Cover-Bild Ihr habt keinen Plan, darum machen wir einen!
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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Blessing
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Soziale und ethische Themen
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 18.11.2019
  • ISBN: 9783896676566
Der Jugendrat der Generationen Stiftung

Ihr habt keinen Plan, darum machen wir einen!

10 Bedingungen für die Rettung unserer Zukunft - Mit einem Vorwort von Harald Lesch
Claudia Langer (Herausgeber)

Eine Generation, die lange Zeit als unpolitisch belächelt wurde, steht auf, organisiert Proteste, an denen landesweit Hunderttausende und weltweit Millionen teilnehmen. Angesichts schwindender Ressourcen und globaler Vermüllung stellen sie die Forderung nach nachhaltigem Klima- und Umweltschutz.

Acht Autoren und Aktivisten, Mitglieder des Jugendrates Generationen Stiftung, warnen nicht nur vor den Gefahren, denen sich die heutigen 14- bis 25-Jährigen ausgesetzt sehen. In genau recherchierten Beiträgen, die mit den Erkenntnissen anerkannter Wissenschaftler abgeglichen sind, stellen sie konkrete Forderungen, nehmen uns alle in die Verantwortung und entwerfen eine Vision, die die Kraft hat, Generationen zu vereinen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2019

Handeln, jetzt....

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Die Acht Autoren und Aktivisten, Mitglieder des Jugendrates Generationen Stiftung versuchen mit diesem Buch endlich Bewegung in die Leserschaft ihres Buches zu bringen. Denn ihrer Meinung nach haben ...

Die Acht Autoren und Aktivisten, Mitglieder des Jugendrates Generationen Stiftung versuchen mit diesem Buch endlich Bewegung in die Leserschaft ihres Buches zu bringen. Denn ihrer Meinung nach haben wir keinen Plan und können aber einen solchen, oder besser 100 Forderungen, in diesem Buch finden. Jeder für sich hat sich den Themen Klimakrise, soziale Gerechtigkeit, KI und Bildung auseinander gesetzt. Es wurden Erkenntnisse und Wissenschaftliche Daten abgeglichen, und so wird aufgezeigt, dass bei vielen Themen schon länger Zeit zum Handeln ist. Die 100 Forderungen sollten also nicht nur gelesen und mal wieder diskutiert sowie totgeredet werden, sondern alsbald wie möglich umgesetzt werden.

Fazit: Vorweg, ja die 100 Forderungen sind nicht neu, bahnbrechend oder spektakulär- wie auch- viele der Themen werden schon seit Jahrzehnten diskutiert und zum Teil von den regierenden Parteien vor sich hergeschoben und totgeredet.
Jetzt geht es ums TUN und das ANFANGEN, sofort.
Das wie und wo, findet man im Buch. Ich habe keine neuen Ideen erwartet, ich war eher neugierig auf den Ton und wie die Autoren diese heißen Eisen angehen werden. Ja, da ist Wut, doch da ist auch sehr viel Hoffnung und ein unbändiger Glaube, dass wir, selbst ohne einen Plan jetzt, es schaffen können. Es macht Spass sich mit all diesen Themen so kompakt auseinander zusetzen, selbst wenn man zu denen gehört, die angeblich keinen Plan haben oder nicht handeln wollen….

unbedingt lesen…5 STERNE.

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Veröffentlicht am 04.09.2020

Deutliche Forderungen, klug argumentiert

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Acht junge Menschen stellen hier ein Bündel an Forderungen für die Rettung der bzw. ihrer Zukunft vor. Natürlich geht es um Klima und Umweltschutz, aber auch Themen wie Demokratie(stärkung), Digitalisierung, ...

Acht junge Menschen stellen hier ein Bündel an Forderungen für die Rettung der bzw. ihrer Zukunft vor. Natürlich geht es um Klima und Umweltschutz, aber auch Themen wie Demokratie(stärkung), Digitalisierung, soziale Gerechtigkeit, menschenwürdiger Umgang mit allen Menschen und vieles andere mehr - also alles Probleme, die diesen jungen, engagierten, klugen und wortgewandten Menschen unter den Nägeln brennen und die sie angehen möchten, am liebsten hier, jetzt und sofort - und die von denen, die das Sagen haben, ihrer Meinung nach viel zu lange ignoriert und/oder kleingeredet wurden.

Entsprechend sind auch die Forderungen sehr deutlich, unmissverständlich und teils fast schon provokant. Aber das soll auch so: Im Nachwort erklären die jungen Menschen, dass sie sehr genau wissen, dass nicht alles genau so umsetzbar ist, zumindest teils nicht in dem geforderten Zeitrahmen. Aber sie haben nunmal keine Zeit zu verlieren, schon gar nicht damit, halbgare Kompromisse auszuhandeln, stattdessen: aim high. Immer genau dahin, wo es wehtut, vielleicht merkt dann ja wer was...

