Cover-Bild Sag mir, wer ich bin
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17,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Europa Verlage
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 29.07.2021
  • ISBN: 9783958904064
Felicity Ward

Sag mir, wer ich bin

Sabine Leopold (Übersetzer)

"Ich habe immer gewusst, dass ich in Paris sterben werde", flüstert Sally, als sie in einem Pariser Krankenhaus aus dem Koma erwacht. "Aber du bist nicht tot", antwortet der Arzt. "Du lebst und du wirst wieder in Ordnung kommen." Doch schon bald wird dem Mädchen klar, dass sie nie wieder in Ordnung kommen wird. Nach einem Überfall, bei dem sie beinahe vergewaltigt und ermordet worden wäre, erholt sie sich zwar körperlich und kehrt in ihre Heimat Montreal zurück. Doch ihr Zuhause ist nicht mehr der sichere Ort, der es einmal war. Denn Sally ist überzeugt: Der Angreifer sucht überall nach ihr – um sein Werk zu vollenden und sie zu töten … es sei denn, sie käme ihm damit zuvor. Jahre nach dem grauenvollen Ereignis geschieht es: Auf einer Party erkennt sie über die Köpfe der anderen Gäste hinweg ihren ehemaligen Angreifer. Im gleichen Moment sieht er sie. Was folgt, ist ein spannungsgeladenes Katz-und-Maus-Spiel mit einem vollkommen unerwarteten, schockierenden Ende.

Eine Geschichte über Furcht, Hass und Vergeltung, wie sie sich nicht nur zwischen zwei Menschen, sondern auch verschiedenen Kulturen und Nationen überall auf der Welt tagtäglich abspielt.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.10.2021

Überfall

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Nach einem Überfall erwacht Sally in einem Krankenhaus. Zwar erholt sie sich physisch, aber fortan fühlt sie sich verfolgt und tatsächlich begegnet sie ihrem Angreifer wieder. Ich fand den Thriller sehr ...

Nach einem Überfall erwacht Sally in einem Krankenhaus. Zwar erholt sie sich physisch, aber fortan fühlt sie sich verfolgt und tatsächlich begegnet sie ihrem Angreifer wieder. Ich fand den Thriller sehr spannend und aufregend. Die Figuren haben Tiefe und sind nicht leicht zu durchschauen. Auch der Schreibstil ist toll. Die Spannung ist von Anfang bis Ende da und macht das Buch zu einem Lese-Erlebnis.

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Veröffentlicht am 14.09.2021

Echt gut

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Das Cover wirkt auf mich durch seine dunkle Farbe etwas düster und trist. Nur die bunte Schrift heitert es etwas auf. Macht auch jeden Fall neugierig auf das Buch.

Der Schreibstil der Autorin gefällt ...

Das Cover wirkt auf mich durch seine dunkle Farbe etwas düster und trist. Nur die bunte Schrift heitert es etwas auf. Macht auch jeden Fall neugierig auf das Buch.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, er ist so flüssig geschrieben, dass man sich richtig wohlfühlt. Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen.

Sehr gut gefällt mir, daß die Kapitelzahlen größer und eine andere Schriftart haben. Diese kleinen Informationen unten auf den Seiten gefällt mir sehr gut. So kann man gleich sich noch besser in alle Protagonisten hineinversetzten.

Die teilweise französischen Namen stören mich nicht und machen mir keine Probleme beim lesen.

Sally finde ich sympathisch, auch wenn einem sofort auffällt, dass irgendetwas mit ihr nicht stimmt. Das wird von der Autorin sehr gut rübergebracht. Jean-Pierre fand ich unsympatisch. Ein richtiger Kotzbrocken. Seine Aussagen fand ich schon ziemlich krass.

Carson ist auch etwas Wunderlich. Er war ein Frauenheld, aber er steht Sally ständig zur Seite, wenn sie Probleme hat. Er nähert sich ihr sehr behutsam.

Man bekommt sehr gut in dem Buch beschrieben, wie Sally sich in den 10 Jahren verändert. Fand ich gut gestaltet.

Da ist das Buch schon wieder zu Ende. Das Buch hat alles, was ein Buch haben muss. Es ist verwirrend und natürlich vollkommen chaotisch und auch gewaltvoll. Natürlich auch spannend.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich etwas anderes erwartet habe. Aber egal, gut war es trotzdem.

