Cover-Bild Borgia - Die Verschwörung
Band 1 der Reihe "Die Borgia-Trilogie"
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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 19.08.2019
  • ISBN: 9783442489619
Elena Martignoni, Michela Martignoni

Borgia - Die Verschwörung

Historischer Roman
Ingrid Exo (Übersetzer), Christine Heinzius (Übersetzer)

Rom 1497. Rodrigo Borgia, besser bekannt als Papst Alexander VI., wird von einer schrecklichen Nachricht überrascht: Sein Lieblingssohn Juan, Herzog von Gandìa, wurde ermordet. Seine mit Stichwunden übersäte Leiche wurde wie Unrat in einen Abwasserkanal geworfen. Außer sich vor Schmerz setzt Rodrigo alles daran, den Schuldigen zu finden. Doch die Liste der möglichen Täter ist lang. Denn Juan war so attraktiv wie gewissenlos, so galant wie egoistisch. Und durch seine Skrupellosigkeit hatte er sich schließlich jeden zum Feind gemacht …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2020

Ein richtig guter historischer Roman!

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Achtung: Band 1 einer Trilogie!

Achtung: in diesem Buch werden Tiere misshandelt!


Rodrigo Borgia, besser bekannt als Papst Alexander VI. trauert um seinen Lieblingssohn Juan. Er will ihn um jeden Preis ...

Achtung: Band 1 einer Trilogie!

Achtung: in diesem Buch werden Tiere misshandelt!


Rodrigo Borgia, besser bekannt als Papst Alexander VI. trauert um seinen Lieblingssohn Juan. Er will ihn um jeden Preis rächen!
Doch wie kam es überhaupt zu diesem Mord? Wer hatte Grund Juan Borgia zu töten? Die Antwort: viele!


Das Buch ist aus der Sicht sehr, sehr vieler Charaktere beschrieben. Alle, die einen Grund hatten Juan zu ermorden kommen zu Wort. Man erfährt was für eine Art Mensch Juan war, was er alles getan und verbrochen hat. Die Charaktere schildern die jeweiligen Gründe, die sie dazu bewogen haben, Juan den Tod zu wünschen.

Was bei der Orientierung sehr hilfreich ist, ist zum einen der Stammbaum auf den ersten Seiten und das Personenverzeichnis, ebenfalls am Anfang des Buches.

Man muss dazu sagen, dass bis heute der Mord an Juan Borgia nicht aufgeklärt wurde. Man weiß, dass er mit Stichwunden übersäht und aufgeschlitzter Kehle im Tiber gefunden worden war, aber das war’s auch schon. Es gab viele, viele Verdächtige, darunter auch seine eigenen Geschwister und noch mehr Gründe in Juans eigenem Verhalten, die dazu geführt haben könnten. Er hatte sehr viele Feinde, mehr als die Familie an sich schon hatte.
Es ist überliefert, dass Juan von seinem Vater, dem Papst mit Geld, Ämtern und Titel überschüttet wurde und sein Liebling war und es ist auch bekannt, dass Juan ungeeignet für fast alle dieser Ämter und Titel war. Er floh in der Schlacht, er stieg mit jeder Frau ins Bett, die er wollte, er brüskierte jeden und war sehr aufbrausend.


Ich habe schon mehrere Bücher über die Borgias gelesen, ich finde diese Familie faszinierend. Es halten sich bis heute so viele Gerüchte, dass man einfach nicht weiß, wie viel Wahrheit darin steckt. Sie waren zu ihrer Zeit unglaublich mächtig, aber auch überall verhasst. Wie viel Wahrheit steckt also in den zahlreichen Gerüchten und wie viel entsprang nur dem Neid und Hass?

