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Veröffentlicht am 08.09.2020

Wenn Du zurückkehrst

Wenn du zurückkehrst
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Trevor kommt verwundet aus dem Krieg zurück und muss seine Karriere als Chirurg an den Nagel hängen. Ein weiteres Mitbringsel ist seine Krankheit: PTSD und Gespräche mit seinen Psychologen. Trevors neues ...

Trevor kommt verwundet aus dem Krieg zurück und muss seine Karriere als Chirurg an den Nagel hängen. Ein weiteres Mitbringsel ist seine Krankheit: PTSD und Gespräche mit seinen Psychologen. Trevors neues Ziel: er will ebenfalls diese Richtung einschlagen, muss aber vorher einen unerwarteten Umweg in Kauf nehmen. Aus heiterem Himmel stirbt sein Großvater weit weg von seinem Zuhause und der Enkel muss sich nun um alles kümmern. Das Haus und die geliebten Bienen, zu denen auch Trevor ein gutes Verhältnis pflegt. Kurzerhand zieht er in die Hütte seines Großvaters und macht Bekanntschaft mit dem Teenager Callie, die ihm eher ablehnend, zweifelnd gegenübersteht und der Polizistin Natalie, die seine Gefühle durcheinander bringt…
Es kommt selten vor, das mir ein Charakter vom ersten Moment an so unsympathisch ist wie Trevor. Sein Verhalten gegenüber Natalie fand ich furchtbar und hätte mich niemals auf ihn eingelassen. Er hält sich für das größte Geschenk der Frauenwelt, was ich nicht mal ansatzweise nachvollziehen konnte. Das er sich am Ende aber so um Callie gekümmert hat, brachte ihm zwar ein paar Pluspunkte ein, konnte meine Meinung zu ihm auch nicht mehr ändern. Ich habe zwar nur ein paar Romane von dem Autor vor Ewigkeiten mal gelesen und ich kann mich nicht daran erinnern, dass der jeweilige männliche Hauptcharakter so furchtbar dargestellt wurde.

Natalie arbeitet bei der Polizei und trifft eines Tages spontan auf Trevor. Sie hat Licht in dem alten Häuschen gesehen und wollte nach dem Rechten sehen. Die Polizistin hat nicht damit gerechnet, das sie sich in ihn verlieben könnte, doch Trevor schleicht sich in ihr Herz. Nur leider kann Natalie dem Verlangen nicht nachgeben, da sie nicht so frei ist, wie man auf den ersten Blick vermuten kann…
Tja, Natalie – ihr Freund und Helfer und immer zur Seite, wenn Trevor auf eigene Faust recherchiert. Sei es in Callies Wohnwagen oder bei der Suche deren Familie zu finden. Ich bin mit ihr leider nicht warm geworden, dazu hatte sie eine zu kleine Nebenrolle. Ihr Geheimnis konnte man recht schnell erahnen bzw. in welche Richtung das Geheimnis geht. Ihre Loyalität kann man nachvollziehen, aber ich fand es furchtbar, was die Eltern abgezogen haben bzw. wie sie alles mit ihrem Glauben rechtfertigen.

Callie hatte ein gutes Verhältnis zu dem Großvater von Trevor und scheinbar weiß sie nicht recht, was sie von dem Mann halten soll. Zwar kreuzt sie immer mal wieder seinen Weg, aber viel Zeit verbringen sie nicht miteinander. Und trotzdem kümmert sich Trevor gut um sie und will ihr helfen ihr Leben wieder in die richtige Bahn zu lenken…
Auch Callie macht einen netten Eindruck, aber auch sie hatte eine zu kleine Nebenrolle um sie wirklich sympathisch zu finden. Ich hätte mir gewünscht, das beide eine größere Rolle gespielt hätten. Ihre Geschichte endete für meinen Geschmack etwas zu schnell – sie schließt Frieden und dann ist alles Friede, Freude, Eierkuchen.

Die Bienen haben mich etwas enttäuscht bzw. ich war enttäuscht über ihren Platz in der Geschichte. Anfangs dreht es sich etwas mehr um die fliegenden Nachbarn von Trevor und man begleitet ihn bei der Arbeit. Natalie bekommt, so wie auch der Leser, einen Einblick in das Leben der Bienen. Aber irgendwann wurden sie nur noch eine kleine Nebensache, die alle paar Kapitel mal erwähnt wird. Fand ich schade.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Trevor, was einen Einblick in seine Gefühls- und Gedankenwelt gibt.

