Cover-Bild Die Sprache meines Bruders
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17,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Residenz
  • Themenbereich: Belletristik
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Ersterscheinung: 03.03.2025
  • ISBN: 9783701747443
Gesa Olkusz

Die Sprache meines Bruders

Gesa Olkusz braucht nur wenig, um die Einsamkeit der Menschen zu erzählen — und durch die zauberische Kraft ihrer Sprache zu überwinden.

Eine einfache Geschichte, poetisch und glasklar erzählt: Parker und Kasimir sind als Jungen mit ihrer Mutter aus Polen in die USA ausgewandert, sie sollten es einmal besser haben. Nach diesem Kraftakt hat die Mutter jede Lebenslust verloren, und so sind aus den Brüdern zwei symbiotisch verbundene Einzelgänger geworden, die sich in der Fremde durchschlagen, ohne jemals heimisch zu werden. Parker fährt als Privatchauffeur durch die Nacht, Kasimir verlässt das Haus nie. Als die Vagabundin Luzia bei ihnen einzieht, bringt sie ihre ganze Lebensfreude mit, sprengt damit jedoch die nahezu wortlose Nähe der Brüder. Doch die junge Frau haut nach Panama ab, und da ist klar: Kasimir muss ihr nach, und sei es ans Ende der Welt.

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2025

Guter Stil

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Der Roman, Die Sprache meines Bruders, der Schriftstellerin Gesa Olkusz ist ein besinnliches Werk.

Die Autorin schreibt mit spritzigem und gleichfalls auch ruhigem Ton.
Zwei Brüder waren mit ihrer ...



Der Roman, Die Sprache meines Bruders, der Schriftstellerin Gesa Olkusz ist ein besinnliches Werk.

Die Autorin schreibt mit spritzigem und gleichfalls auch ruhigem Ton.
Zwei Brüder waren mit ihrer Mutter nach Amerika ausgewandert. Leider haben sie nicht richtig Fuß gefasst.
Von der Mutter erfahren wir nur aus den Erinnerungen. Es ist ein ernstes Buch, das gefällt.
Der Roman ist der Autorin gut gelungen.

Veröffentlicht am 20.04.2025

Melancholisch

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„Oder aber auch, dass man so weit reisen kann, wie man will, und trotzdem keine andere wird, auch wenn man sich das so fein ausgemalt hat.“

„Wir zerbrechen mitunter an Schlappheit, Faulheit und einem ...

„Oder aber auch, dass man so weit reisen kann, wie man will, und trotzdem keine andere wird, auch wenn man sich das so fein ausgemalt hat.“

„Wir zerbrechen mitunter an Schlappheit, Faulheit und einem Mangel an Inspiration.“

Eine Ausreise aus Polen in die USA, eine zerrissene Familie, ganz viel Hoffnung und Enttäuschung. Die Brüder Kasimir und Parker versuchen sich in der Fremde durchzuschlagen, die Mutter hatte keine Kraft mehr. Als Luzia bei ihnen einzieht, bringt sie durch ihre Lebensfreude das ganze Konstrukt durcheinander. Jeder lebt einsamer denn je vor sich her. Auf einmal verschwindet Luzia nach Panama und auch Parker ist weg. Was passiert mit Kasimir?

Ein feines, ruhiges Buch über eine Familie, die ihr Glück in der Fremde sucht und sich immer weiter verliert. Zu viele unausgesprochene Worte, zu viele Gefühle, die versucht werden zu verdrängen. Zwei Brüder, die sich gern an ihre Kindheit erinnern und sich jetzt so fremd geworden sind. Traurig, melancholisch, dann wieder hoffnungsvoll hat mich die Geschichte ordentlich erwischt. Die Einsamkeit der Männer ist deutlich spürbar, dann öffnen sich Möglichkeiten für ein anderes Leben. Doch leicht ist das alles nicht. Zu sehr stehen sie sich selbst im Weg. Für mich ein tolles, tiefgehendes Buch. Empfehle ich sehr gern weiter.

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