Cover-Bild Der Sommer der Dünenrosen

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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 16.04.2018
  • ISBN: 9783442486809
Jamie Brenner

Der Sommer der Dünenrosen

Roman
Martina Tichy (Übersetzer)

Bei Marin Bishop läuft gerade alles schief: Ihre Verlobung platzt, ihre Eltern lassen sich scheiden, und sie verliert ihren Job in einer angesehenen Anwaltskanzlei. Als plötzlich ihre Halbschwester Rachel auftaucht, von deren Existenz Marin nichts ahnte, machen sich die beiden mit Marins Mutter im Schlepptau auf den Weg nach Cape Cod, wo noch mehr Überraschungen auf sie warten. Im Laufe eines turbulenten Sommers kommen lange gehütete Familiengeheinisse ans Licht und führen drei Generationen von Frauen zusammen, bis am Ende alle ihr wahres Zuhause finden.

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Veröffentlicht am 25.05.2018

Der Sommer der Dünenrosen

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Marins Leben gerät aus den Fugen: der Geliebte und der Job weg und plötzlich hat sie eine Schwester. Die Mutter hat sie jahrelang belogen und scheint es nicht zu bereuen. Sie macht sich mit auf den Weg ...

Marins Leben gerät aus den Fugen: der Geliebte und der Job weg und plötzlich hat sie eine Schwester. Die Mutter hat sie jahrelang belogen und scheint es nicht zu bereuen. Sie macht sich mit auf den Weg zur Großmutter und freundet sich dort mit deren Frau Kelly an, die sie an die Mosaikkunst heranführt. Die beiden werden Freundinnen und stehen einander in schweren Zeiten bei…
Marin fand ich sympathisch, auch wenn sie es allen nicht immer einfach macht. Sie ist einfach nur verletzt und weiß nicht mehr weiter. Alles was ihr wichtig war, hat sie verloren und sie muss erst wieder wissen, wie sie weitermachen will. Zurück und als Anwältin arbeiten, oder etwas ganz anderes machen.

Julian ist die Affäre von Marin und ein Kollege, bis ihr Geheimnis auffliegt und sie die „Beziehung“ beenden. Er will nichts mehr mit Marin zu tun haben, bis ihm dann bewusst wird, das er sie vermisst.
Über Julian erfährt man nicht viel – für mich war er ein Fähnchen im Wind, das nicht wusste, was es will. Erst lässt er Marin wie eine heiße Kartoffel fallen und dann kommt er wieder angekrochen – machte ihn nicht sonderlich sympathisch.

Rachel kennt ihren Vater nicht und trifft durch Zufall auf die Nachricht, das sie eine Schwester hat. Sie recherchiert und findet auch eine Großmutter, zu der sie reisen will. Auf dem Weg sammelt sie Marin und deren Mutter ein und das Abenteuer beginnt. Rachel sucht die Anerkennung von Amelia, die sie bei ihrer Mutter nie gefunden hat. In Luke sieht sie einen Partner für´s Leben, bis Marin ihr angeblich ins Handwerk pfuscht.
Rachel fand ich furchtbar, denn sie war immer nur eifersüchtig auf Marin und will bestimmten Personen gefallen. Die bettelt um Lob und Anerkennung, was mich so genervt hat. Marin hat mit all ihren Kommentaren recht.

Blythe ist die Mutter von Marin und wollte für sie immer nur das beste. Den besten Mann, den besten Beruf und das beste Aussehen. Die Tochter soll ihre Karriere für einen Mann sausen lassen, damit sie das Frauen am Herd spielen kann. So wie Blythe es gemacht hat. Der richtige Weg war es nicht, denn anscheinend wurde sie für ihren Mann Kip zu langweilig und er lässt sie fallen. Blythe ist am Boden zerstört und versucht ihn zurückzugewinnen – doch ohne Erfolg, wie es scheint…
Mit ihr bin ich nicht warm geworden, da sie eine eiskalte Lügnerin ist, die nicht zu ihrem Fehltritt steht. Sie bevormundet Marin und diktiert der Tochter ihr Leben. Ein No Go!
Kip hat nach vielen Jahren der Ehe genug und lässt sich scheiden. Der Grund: eine neue Liebe zu einer jüngeren Frau. Ihm scheint es gut zu tun, doch es kann seinen beruflichen „Abstieg“ nicht verhindern. Kip ist ein alter Mann geworden, der gerne in Rente gehen darf. Bei ihm war die Sympathie eine Achterbahnfahrt – mal fand ich ihn und seine Sichtweise klasse, doch dann gab er aber auch mal was von sich, worüber ich nur mit dem Kopf schütteln kann.
Fran ist die Mutter von Rachel und alles andere als ein Vorbild. Sie ist immer unterwegs und lässt die Tochter zurück. Für mich war sie nur eine kleine Randfigur, die nicht weiter wichtig war.