Mir bleibt nur eines zu sagen: die Handlung zieht sich wie Kaugummi endlos lang hin.
Eigentlich geht es nur um Trevor, sein Trauma und wie er versucht wieder „glücklich“ (wenn er das überhaupt kann) zu werden. Nebenbei kommt Natalie ins Spiel, in die er sich unsterblich verliebt und keine Chance bekommt, und der Teenager Callie, an der Trevor einen Narren gefressen hat und die er nicht aufgeben will.
Ich fand es leider langweilig zu verfolgen, wie Trevor durch seine Geschichte wandelt und musste mit mir kämpfen, ob ich das Buch nicht lieber abbrechen sollte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2020

Ausgerechnet Alabama

Ausgerechnet Alabama
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Susan ist im St. Helen´s Kinderheim aufgewachsen und hat immer noch eine enge Beziehung zu diesem Ort, besonders Schwester Maria. Sie besucht die aktuellen Kinder und zwei haben die Frau sehr ins Herz ...


Susan ist im St. Helen´s Kinderheim aufgewachsen und hat immer noch eine enge Beziehung zu diesem Ort, besonders Schwester Maria. Sie besucht die aktuellen Kinder und zwei haben die Frau sehr ins Herz geschlossen: Matthew und Kathleen, die Susan gerne zur Mutter hätten. Doch das ist für Susan aktuell nicht möglich. Als selbstständige Innenarchitektin hat sie gut zu tun und könnte als Alleinstehende nicht genügend Zeit aufbringen. Ansonsten verbringt sie gerne viel Zeit mit ihren besten Freunden Danny und Bonnie…und dann kommt ganz plötzlich dieser Anruf, das Susan von ihrer unbekannten Großmutter ein Anwesen in Alabama geerbt hat. Kann und will sie sich auf diese unbekannte Sache einlassen? In ihre unbekannte Vergangenheit eintauchen und verstehen, warum ihre Mutter sie abgegeben hat?
Susan entscheidet sich für eine Reise in die Staaten und versucht sich in Taspering einen Eindruck von der Sachlage zu machen. Dabei kommt sie in regen Kontakt mit den Einheimischen und der Vergangenheit ihrer Familie…
Susan macht den Eindruck einer typischen Engländerin als sie in den Staaten ankommt und muss sich erstmal an die neuen Gegebenheiten gewöhnen. Das sie sich für ihren Standpunkt zu der Geschichte der Südstaaten standhaft gegen die Einheimischen zeigt, hat mir gefallen. Sie ist nicht wie ihre Familie und möchte eine andere Richtung mit ihrer Anwesenheit verkörpern. An sich macht Susan einen netten Eindruck, aber ich habe nicht wirklich eine Verbindung zu ihr gefunden. Viele ihrer Handlungen fand ich überzogen und konnte nicht nachvollziehen, warum sie so reagiert hat. Besonders in den vielen Situationen mit Jeff. Sagen wir es so, Susan hat mich als Charakter nicht überrascht.

Jeff hat dem Herrenhaus schon öfters unter die Arme gegriffen und unzählige Reparaturen durchgeführt. Passenderweise wohnt er auch gleich in einem Nebengebäude von Grayson House und ist schnell zur Stelle. Doch niemand weiß, wer er wirklich ist: ein Sportler, dem seine Schulter zu schaffen macht und nicht weiß, ob er jemals wieder zur alten Stärke zurückfinden kann oder ob er nicht besser in den „Ruhestand“ gehen sollte…
Ich konnte leider überhaupt nicht nachvollziehen, was Susan an Jeff gefunden hat. Er ist ein Macho und selbstverliebt, seine Sprüche machen ihn – in meinen Augen – wenig sympathisch und ich fand seine ganze „Anmacherei“ wenig anziehend. Seine Hintergrundgeschichte um den Sport fand ich am besten und brachte eine interessante kleine Nebengeschichte in das Buch.

