Cover-Bild Maya und Samuel
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 10.10.2025
  • ISBN: 9783755800095
Franziska Fischer

Maya und Samuel

Roman
Maya und Samuel kennen sich mehr als ein halbes Leben lang. Sie sind nebeneinander aufgewachsen und haben sich als beste Freunde ineinander verliebt. Mittlerweile wohnen sie zusammen in einem hübschen Haus. Maya schreibt Artikel für die lokale Zeitung und hat ein Fotostudio, während Samuel einen Gamingchannel betreibt und in seiner Freizeit gärtnert. Die beiden ergänzen sich perfekt: Maya ist forsch, wirft sich ins Leben. Samuel denkt über alles ein bisschen zu lange nach, aber er ist ihr Ruhepol. Sie sind glücklich miteinander – bis ein Verlust sie auseinanderreißt. Sie trauern beide für sich und mit ihren Mitteln: In Maya ist alles zerbrochen, trotzdem tastet sie sich als Fotografin langsam wieder hinaus in die Welt. Samuel flüchtet sich während seiner Streams in seine Community und versucht, ihren gemeinsamen Alltag aufrechtzuerhalten. Während sie früher voller Worte füreinander waren, scheint es jetzt keine mehr zu geben. Doch selbst in ihrem Schweigen gelingt es ihnen mit der Zeit, wieder aufeinander zuzugehen.
Ein zartes, empathisches Buch über den Verlust – und die Kraft des Weitermachens.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2025

Tolles Buch

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Die Kapitel wechseln von Gegenwart in die Vergangenheit und man erfährt wie sich Maya und Samuel damals als Kinder kennengelernt haben, eine Freundschaft geknüpft und dann eine Liebesbeziehung begonnen ...

Die Kapitel wechseln von Gegenwart in die Vergangenheit und man erfährt wie sich Maya und Samuel damals als Kinder kennengelernt haben, eine Freundschaft geknüpft und dann eine Liebesbeziehung begonnen haben. In der Gegenwart merkt man die Schwere sehr, ohne dass mal Klartext geredet wird was eigentlich genau passiert ist. Es ist ein leises Buch, das nach und den Schmerz der Beiden entfaltet.
Das Buch war traurig aber auch sehr schön und hat die Gefühle der beiden sehr gut eingefangen.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Zwischen Kameralicht und Stream: Wenn Liebe neu lernen muss

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Mitten im Alltag passieren die großen Dinge oft ganz leise. Maya und Samuel ist so ein Buch: kein Drama-Kasper, kein künstlicher Herzschmerz, sondern eine ehrliche Beobachtung davon, wie Verlust in eine ...

Mitten im Alltag passieren die großen Dinge oft ganz leise. Maya und Samuel ist so ein Buch: kein Drama-Kasper, kein künstlicher Herzschmerz, sondern eine ehrliche Beobachtung davon, wie Verlust in eine Beziehung schleicht und wie Liebe sich neu erfinden muss. Maya, die mit der Kamera auf Menschen zugeht, und Samuel, der lieber nachdenkt als spricht, leben zusammen, lachen zusammen — bis ein Schicksalsschlag sie auf unterschiedliche Weise aus der Bahn wirft. Das wirkt vertraut, nicht konstruiert, und genau das macht den Reiz dieses Romans aus.

Als Leser stolpere ich nicht über aufgesetzte Sentimentalität; Franziska Fischer schreibt mit einer Leichtigkeit, die tiefe Stellen nicht übermalt. Maya taumelt durch ihre Fotoprojekte, versucht, Erinnerungen sichtbar zu machen. Samuel flüchtet in Streams und Gießkannen — und plötzlich sind es die kleinen Rituale, die wieder halten. Die Dialoge sitzen, die Alltagspassagen haben Witz, und trotzdem bleibt alles nah an der Trauer. Genau diese Balance — humorvoll, aber respektvoll — ist schwer zu treffen, und hier gelingt sie oft sehr gut.

Ein paar Szenen hätten mehr Mut vertragen: Mehr in Samuel hineinzoomen, mehr inneres Ringen zeigen, statt nur das äußere Verhalten zu schildern. Manche Passagen bleiben mir zu angedeutet; ich will den Kern lauter gehört haben. Trotzdem: Die Bildsprache passt zur Protagonistin, und die Mischung aus Fotosinn und Streaming-Realität ist erfrischend modern.

Wer eine warme, realistische Liebesgeschichte sucht, die nicht nur die schönen Zeiten feiert, sondern auch das Dazwischen — das Schweigen, die kleinen Brüche und das langsame Wiederfinden — liegt mit diesem Buch richtig. Perfekt für Couch-Abende, für Menschen, die ein Buch wollen, das zugleich tröstet und nicht beschönigt. Für mich ein starkes, sensibles Buch mit nur winzigem Vorbehalt.

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