Ob diese Ausrichtung hilfreich ist, sei dahingestellt - in einer Welt, in der Gretawitze für viele zum guten Tom zu gehören scheinen und Rezensent*innen ihre Abwertung dieses Buches mit hilfreichen Kommentaren à la "Wenn ihr auf diesen Gendermist verzichtet hätte, wäre das Buch deutlich kürzer und hätte CO2 gespart" (höhöhö) verzieren, scheinen die Fronten ziemlich erkaltet, und da wird ein derart direktes Pamphlet von der Generation "not gonna happen", die doch eigentlich als unterstützende Kraft gewonnen werden will und sollte, nicht zwingend mit offenen Armen empfangen. Aber herrje, dann müssen die halt mal ihre Base chillen und zuhören :D:D:D (Nein, ernsthaft, den jungen Leuten nur ihres Alters wegen aus Prinzip keine Stimme zu gönnen ist einfach engstirnig und blöd und dann kommt sowas wie Brexit dabei raus...)

Also ich hab's gern gelesen. Ich war bei sehr, sehr vielen Dingen ganz bei den jungen Menschen. Einige Forderungen wiederum gingen mir zuweit oder lagen außerhalb meiner Vorstellungskraft, aber hey, fair enough. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, bin motiviert und habe außerdem einige Zusammenhänge noch besser im Großen und Ganzen erkannt.

Junge, kluge Leute: Macht genau weiter so, ich höre euch weiter zu und mache weiter mit!

Veröffentlicht am 22.12.2019

Gut recherchiert, aber ineffizient geschrieben

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Die acht AutorInnen dieses Buches sind allesamt Studierende (und eine Absolventin). Herausgeberin Claudia Langer (1965) ist manchen vielleicht als Gründerin der Webseite utopia.de bekannt. Das Vorwort ...

Die acht AutorInnen dieses Buches sind allesamt Studierende (und eine Absolventin). Herausgeberin Claudia Langer (1965) ist manchen vielleicht als Gründerin der Webseite utopia.de bekannt. Das Vorwort von Harald Lesch (1960), Professor für Physik an der LMU München, mit dem das Buch beworben wird, ist ein pathetischer Appell an Erwachsene, endlich den „Jüngsten“ zuzuhören.
Das ganze Buch ist eine „Mischung aus Kampfansage und Einladung“ (S. 23). In zehn Kapiteln werden die Bedingungen zur „Rettung der Zukunft“ dargelegt. In jedem Kapitel wird ein bestimmtes Problem beschrieben und dann ein Plan dagegen vorgeschlagen. Die Kapitel sind in kleine Abschnitte mit prägnanten Überschriften aufgeteilt. Hinten sind alle Forderungen auf jeweils einer Seite noch einmal für jedes Kapitel aufgelistet. Das große Thema ist der Klimawandel. Doch das Buch geht weit darüber hinaus. Ein kompletter gesellschaftlicher Wandel wird gefordert: neue Wirtschaftskonzepte, mehr soziale Gerechtigkeit, Bildung muss revolutioniert und besser zugänglich, Politik wieder attraktiver werden. Weiterhin geht es um Digitalisierung und den Weltfrieden, besonders hier wird der Blick auf EU und Weltgemeinschaft ausgeweitet. Im Wesentlichen richtet sich das Buch gegen die Lethargie in der Politik und das bequeme Sitzen auf den eigenen Privilegien.
Ich habe dieses Buch mit Vergnügen gelesen, viele meiner eigenen Gedanken bestätigt gesehen und noch viel mehr dazugelernt. Es ist gut recherchiert, fast alle Behauptungen werden durch Endnoten belegt. Und es stellt fest, was den meisten klar sein sollte, auch wenn man es sich nicht gern eingesteht: Das Leben ist lange nicht so schön, wie es eigentlich im 21. Jahrhundert für alle sein könnte.
Ich muss trotzdem einige Kritikpunkte anführen.
1. Gerade, weil es sonst so gut recherchiert ist, verstehe ich nicht, warum es dennoch so schwammige Endnoten gibt wie Nr. 81:
„Es warnten […] eine im Dezember 2016 in Paleoworld veröffentlicht [sic!] Studie, eine Studie des britischen Met Office im Jahre 2010 und ein Bericht der Russischen Akademie der Wissenschaften 2011“.
2. Gerade bei den die Wirtschaft und Politik betreffenden Vorschlägen ist mir oft unklar geblieben, wie der erwünschte Status erreicht werden soll. Daher scheint mir das Buch noch nicht ausgereift; andererseits wollen die AutorInnen sicher auch keinen endgültigen Fahrplan vorlegen, sondern zum gemeinsamen Umsetzen des Planes einladen, was allerdings schnell geschehen muss. Manchmal werden dann erstaunlich präzise, aber willkürliche Grenzen gezogen: „In einer lebenswerten Zukunft gibt es Millionärinnen, aber keine Milliardärinnen mehr.“ (S. 94). Im Kapitel „Bildung“, das sich fast gänzlich auf das Schulsystem bezieht, vermisse ich eine Auseinandersetzung mit der Verwirtschaftlichung der Hochschulen.
3. Wie schon im Vorwort hat mich im gesamten Buch das Pathos gestört. Metaphern werden auf die Spitze getrieben, man wiederholt sich immer wieder, das Buch enthält sehr, sehr viel Rhetorik. Emotionalität mag angemessen erscheinen, aber diese kann ohne billige rhetorische Mittel erreicht werden, die nur von den gut recherchierten Fakten ablenken. Das hätte dieses Buch nicht nötig gehabt.
Trotz allem: Wenn man das Buch bis zum Ende liest, was ich allen empfehlen kann, versteht man, dass die Forderungen eigentlich gar nicht so radikal und unbequem sind, wie die AutorInnen selbst sagen. Sie betonen nämlich immer wieder, dass vor allem die großen Unternehmen zur Verantwortung gezogen werden sollen, der „Durchschnittsmensch“ sollte eher noch von den Änderungen profitieren. Z.B. sollen der ÖPV von der Mehrwertsteuer befreit und das Schienennetz deutlich ausgebaut werden. Autos werden aus Innenstädten verbannt, dafür soll der ÖPNV kostenlos für alle werden, was lange überfällig ist. Alles in allem eine gelungene Lektüre von einem interessanten Projekt – ob sie auch die Leute erreicht, die es am nötigsten hätten, bleibt abzuwarten.