Glenda und Tom sind die Angestellten der Großmutter von Susan und halten Grayson House am Leben. Sie helfen der Engländerin wo sie nur können – auch wenn sie manchmal nicht immer mit offenen Karten spielen. Siehe Südstaaten-Fest.
An sich machten die zwei einen netten Eindruck, aber wirklich warm bin ich mit ihnen nicht geworden.

Judy, die Enkelin von Glenda und Tom, spielt immer mal wieder eine kleine Nebenrolle und freundet sich mit Susan an. Diese gibt ihr auch mal Rat bei Jungs-Fragen. Judy ist ein typischer Teenager und war eine kleine Erfrischung zwischen den ganzen anderen Südstaatlern.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Susan und Jeff, was einen Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Mir hat die Perspektive aus der dritten Sicht leider nicht gefallen, da man dadurch kaum Sympathien zu den Charakteren aufbauen konnte. Aber das ist vermutlich auch Geschmackssache.

Es ist eine nette Familien- und Liebesgeschichte für Zwischendurch, die mich leider nicht vollkommen überzeugen konnte. Für mich blieben die zwei Hauptcharaktere Susan und Jeff zu unnahbar, einerseits wegen der Erzählperspektive und andererseits wegen ihrem Charakter an sich. Vom Familiengeheimnis hatte ich mir auch mehr erhofft als es am Ende tatsächlich war – man konnte recht schnell erahnen in welche Richtung sich alles entwickeln wird. Außerdem konnte mich auch die Lovestory zwischen Susan und Jeff nicht vollkommen packen – für mich fehlte es da an Gefühlen.
Alles blieb recht oberflächlich, klischeehaft und da waren für mich einfach keine Funken. Die Grundidee des Buches finde ich immer noch gut – deswegen wollte ich nach dem Lesen des Klappentextes die Geschichte auch lesen – aber mir fehlte es einfach etwas an Spannung und Tiefe. Vielleicht war mein größtes Problem auch einfach die Erzählperspektive, die für mich zu viel Distanz zum Buch einbrachte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2019

Prince of Passion - Band 1

Prince of Passion – Nicholas
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Inhalt

Royal Romance – das ultimative Märchen. Der erste Band der Erfolgstrilogie um zwei Prinzen und ihren Bodyguard. Für alle, die mal eine Pause von der Realität brauchen …
Ich heiße Nicholas Arthur ...

Inhalt

Royal Romance – das ultimative Märchen. Der erste Band der Erfolgstrilogie um zwei Prinzen und ihren Bodyguard. Für alle, die mal eine Pause von der Realität brauchen …
Ich heiße Nicholas Arthur Frederick Edward Pembrook, Kronprinz von Wessco. Meine Fans nennen mich His Royal Hotness. Meine Großmutter, die Königin, nennt mich einen störrischen Jungen. Sie will, dass ich meine Pflicht tue, heirate und Erben in die Welt setze. Und ich weiß, dass sie recht hat. Es ist das, was Prinzen tun. Aber meine Gnadenfrist von fünf Monaten will ich noch voll auskosten. Und was könnte köstlicher sein als die Lippen einer selbstbewussten New Yorker Kellnerin, die nicht den geringsten Respekt vor mir oder meinem Titel hat?
(Quelle: Rowohlt )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich bei Kyss für das Rezensionsexemplar bedanken.

Band 1 der „Prince Of Passion“ – Reihe.

Prinz Nicholas wird von der Königin nach New York geschickt um seinen verlorenen Bruder Henry wieder einzufangen und ihn zurück in die Heimat zu bringen. Allerdings hält Nichoals nicht viel von dem Plan, denn er kann der Stadt nicht viel abgewinnen, was mit an dem Tod seiner Eltern liegt – zum Glück begleitet ihn sein bester Freund, dessen Frau er allerdings nicht leiden kann. Die bliebt aber Zuhause. Während eines Schneesturms landen die beiden in einem kleinen Café und die Bedienung hat es Nicholas sofort angetan. Mit Geld versucht er sie zu einer Nacht zu überreden, doch die Unbekannte lässt sich nicht überzeugen. Aber der Prinz weiß um seinen Charm und am Ende wickelt er sie um seinen Finger…
Nicholas macht es einem anfangs nicht einfach ihn zu mögen, denn er ist das klassische Klischee eines Jungesellen. Aber man lernt ihn im Laufe der Kapitel besser kennen und erkennt seine anderen Seiten. Anfangs war ich mir sicher, das Olivia niemals die Prinzessin an seiner Seite wird. Die Königin hätte sie niemals als diese geduldet – welchen Schachzug Nicholas am Ende macht, hätte ich von ihm nie erwartet. Eine kleine Überraschung.

