Cover-Bild Die Eintracht

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

4,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Talawah Verlag
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy & Science Fiction
  • Ersterscheinung: 15.03.2019
  • ISBN: 9783947550289
Hannah Schneider

Die Eintracht

In einer Galaxie, in der die Völker seit tausend Jahren Krieg gegeneinander führen, ist die Eintracht ein Refugium der Gemeinschaftstreue und Zufriedenheit. Jeder ist hier einzigartig und wertvoll.
Als jedoch ein Anschlag das Kollektiv erschüttert, ist eine Schuldige schnell gefunden. Zur Strafe wird die Chemiearbeiterin Diana auf einen gefährlichen Delinquentenplaneten geschickt. Dann kehrt auch noch eine fast vergessene Rebellengruppe in die Eintracht zurück und die Waffe, die den Tausendjährigen Krieg entscheiden wird, droht, in die falschen Hände zu geraten …

Weitere Formate

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2019

Interssantes Gedankenmodell

0 0

Die Eintracht: Das ist eine Gemeinschaft, ein Kollektiv, bei der jeder Einwohner gleich ist. Keiner wird bevorzugt, oder benachteiligt. Jeder bekommt einen Job zugewiesen, und das Leben ist nach dem Prinzipienkatalog ...

Die Eintracht: Das ist eine Gemeinschaft, ein Kollektiv, bei der jeder Einwohner gleich ist. Keiner wird bevorzugt, oder benachteiligt. Jeder bekommt einen Job zugewiesen, und das Leben ist nach dem Prinzipienkatalog vorgeschrieben. Körperlichen Kontakt gibt es erst nach Bewilligung von Anträgen, das Essen wie Nährstoffbrötchen kommt portioniert aus einer Maschine, die Kommunikation verläuft nach Protokoll. Wer sich nicht daran hält, wird aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.

Als es einen Anschlag im Kollektiv gibt, fällt der Verdacht schnell auf Diana. Doch die kann sich an nichts erinnern. Sie hat sich zwar am Abend des Anschlags noch mit einem Nachbarn, doch der Rest an Erinnerung fehlt. Schließlich wird Diana auf den Deliquentenplaneten ausgewiesen, und trifft dort auf Mitstreiter, die sich teils bewusst gegen das Kollektiv entschieden haben.

Doch Diana fällt es nicht leicht, sich von den Regeln der Eintracht zu trennen. Schlussendlich muss sie erkennen: entweder sie bleibt den Prinzipien treu und stirbt, oder sie muss anfangen, selber Entscheidungen zu treffen, um zu überleben. Wem kann sie trauen?

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten beim Lesen des Buchs habe ich mich doch sehr gut zurecht gefunden. Das Buch ist unterteilt in die verschiedenen Sichtweisen der Hauptprotagonisten. Die Abkürzungen werden größtenteils im Glossar am Ende des Buchs beschrieben. Der Schreibstil ist flüßig und die Geschichte ist fesselnd. Denn schließlich gibt es genügend Parallelen zu unserer Geschichte, aber auch der heutigen Zeit. Beim Kollektivgedanken muss ich leider oft an die Zeit der DDR denken. Oftmals gab es genügend Spione, die einem das Leben schwer gemacht haben, obwohl man nichts verbrochen hatte. So geht es auch Diana, sie fühlt sich ständig beobachtet, und selbst als sie aus dem Kollektiv herausgeworfen wird, hält sie an den Prinzipien fest.

Viele andre „Rebellen“ versuchen das Regime zu stürzen. Ob dies Erfolgreich sein wird, erfahren wir aber erst im zweiten Teil.

Wer auf SciFi Romane steht, und sich Gedanken machen möchte über verschiedene Regierungsformen, oder schlichtweg ein Abenteuer erleben möchte, ist hier richtig aufgehoben.

Übrigens. das Cover ist doch klasse, oder?

Veröffentlicht am 30.03.2019

Unterhaltsamer Sci-Fi Roman mit dystopischen Inhalten.

0 0

Der Roman beginnt spannend mit einer dystopisch anmutenden Sciencefiction Geschichte, deren Setting zwar nicht vollkommen neu ist, die aber mit einigen interessanten und einzigartigen Elementen aufwarten ...

