

Zwischenzeitlich dreht sich die Geschichte auch noch um ein anderes Paar (die jeweiligen Vorgesetzten von Charlotta und Ignacio, haben auch noch einige unerledigte Dinge mit einander zu klären), und da ist mir die Handlung am Ende doch recht kurz und unzufriedenstellend vorgekommen. Deren Ende war jetzt nich so nachvollziehbar und irgendwie hätte ich da noch mehr erwartet.

Generell finde ich, dass das "Schweden-Feeling" super schön rüber gekommen ist, sei es bei einem Ausflug zu den Schären oder das Midsommer-Fest im Kreise der Familie und Freunde. Auch wird viel Wert auf Familie gelegt, und das Charlotta im Laufe des Buches auch wieder sich ihrer Familie nähert ist schön mit anzusehen gewesen.
Ich fand auch, dass das Thema Mobbing gut umgesetzt wurde, auch wenn sich manchmal Charlotta etwas eingeigelt hat und manchm etwas zu irrationale Entscheidungen getroffen hat, die nicht so nachvollziehbar waren.
Auch manches Drama am Schluss wäre definitv vermeidbar gewesen, wenn beide Charaktere nicht so in ihrem Kopf gelebt hätten.

Auch wenn der Roman in manchen Aspekten seine Längen hatte und an anderen Stellen etwas holprig geklungen hat, wurde ich doch gut unterhalten.

Vielen Dank an die Lesejury und den Lyx-Verlag, dass ich bei der Leserunde dabei sein durfte

  • Handlung
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