Ich fand das Buch sehr interessant. Durch die extrem vielen Wechsel und Sichtweisen muss man aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren. Man springt durch die Zeit und muss wirklich auf die Zeitangabe achten, die über jedem Kapitel und manchmal auch bei einem Ortswechsel zu finden ist.
Man springt durch die Zeit ziemlich wild hin und her, aber anders kann man nicht erreichen, was dieses Buch möchte: einen Überblick, wer alles ein Problem mit Juan Borgia hatte und ein Motiv. Die Verdächtigen sind zahlreich und man muss das Buch aufmerksam lesen, um sie alle im Kopf zu behalten und die Hinweise, die man oft nur in einem Nebensatz bekommt.
Ich persönlich mag es sehr gern, wenn ein Buch nicht sagt: der war’s! Sondern einem, wie hier, sämtliche Verdächtige präsentiert, die alle ein Motiv hatten und nur zu gern den Mord begangen hätten. Klar bezieht das Buch auch Stellung, lässt aber einiges offen. Mir gefällt das, gerade weil ja bis heute nicht bekannt ist, wer die Tat begangen hat. Man kann selbst rätseln, vermuten und sich für eine Variante entscheiden.

Das Buch wirkt extrem gut recherchiert. Es schafft etwas nahezu Unmögliches: die verworrenen Beziehungen und Verhältnisse der vielen italienischen Familien untereinander darzustellen, ohne, dass man total den Überblick verliert. Ich habe mich gut zurechtgefunden und habe das Buch sehr genossen.

Ja, es zieht sich stellenweise etwas, weil man nicht immer sofort versteht, warum das, was gerade erzählt wird wichtig ist, aber es lohnt sich dran zu bleiben, denn es ist letztlich wichtig.

Fazit: Ich lese sehr gerne historische Romane, aber oft rege ich mich auch über sie auf. Entweder ist die Sprache zu modern, oder es wird sehr viel umgedichtet, damit es zur gewünschten Geschichte passt. Hier hat man dieses Gefühl nicht. Mir hat die Lektüre sehr viel Spaß gemacht und gerade, weil das Buch nicht immer direkt Stellung bezieht, sondern so viele Verdächtige und Motive ins Spiel bringt, finde ich es äußerst interessant.
Es hat seine Längen, aber auch die sind wichtig, um die Zusammenhänge zu verstehen. Es wird nicht ein Ereignis herausgepickt und mit dem Finger drauf gezeigt: deswegen hasst XY Juan Borgia, sondern es geht um mehrere Ereignisse, die zusammenhängen. Man bekommt den Kontext erzählt und das ist unglaublich wichtig.

Von mir bekommt das Buch 5 Sterne. Ich bin schon sehr auf die weiteren Bände der Reihe gespannt und werde sie garantiert lesen!

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Veröffentlicht am 21.08.2021

komplett überbewertet

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Rom in der Renaissance: Rodrigo Borger sitzt auf dem heiligen Stuhl. Er ist der wohl berüchtigtste und mächtigste Mann seiner Zeit, und auch seine Kinder stehen dem Papst im schmieden von Intrigen und ...

Rom in der Renaissance: Rodrigo Borger sitzt auf dem heiligen Stuhl. Er ist der wohl berüchtigtste und mächtigste Mann seiner Zeit, und auch seine Kinder stehen dem Papst im schmieden von Intrigen und an Skrupellosigkeit nichts nach- So auch sein Sohn Juan. Eines Tages wird dieser dann Tod in einem Abwasserkanal gefunden. Der Papst ist außer sich. Wer hat seinen Sohn umgebracht und warum? Doch die Liste der Verdächtigen ist immense, denn Juan hat sich durch sein egoistisches und gewissenloses Verhalten viele Feinde gemacht, und auch Rodrigo hat sich im Laufe der Jahre viele Feinde gemacht, die nur darauf warten, sich an seiner Familie zu rächen.