Olivia und ihre Familie haben ein kleines Café mit ihrem Markenzeichen: leckeren Pies. Doch der Schein trügt – der Familie geht es alles andere als gut. Nach dem Tod der Mutter schmeißt Oliva den Laden allein, damit ihre Schwester zur Schule gehen kann und ihren Traum leben kann. Der Vater ertränkt seine Trauer im Alkohol und ist keine Hilfe. Tag für Tag kämpft die älteste Tochter mit ihrem guten Mitarbeiter und Freund um das Überleben. Bis sich eines Tages alles wendet und Olivia die Chance ihres Lebens bekommt: die Liebe vollkommen auszukosten und für eine kurze Zeit ihre Probleme in den Hintergrund rücken zu lassen…
Olivia hat es nie einfach gehabt, aber sie ist trotzdem sprachlos als man ihr Geld für eine Nacht anbietet. Sie ist doch nicht käuflich – und das beweist sie immer wieder. Sie bleibt sich im gesamten Buch treu und das fand ich sehr sympathisch.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Nicholas nd Olivia, was einen Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt.

Was mir gut gefallen hat war, das es nicht nicht nur um die Liebesgeschichte von Nicholas und Olivia dreht, sondern das auch andere Charaktere ihren Platz in der Geschichte bekommen. Henry, der jüngere Bruder von Nicholas oder die Familie von Olivia. Nicht zu vergessen der gute Freund von Nicholas und seine Frau, die sich mit Olivia anfreundet. Außerdem bekommt man noch einen Einblick in das Leben zu Hofe und lernt die Monarchin kennen, die ganz besonders ist. Grausam. Oder auch mal nett.
Die Liebesgeschichte von Nicholas und Olivia ist nichts vollkommen Neues, was man noch nie gelesen hat, aber trotzdem konnte sie mich von sich überzeugen. Beides sind Personen, die für sich und ihre Überzeugung einstehen. Nicholas weiß um seine Verantwortung und weiß lange nicht, wie er die Liebe damit verbinden soll, aber am Ende bekommt er mit seiner Liebsten sein Happy End. Mir hat das Buch gefallen!
Da mich Henry hier in dieser Geschichte nicht so von sich überzeugen kann, werde ich wohl den zweiten Band überspringen und direkt den dritten lesen, der mich von den Charakteren deutlich mehr anspricht. Das Logan für jemand bestimmten schwärmt ist ja offensichtlich und ich freue mich schon auf diese Liebesgeschichte.

Veröffentlicht am 18.04.2019

Mine

Mine | Erotischer SM-Roman
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Inhalt

Jonathan ist mächtig. Jonathan ist skrupellos. Jonathan ist reich. Sex ist für ihn ein Ventil, um neue Kräfte zu tanken. Kräfte, die er braucht, um seine undurchsichtigen Geschäfte, seine Karriere ...

Inhalt

Jonathan ist mächtig. Jonathan ist skrupellos. Jonathan ist reich. Sex ist für ihn ein Ventil, um neue Kräfte zu tanken. Kräfte, die er braucht, um seine undurchsichtigen Geschäfte, seine Karriere und seinen Machteinfluss voranzutreiben. Er benutzt Frauen, ohne auch nur das Geringste für sie zu empfinden – bis er auf Isabell trifft. Sie ist klug, schön und eine Kämpferin. Isabell möchte studieren und sich ein Leben in Würde und Freude zurückerobern. Ein Leben, das sie durch einen tragischen Schicksalsschlag verloren hat. Dafür ist sie bereit, ihren Körper zu verkaufen.
Jonathan gabelt die junge Frau von der Straße auf und nimmt sie unter Vertrag. Ihr Körper gehört fortan ihm. Im Gegenzug dazu finanziert er ihr Studium und stellt ihr eine Wohnung zur Verfügung.
Nur Jonathan ist ihr Körper vorbehalten. Sie ist sein Spielzeug, das er mit niemand anderem teilen will.
Doch bald schon bemerkt Jonathan, dass Isabell anders ist. Dass sie ihn verändert und seinem Herzen gefährlich nahe kommt.
Isabell wird für Jonathan zur Bedrohung, der er mit roher Gewalt begegnet.
Wird die junge Frau es schaffen, ungebrochen aus diesem Deal hervorzugehen?
(Quelle: Amazon )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich bei Blue Panther Books für das Rezensionsexemplar bedanken.

