sehr berührende Geschichte
„Maya und Samuel“ von Franziska Fischer ist mein zweites Buch dieser Autorin und ich liebe ihren zarten und emotionalen Schreibstil, der aber nie aufgesetzt oder dramatisch wirkt.
In einer flüssigen und ...
„Maya und Samuel“ von Franziska Fischer ist mein zweites Buch dieser Autorin und ich liebe ihren zarten und emotionalen Schreibstil, der aber nie aufgesetzt oder dramatisch wirkt.
In einer flüssigen und auch leichten Art erzählt sie von einem Paar das sich schon seit seiner Kindheit kennt, bei denen Freundschaft zu Liebe wurde, Vertrauen zu tiefer Verbundenheit und das nun durch einen schweren Verlust die Verbindung zueinander verloren hat.Jeder trauert für sich, auf seine Art, die für den anderen manchmal unverständlich ist und sie dadurch noch mehr voneinander entfernt. Jeder für sich fühlt sich unverstanden und glaubt in seiner Trauer allein zu sein. Erst langsam, in kleinen Schritten kämpft sich jeder wieder ins Leben.
In Rückblicken erfährt der Leser, wie Maya und Samuel sich kennengelernt haben, sie zusammengewachsen sind trotz ihrer Unterschiedlichkeit.
Ihre langsame Wandlung von Freundschaft zu Liebe, einer
Liebe, die durch den schweren Verlust auf die Probe gestellt wird und sogar zu zerbrechen droht.
Franziska Fischer beherrscht den Schreibstil der feinen, leisen Töne. Manche Sätze sind so wunderbar formuliert, dass man sie immer wieder lesen möchte und sie ermöglichen dem Leser,sich das Innenleben ihrer Protagonisten zu erschließen.Man hat das Gefühl dabei zu sein, das Gleiche zu empfinden, ist den Figuren so nahe, dass es das Herz berührt.
Man leidet mit, hofft und bangt, dass das Paar sich wiederfindet.
Eine Geschichte, die sicherlich kein Einzelfall ist, die die Fragilität des Lebens beschreibt und einfach nur berührt.
Dicke Leseempfehlung!!!