Um ehrlich zu sein hatte ich recht hohe Erwartungen an das Buch, da ich gerne mehr über das Italien des ausklingenden 15. Jahrhunderts erfahren wollte. Die Borgias waren für mich schon immer eine sehr mysteriöse und interessante Familie. Dementsprechend erwartete ich mir eigentlich einen spannenden und gut recherchierten historischen Roman, der mich in das Rom der Renaissance-Päpste entführen sollte. Leider wurde ich allerdings in allen Punkten ziemlich enttäuscht. Meiner Meinung nach scheiterte das Ganze in gewissen Teilen schon am Aufbau des Buches. Der Handlungsablauf lief für meinen Geschmack viel zu unstrukturiert ab und ich verlor, vor allem anfangs, komplett den Überblick. Vor allem dadurch, dass es ständig Rückblenden gab, die aber nicht sofort als solche zu erkennen waren. Auch kamen ständig Handlungsstränge vor, die sich innerhalb des Buches gar nicht mehr auflösten und so bei mir für noch mehr Verwirrung sorgten. Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass sich diese jetzt noch herrenlosen Handlungsstränge spätestens im letzten Teil der Trilogie auflösen werden, allerdings spricht dass dann nicht für die Reihe, wenn ich im ersten Band komplett verwirrt und hilflos zurückgelassen werde. Enttäuscht haben mich auch der Schreibstil und die Sprache des Buches. Ich fand gar nicht in die Geschichte hinein, da mich der Schreibstil gar nicht fesseln konnte und mir die Handlung seltsam fremd blieb. Auch war der Schreibstiel ziemlich flach und farblos, wodurch für mich die Dekadenz und das Intrigenspiel des Italiens am Anbeginn der Renaissance einfach nicht passend rübergebracht werden konnte. Für mich konnten es die beiden Autorinnen einfach nicht schaffen, die damalige gesellschaftliche und politische Lage angemessen darzustellen. Diese Komponente fehlte einfach, um der Handlung mehr Gewicht zu verleihen. Große Probleme hatte ich auch mit den Charakteren. Einerseits weis ich bis heute nicht, wer nun eigentlich der Hauptcharakter ist, da sich jedes Kapitel scheinbar um eine andere Person dreht, die dann aber im Laufe der Geschichte oft gar nicht mehr vorkommt. Zwar vermute ich, dass Juan Borgia der eigentlich wichtigste Protagonist ist, doch der stirbt ja, und wird dann schließlich für die Handlung der späteren beiden Teile komplett bedeutungslos. Im Generellen blieben mir die Protagonisten seltsam fern, da sie komplett flach und eindimensional gezeichnet sind. Mir sind keinerlei Charaktereigenschaften, weder positive noch negative, aufgefallen, die die Figuren irgendwie einzigartig gemacht hätten. Selbst von der im Klappentext groß versprochenen Skrupellosigkeit konnte ich nicht viel spüren. Kurz gesagt wirkten alle Protagonisten wie ein Einheitsbrei und waren aufgrund ihrer fehlenden Charakterzüge einfach nur unauthentisch. Die Spannung, auf die ich gehofft habe, als ich begonnen habe, das Buch zu lesen, blieb leider auch komplett aus. Die Geschichte zog sich unendlich lang dahin und es kam nur ganz selten zu Stellen, in denen sich ein Spannungsbogen aufbauen hätte können. Allerdings wurden diese Möglichkeiten immer gleich durch einen sofortigen Szenenwechsel zunichte gemacht. Gut fand ich allerdings auf der anderen Seite die Recherchearbeit, die die beiden Autorinnen geleistet haben. Ich gewann einige neue Einblicke ins Italien der damaligen Zeit. Allerdings muss ich sagen, dass die Autorinnen es nicht geschafft haben, diese Informationen gut in die Handlung einzubauen. Alles wirkte gestelzt und behinderte noch zusätzlich den Lesefluss, der ohnehin schon kaum vorhanden war.

Letztendlich war das Buch einfach nicht gut. Es war total langweilig und zäh, die Charaktere waren sehr schwach gezeichnet und die Handlung ging einfach unter. Mir hat der erste Teil der Trilogie gar nicht gefallen und die anderen beiden Bücher nicht lesen. Außerdem kann ich das Buch nicht weiterempfehlen.

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