Isabell hat eine harte Zeit hinter sich: früh die Eltern verloren, ins Heim, dann zu einer Tante, von der sie schließlich flüchtet und über zehn Jahre obdachlos ist. Aber niemanden darauf einen Hinweis gibt – nun will sie studieren, aber ohne einen guten Job scheint das aussichtslos zu sein. Also beschließt sie ihren Körper zu verkaufen und trifft auf Jonathan. Was anfangs wie eine große Chance wirkt, wird nach und nach zu einem Horrortrip, aus dem Isabell sich befreien will…
Ich hätte nicht gedacht, das Isabell so naiv und so wenig für sich einsteht – und das mit ihrer Geschichte. Ihr Leben vor ihrem „Job“ hätte ihr ein paar Ecken und Widerstandsfähigkeit verpassen sollen, aber gegen Jonathan ist sie hilflos, weil sie das Geld braucht, mit dem sie aufblüht und sich verliebt. Gegen Ende macht wie eine Entwicklung durch, die ich mir für sie viel früher gewünscht hätte. Aber lieber spät als überhaupt nicht.

Jonathan kann sich alles kaufen: Frauen, Sex, Geschäfte und Wohnungen. Er wirft wie Spielgeld mit seinem Vermögen herum – kauft einer Frau einen Pelzmantel, der anderen finanziert er das Studium und hält sie als eigenes Spielzeug oder er erkauft sich damit das Schweigen nach einer brutalen Nacht. Zu Isabell fühlt er sich anfangs sehr stark hingezogen – sie ist herrlich unperfekt und genau passend für seine Bedürfnisse. Doch je mehr Luxus er Isabell zur Verfügung steht, umso schwieriger wird es für ihn – und auch langweiliger. Der Reiz verfliegt nach und nach, sodass er sich andere Frauen sucht…nur am Ende wieder seinen Weg zu Isabell zu finden.
Ich bin mit Jonathan überhaupt nicht warm geworden – ich finde seine Handlungen grauenvoll und nicht nachvollziehbar. Das er sich gegen Ende des Buches selbst den Spiegel vorhält und bemerkt, was er getan hat, war ein langer Weg, aber wirklich abkaufen konnte ich es ihm nicht.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Isabell und Jonathan, was einen Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Was mich aber sehr gestört hat, waren die schnellen Perspektivwechsel zwischen den beiden – teilweise nur ein paar Zeilen lang und schon war wieder der andere dran.

Es gab eine Sache, die mir das gesamte Buch vermiest haben: hier geschieht der gesamte Sex größtenteils nur gegen der Willen der Frauen (besonders bei Isabell) und ihnen wird viel schlimmes und verachtendes angetan, was ich einfach nicht gut heißen kann. Das ist keine Erotik, sondern Körperverletzung, und sowas will ich nicht lesen.
An sich ist die Grundidee nicht schlecht und es gibt auch immer mal wieder ein paar Abschnitte, die mir gefallen haben (z. B. die Romanze, die sich anbahnt, oder als Isabell sich anfängt gegen Jonathan zu stellen), aber es gab auch viele ellenlange Abschnitte, die zu sehr in die Länge gezogen wurden und einfach nichts passiert ist.
Alles in allem nicht mein Buch, leider.

Veröffentlicht am 18.04.2019

EbenHolz und ElfenBein

EbenHolz und ElfenBein | Erotischer Roman
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Inhalt

Martin und Marion leben ein gutbürgerliches Leben ohne besondere Höhen und Tiefen. Als Marion eines Tages einen Porno ihres Mannes entdeckt, beginnt eine Reise zu ihren sexuellen Abgründen. Gemeinsam ...