Der Roman beginnt spannend mit einer dystopisch anmutenden Sciencefiction Geschichte, deren Setting zwar nicht vollkommen neu ist, die aber mit einigen interessanten und einzigartigen Elementen aufwarten kann, die mich sehr ansprechen. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, die dazu beitragen, dass man als Leser ein gutes Gesamtbild von der Institution „Eintracht“ erhält.
Die Romanfiguren sind alle deutlich unterscheidbar, meinem Empfinden nach aber noch recht oberflächlich. Keiner der Protagonisten hat einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen, eben sowenig das Thema des Romans, von dem ich eigentlich einen starken moralischen Standpunkt erwartet hätte.
Aber das macht nichts, das Buch ist trotzdem sehr unterhaltsam, die Figuren sind angenehm und der sympathisch umgangssprachliche Stil der Autorin trägt dazu bei, dass es sich schnell und leicht lesen lässt.
Im Mittelteil, nachdem das anfängliche Interesse an der neuen, fremdartigen Welt ein wenig erloschen ist, habe ich den Eindruck, dass sich die Erzählung ziemlich in die Länge zieht. Es wird nie derart langweilig, dass ich versucht wäre mit dem Lesen aufzuhören, aber so richtig spannend ist es auch nicht mehr. Vor allem habe ich für eine Weile das Gefühl, die Geschichte führt nirgends mehr hin und als doch etwas Neues passiert frage ich mich, wozu das lange, verhältnismäßig ereignislose Zwischenspiel nötig war. Gegen Ende bessert sich das aber enorm, die Autorin erzählt wieder schneller und ein actionreiches und spannendes Ende bringt das Buch zu einem würdigen Abschluss.
Soweit ich weiß ist ein zweiter Teil in Arbeit, ein Veröffentlichungstermin ist mir aber noch nicht bekannt. Wann auch immer Band zwei erscheint, ich werde ihn sicher lesen, denn auch wenn „Die Eintracht“ mich nicht über die Maßen begeistern konnte, war der Roman doch spannend und hat mich gut unterhalten.
Das Cover des Buchs gefällt mir sehr, die farbliche Gestaltung finde ich ansprechend, ebenso wie die abgebildete futuristische Stadt. Bei der Darstellung des Titels mit leicht verschwommenen Glitzerteilchen musste ich schmunzeln, denn ich finde sie repräsentiert ausgezeichnet die verklärte Sicht einiger Protagonisten auf ihre vermeintlich unfehlbare Eintracht.

Veröffentlicht am 24.03.2019

düster und brutal

0 0

Die Chemiearbeiterin Diana hat bisher ein gemeinschaftstreues Leben geführt, sie ist gewissenhaft ihrer Arbeit nachgegangen. Dann gibt es einen Anschlag und man verdächtigt ausgerechnet sie, an diesem ...

Die Chemiearbeiterin Diana hat bisher ein gemeinschaftstreues Leben geführt, sie ist gewissenhaft ihrer Arbeit nachgegangen. Dann gibt es einen Anschlag und man verdächtigt ausgerechnet sie, an diesem beteiligt gewesen zu sein. Sie landet auf einem Delinquentenplaneten und muss hier um ihr Leben kämpfen, denn die Bedingungen sind nicht einfach für sie. Hier auf diesem Planeten erfährt Diana Wahrheiten über ihre Welt, die sich nicht erwartet hat.

Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Teil einer Dilogie. Die Autorin entführt ihre Leser in eine weit entfernte Galaxie, in der die Bevölkerung von ihrer Regierung unterdrückt wird. Die Gemeinschaft funktioniert wie ein Kollektiv, jeder der aus der Reihe tanzt, wird bestraft. Diese Welt ist wirklich sehr düster und auch sehr brutal. Die Handlung wird auf verschiedenen Perspektiven erzählt und als erstes stellt die Autorin den Lesern ihre Welt vor und die verschiedenen Charaktere vor.

Ich habe irgendwo gelesen, dass jemand das Buch als Dystopie bezeichnet hat, aber für mich ist das keine Dystopie, denn es spielt ja nicht in unserer Welt. Ich weiß, dass viele Leute Bücher gerne in dieses Genre packen, aber als Science Ficiton Fan passt mir das ehrlich gesagt nicht wirklich. Für mich ist hier ein Science Ficiton Roman mit vielen interessanten Ideen.

Die Autorin geht recht schonungslos mit ihren Charakteren um und auch recht brutal. Erst zum Ende hin werden viele Fragen beantwortet und machen mich neugierig auf den 2. Teil. Romantik gibt es übrigens überhaupt nicht, was der Handlung jetzt nicht unbedingt schadet, aber mich hätte eine Romanze jetzt auch nicht gestört.

Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Punkte.