Kelly ist die Frau von Amelia und eine frühere Bekannte deren Tochter Nadine, die keinen Kontakt mehr zu beiden hat. Nadine wohnt nun in Italien und ist die letzte Person, die Kontakt zu Nick hatte. In der Geschichte ist sie die Unruhestifterin und will alle vernichten und unglücklich machen.
Kelly ist eine Künstlerin, die faszinierende Mosaikkunstwerke erschafft. Sie hat den Krebs schon einmal besiegt und blüht seit dem immer mehr auf. Für Amelia ist sie zum Mittelpunkt ihrer Welt geworden. Zu Beginn fand ich Kelly ganz toll, aber gegen Ende war ich nur noch genervt von ihrer Geheimniskrämerei.
Amelia ist die Großmutter von Marin und Rachel und freut sich, als sie die beiden Mädchen besuchen. Zu Rachel baut sie schnell eine Beziehung auf, denn diese sieht in ihr die perfekte Großmutter, die ihr kochen, backen und noch viel mehr beibringt.
Marin hält eine große Distanz zu Amelia und es wirkt als könnten beide nicht viel miteinander anfangen. Bei ihnen braucht die Beziehung Zeit.
Amelia war mir von der ersten Minute an sympathisch und ich kann nicht verstehen, warum Nadine und Nick so einen Hass auf sie hatten. Liebe passiert halt einfach.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Marin, Rachel und Blythe, was einen guten Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt.

Als ich mit dem Buch begonnen hatte, war ich mir sicher, das mir die Geschichte gefallen wird – was zumindest auf die erste Hälfte zutrifft. Danach zog sich die Story in die Länge, weil einfach nichts passierte und man gefühlt auf der Stelle trat. Außerdem wurden mir einige Charaktere immer unsympathischer und das machte das Lesen nicht unbedingt einfacher. Alles in allem aber eine schöne Geschichte zum Entspannen!

Veröffentlicht am 19.05.2018

Zwei ungleiche Schwestern auf der Suche nach ihren Wurzeln - am Ende mit mehr (ungelösten) Problemen und Drama als nötig

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Marin Bishop wird ihre Anstellung in einer renommierten Anwaltskanzlei in New York gekündigt, nachdem ihre Beziehung zu einem ihrer Vorgesetzten aufgedeckt wurde. Kurz zuvor hatte sie die Verlobung von ...

Marin Bishop wird ihre Anstellung in einer renommierten Anwaltskanzlei in New York gekündigt, nachdem ihre Beziehung zu einem ihrer Vorgesetzten aufgedeckt wurde. Kurz zuvor hatte sie die Verlobung von ihrem langjährigen Freund gelöst und von ihren Eltern erfahren, dass diese sich aufgrund einer Affäre ihres Vaters scheiden lassen. Als sich dann auch noch Unstimmigkeiten aufgrund eines DNA-Tests im Hinblick auf ihre Abstammung ergeben und sie von einer jungen Frau aus Kalifornien kontaktiert wird, die behauptet, ihre Halbschwester zu sein, scheint Marins gesamtes Leben in Trümmern zu liegen. Die Halbschwester Rachel, die selbst erst herausgefunden hatte, wer ihr Vater ist und dessen Familie sie besuchen möchte, um mehr über ihre Herkunft zu erfahren, überredet Marin mit ihr nach Cape Cod zu fahren, um die gemeinsame Großmutter Amelia, die dort eine Pension betreibt, zu besuchen. Kurzerhand fährt auch Marins Mutter mit, von der Marin schwer enttäuscht ist, da sie ihr Leben lang von ihr belogen wurde und sie sich auch weiterhin hinsichtlich der Vaterschaft in Schweigen hüllt.

Während Rachel neugierig auf ihre "neue" Familie ist und sich in Cape Cod sehr aufgeschlossen zeigt, zieht sich Marin sehr zurück und trauert vor allem ihrer Affäre Julian hinterher, der selbst seinen Job verloren hat und Abstand von ihr wollte. Sie ist genervt von ihrer Mutter, versucht aber auch nicht, ihre Großmutter kennenzulernen. Rachel sucht zwar den Kontakt zu Amelia und guckt sich Fotos von ihrem verstorbenen Vater an, aber mir fehlte dennoch ein Gefühl dafür, dass die beiden Halbschwester tatsächlich vor Ort sind, um mehr über ihre Herkunft zu erfahren, was der Grund ihrer Reise war. Stattdessen kommen so viele weitere Probleme vor allem auf Marin, aber auch auf Amelia und Kelly, die zusammen mit ihr die Pension betreibt, zu, so dass der Roman viel zu überladen wird.
Das Eheaus von Marins Eltern und auch die Suche nach ihrer eigenen Identität gerät völlig in den Hintergrund, stattdessen kommen andere Konflikte und Schwierigkeiten wie die Eifersucht zwischen den Schwestern, Neid, Missgunst und Erbstreitigkeiten sowie eine ungewollte Schwangerschaft und eine Krebserkrankung zutage.

Ich hätte mir gewünscht, wenn die Autorin sich auf einige wenige Themen fokussiert hätte und diese vertieft hätte, statt so viele Probleme und Schicksalsschläge in eine Familie und einen Roman zu packen.

Zudem wechseln die Perspektiven so übergangslos innerhalb der Kapitel, dass mich der Roman immer wieder kurzzeitig verwirrte, insbesondere dann, wenn auch noch Rückblenden in die Vergangenheit erfolgten. Dass letztlich die ganze zusammengewürfelte Familie den Sommer in Provincetown verbrachte und ihren eigentlichen Leben den Rücken kehrten, ohne dass sich die Beteiligten aktiv bemühten, sich tatsächlich kennenzulernen, in dem sie über Vergangenes sprachen, empfand ich nicht wirklich realistisch. Mir blieben am Ende einfach zu viele Fragen offen und Konflikte ungelöst.