Inhalt

Martin und Marion leben ein gutbürgerliches Leben ohne besondere Höhen und Tiefen. Als Marion eines Tages einen Porno ihres Mannes entdeckt, beginnt eine Reise zu ihren sexuellen Abgründen. Gemeinsam erkunden sie ihre tiefsten, dunkelsten Fantasien. Dabei treffen sie auf den Afrikaner Moe. Mit voyeuristischer Lust beobachtet Martin, wie sich seine Frau voll und ganz der übermächtigen Sexualität des Schwarzen überlässt. In der freien Natur streifen sie alle Zivilisation ab und geben sich der urwüchsigen Geilheit hin, wobei Marion in dem alles verzehrenden Akt über ihre Grenzen hinausgeht.
Doch damit ist ihre Reise noch nicht zu Ende, sondern findet ihre Steigerung in der Stadt der Liebe, wo sie sich tief im Labyrinth ihrer Fantasien verstricken. In der brutalen Ehrlichkeit des Analsex, wenn elfenbeinfarbene Haut auf schwarzes, hartes Ebenholz trifft, wird Marion zu der anbetungswürdigen Frau, die Martin so sehr liebt — Hure und Heilige …
(Quelle: Amazon )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich bei Blue Panther Books für das Rezensionsexemplar bedanken.

Martin würde gerne wieder mehr Leben in ihr Sexleben bringen, hat nur keine Ahnung wie. Als Marion schließlich sein Filmchen entdeckt, ist eine Idee geboren, die Martin nur zu gerne umsetzen möchte als er einen farbigen Mann trifft, dem Marion sehr gut gefällt. Alles wird besprochen und sie verbringen viel Zeit miteinander, bis es schließlich passiert. Danach geht jeder seines Weges, bis sie wieder einen anderen farbigen Mann begegnen…und das Spiel beginnt von vorn.
Martin will seinen Wunsch durchsetzen, ohne Rücksicht auf Verluste, das merkt man ihm deutlich an.

Marion ist das klassische Klischee einer Frau – vollbusig und blonde Mähne. Martin hat sie aus einer trostlosen Ehe mit einem Beamten gerettet und kann es nicht glauben, das sie an seiner Seite ist. Marion ist mit Martin glücklich, auch wenn es zwischen ihnen sexuell nicht mehr so läuft. Bis sie sein Filmchen entdeckt und seine geheime Phantasie aufdeckt, die sie ihm nur zu gerne erfüllen würde…auch wenn sie sich vor dem Akt fürchtet…
Marion war mir zu austauschbar und langweilig – sie benimmt sich wie ein Hündchen, das auf die Befehle des Herrchens (in diesem Fall Martin) wartet und dann ewig langen Zuspruch braucht um das zu machen, was er von ihr erwartet. Immer wieder überredet er sie, seine Wünsche auszuleben und nimmt kaum Rücksicht auf ihre Bedürfnisse, was ich erschreckend fand.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Martin, was einen Einblick in seine Gefühls- und Gedankenwelt gibt, auf Dauer aber sehr
langweilig war.

Da ich bisher – soweit ich mich erinnern kann – nur weibliche Autoren aus diesem Genre gelesen habe, wollte ich diesem Autor eine Chance geben. Der Klappentext klang nach einer Geschichte, die ich bisher noch nicht in dieser Art gelesen habe, und das machte mich neugierig. Die Grundidee ist nicht schlecht, aber mir gefiel die Umsetzung einfach nicht – Martins Beschreibungen über Marion gingen mir irgendwann auf die Nerven und seine Art alles zu „bereden“ (oder besser gesagt tot zu reden) wurde irgendwann zu viel. Es wurde alles immer ständig wiederholt oder endlos in die Länge gezogen – der Erzählstil war einfach nicht mein Fall. So wie auch der Erotikanteil des Buches mir einfach nicht gefallen hat – aber das ist nur meine persönliche Meinung. Es fehlte der Handlung insgesamt an Abwechslung und vielleicht auch an Überraschungen, da es sehr absehbar war. Ich habe viele Kapitel auch einfach nur quergelesen, weil einfach nichts Neues passierte.
Alles in allem blieb das Buch weit hinter meinen Erwartungen zurück, leider keine Leseempfehlung.