Veröffentlicht am 28.11.2019

Ein Plan die Welt zu retten, mutig und konsequent

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„Mit dem Weiter-so-wie bisher muss jetzt Schluss sein!“, diese Aussage aus dem Vorwort, von Wissenschaftler und Physik-Professor Harald Lesch, kann ich nur zustimmen.

Wenn man mit offenen Augen durch ...

„Mit dem Weiter-so-wie bisher muss jetzt Schluss sein!“, diese Aussage aus dem Vorwort, von Wissenschaftler und Physik-Professor Harald Lesch, kann ich nur zustimmen.

Wenn man mit offenen Augen durch unsere Welt geht, sieht man allzu deutlich, das etwas im Argen liegt und es unverzichtbar und höchste Zeit wäre endlich eine ökologisch denkende Gesellschaft zu schaffen. Eine Abwendung vom Egoismus des Einzelnen wäre wünschenswert, doch die Einstellung „Nach mir die Sintflut“, ist leider sichtlich weit verbreitet.

Das Fachbuch „Ihr habt keinen Plan, darum machen wir einen!“, wurde initiiert von dem Jugendrat der Generationen Stiftung und herausgegeben von der Unternehmerin und Gründerin der Internetplattform Utopia, Claudia Langer. Acht junge Leute haben sich Gedanken gemacht, zu den großen Themen unserer Zeit, zu Problemen, die uns bewegen und versucht konkrete Pläne zur Lösung zu schmieden.

Sie halten unserer Gesellschaft gnadenlos den Spiegel vor und sagen rigoros was sie meinen, die ungeschminkte und oft unbequeme Wahrheit. Allerdings die vorwurfsvolle Art und Weise wie zu Beginn des Buches mit den älteren Generationen abgerechnet, wird fand ich nicht angebracht, denn im Nachhinein sind immer alle Schlauer und Wissen alles besser. Das kann man sich ehrlich gesagt schenken, es ist Geschichte und im Nachhinein sowieso nicht mehr zu ändern. Mit dieser Tatsache muss man umgehen und es in der Zukunft eben besser machen, ohne Urteil und Vorurteil, sonst wird man nichts erreichen außer Empörung.

Viele dringende Themen und deren Lösung werden im Buch aber endlich einmal offen angesprochen und dargelegt. Darauf eingehend versuchen die jungen Autoren Lösungen zu generieren, die nicht immer angenehm klingen und auch auf Ablehnung stoßen werden, da unbequem, unvorstellbar, unannehmbar, unfinanzierbar, ungeheuerlich……einfach provokant, ein Aufschrei, wohl beiderseits;)
Unsere Gesellschaft wird aber um Änderungen in vielen Bereichen nicht umhinkommen und hier werden sie endlich mal konkret, ehrlich und auch mahnend ausgesprochen.

Dieses mutige und politische Manifest lohnt es auf alle Fälle zu lesen und zu diskutieren. Sicherlich wird nicht alles umsetzbar sein, steht aber hiermit zur Diskussion. Auch wird es bei vielen Angelegenheiten auf ein globales Engagement ankommen, von dem wir gefühlt gerade Meilen entfernt stehen. Doch ein Anfang mit Vorschlägen in die richtige Richtung ist mit diesem Buch gemacht. Auch wenn es vielleicht einige aufregen wird, regt es doch zum Nachdenken und zu politischem Denken an.