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Veröffentlicht am 31.08.2021

Felicity Ward - Sag mir, wer ich bin

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Es war nicht einfach für die 16-jährige Sally ihre Eltern davon zu überzeugen, sie statt in die Schweiz nach Paris zu schicken. Kaum angekommen wird sie übel zugerichtet an der Gare Lazare gefunden und ...

Es war nicht einfach für die 16-jährige Sally ihre Eltern davon zu überzeugen, sie statt in die Schweiz nach Paris zu schicken. Kaum angekommen wird sie übel zugerichtet an der Gare Lazare gefunden und kämpft im Krankenhaus ums Überleben. Sie wurde von einem Mann entführt, misshandelt und beinahe vergewaltigt. Aber das kann sie ihren Eltern nicht erzählen, auch ihre Erinnerungen an ihren Peiniger und das, was genau geschehen ist, sind eher diffus, weshalb sie schweigt. Viele Jahre lang, doch die Angst begleitet sie, auch wieder zu Hause in Montreal. Auf der Straße, in Aufzügen, überall fürchtet sie sich. Eine Beziehung mit einem Mann – unvorstellbar. Ihr Job bei einer Hilfsorganisation für Frauen in Not verstärkt ihre Überzeugung, dass alle Männer gewalttätig sind zudem. Erst ihrem Patenonkel gelingt es Jahre später, dass sie über das Erlebte sprechen kann, aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie ihre Angst auch loswird, denn die Gefahr bleibt: will der Mann das zu Ende bringen, was er Jahre zuvor begonnen hatte?

Wenn ein Roman von einem Vorwort begleitet werden, frage ich mich meist, ob es dem Autor oder der Autorin nicht gelungen ist, das, was er oder sie sagen wollte, in der Geschichte zu verarbeiten, so dass zusätzliche Erklärungen erforderlich werden. Im Falle von Felicity Wards Roman sieht dies jedoch anders aus. Bevor man sich auf Sallys schreckliche Erlebnisse einlässt, wird das Trauma psychologisch eingeordnet und auch das schwierige Verhältnis der französisch- und englischsprachigen Kanadier miteinander historisch eingeordnet. Beides ist zum Verständnis unterstützend hilfreich, vor allem Sallys Zustand, der ihre Mitmenschen schier verzweifeln lässt, ist nicht einfach nachzuvollziehen, wenn man sich mit posttraumatischen Belastungsstörungen nicht auseinandergesetzt hat. Dies ist das zentrale Element der Geschichte: der Körper heilt, die Spuren des Überfalls sind bald schon nicht mehr zu sehen, aber die Wunden auf der Seele schließen sich nicht.

Man wünscht sich nichts mehr, als dass die junge Frau sich von den Dämonen, die sie immer wieder heimsuchen, befreien kann. Es sind die kleinen Details, die die Autorin überzeugend eingefangen hat, die Hinweise darauf geben, dass Sally nichts überwunden, nichts verarbeitet hat. Ihr ganzes Leben wird akribisch um das Trauma eingerichtet. Nie als erste im Restaurant sein, nie alleine mit einem Mann in einem Auto sitzen. Sie versucht zwar hin und wieder eine Konfrontation, aber professionelle Hilfe lehnt sie ab und so verfestigt sich ihr schlechter Zustand zusehends, den sie - für die Außenwelt etwas beschönigt - versucht zu verstecken. Die Geduld, die ihr Patenonkel aufbringt, ist unglaublich, und auch er verfällt der Illusion, irgendetwas dauerhaft zum Besseren verändern zu können.

Das Verhältnis der sich wenig positiv gesinnten Bevölkerungsgruppen Kanadas, die sich durch Sprache und Religion unterscheiden, wird immer wieder gestreift. Tief verwurzelte Vorurteile, absurdeste Zuschreibungen – man kann kaum glauben, wie borniert die Menschen sein konnten – und auch vielfach heute, fast 50 Jahre nach dem Zeitpunkt der Handlung - noch sind.

Ein eindrücklicher Roman, der sicherlich nicht für jedermann eine passende Lektüre ist. Hervorragend gelingt es Felicity Ward, die Folgen – und auch Ursachen, die sich erst viel später erklären – eines traumatischen Erlebnisses zu schildern und nachvollziehbar zu verdeutlichen, weshalb eine Rückkehr in das normale Leben bisweilen eben nicht möglich ist. Trotz, oder gerade wegen, der Schwere der Thematik eine uneingeschränkte Leseempfehlung.