Cover-Bild Wie die Karnickel
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: SATYR Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy & Science Fiction
  • Seitenzahl: 408
  • Ersterscheinung: 01.09.2025
  • ISBN: 9783910775350
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Jasper Fforde

Wie die Karnickel

Roman
Miriam Neidhardt (Übersetzer)

In seinem »bisher ernüchterndsten und realistischsten Buch« (The Guardian) spielt der postmoderne Fantasy- und Bestseller-Autor Jasper Fforde alle Mechanismen von Rassismus und Xenophobie klug und unterhaltsam durch, und zwar in einer absurd-komischen Parallelwelt, die – abgesehen von vermenschlichten Kaninchen – der unseren doch erschreckend ähnelt.
Das britische Dörfchen Much Hemlock, nah an der walisischen Grenze, war immer ein Hort des Friedens. Sauber. Traditionell. Die Menschen aufrecht und beflissen. Doch dann kommen sie. Mit ihrer seltsamen Religion, ihrer aggressiven veganen Agenda und viel zu vielen Kindern. Zwar geben sie sich ruhig und friedliebend, aber wer weiß, wie lange noch? »Sie« sind eine Familie vermenschlichter Ka­nin­chen – das Ergebnis eines unerklärlichen Ereignisses vor rund einem halben Jahr­hundert.
Ihr Nachbar, der langjährige Dorfbewohner Peter Knox, muss sich entscheiden: Kann er Zaungast der Entwicklung bleiben und weiterhin eine ruhige Kugel bei der Rabbit
Compliance Taskforce schieben oder soll er den neuen Nachbarn beistehen, denen, wie allen anderen 1,2 Millionen Kanin­chen im Ver­einigten Königreich, die Zwangsumsiedlung nach Wales droht?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2026

Wie die Karnickel

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Sie sind vegan, friedlich, auf das Gemeinwohl orientiert und bevorzugen das Matriarchat und damit das Gegenteil von dem, was die Menschheit bis zu dem spontanen anthropomorphenden Ereignis kannte und lebte. ...

Sie sind vegan, friedlich, auf das Gemeinwohl orientiert und bevorzugen das Matriarchat und damit das Gegenteil von dem, was die Menschheit bis zu dem spontanen anthropomorphenden Ereignis kannte und lebte.

Bei diesem Ereignis wurden 18 Kaninchen vermenschlicht, sie konnten sprechen und auf zwei Beinen gehen und wurde nach anfänglicher Skepsis erst freudig und freundlich aufgenommen, doch irgendwann schlug dies in Fremdenhass und Ablehnung ihrer ach so ungewöhnlichen Lebensweise um.

Ein halbes Jahrhundert später lebt der Großteil in abgegrenzten Kolonien, nur wenige Kaninchen dürfen noch außerhalb leben. Doch das reicht den Humansupramisten nicht, sie wollen eine große Umsiedlung in eine eigens abgegrenzte Region in Wales, wo die Kaninchen in ihren Niedriglohnjobs fürs britische Volk arbeiten darf, aber das Leben der Menschen nicht mehr durch ihren täglichen Anblick stört.

Peter Knox, der Protagonist des Buches, lebt bislang vor sich hin, ist sich sicher, dass niemand von seiner eigentlichen Tätigkeit weiß (er ist für alle nur ein langweiliger Buchhalter), als plötzlich seine alte Studienkollegin Conni wieder in sein Leben tritt und alles verändert. Conni ist ein vermenschlichtes Kaninchen und taucht plötzlich in der Bücherei auf, in der Peter ehrenamtlich arbeitet.

Eins kommt zum anderen, natürlich zieht Conni mit ihrer Familie neben Peter ins frei gewordene Haus, Peters Tochter Pippa freundet sich mit Connis Tochter an und irgendwie steht Peter vor der Entscheidung, ob er nichts macht oder alles daran setzt, dabei zu helfen, den Plan der Umsiedlung zu sabotieren.

Hört sich für eine der für Fforde typischen Parallelwelten sehr real an? Ist auch so gedacht vom Autor. Es ist eine Satire, sehr nah an der Realität, mit der er der britischen und auch anderen Gesellschaften den Spiegel vorhält. Leider ist das Buch mit seinem Fokus auf Fremdenhass, Rassismus und Populismus aktueller denn je und allein deshalb schon lesenswert.

Es ist aber auch ein richtiger Fforde mit detailverliebten Beschreibungen der Parallelwelt, in der Karotten für Kaninchen eine ähnliche Wirkung wie ein Joint haben können, der Verzehr von Salatherzen ein erotisches Erlebnis verursachen kann und vermenschlichten Wieseln und Füchsen noch eine besondere Rolle zuteil werden.

Politische Realität verpackt in eine unterhaltsame Geschichte - für Fforde-Fans ein Muss!

Großartig übersetzt von Miriam Neidhardt.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Viel Fantasie um humanoide Tiere, umgeben von rassistischen Menschen

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Das Cover auf rotem Untergrund zeigt eher einen langohrigen Hasen. An vier Pistoleneinschlägen lässt sich schon das aggressive Ambiente erahnen. Eine vermenschlichte Tierwelt, hier vor allem Kaninchen ...

Das Cover auf rotem Untergrund zeigt eher einen langohrigen Hasen. An vier Pistoleneinschlägen lässt sich schon das aggressive Ambiente erahnen. Eine vermenschlichte Tierwelt, hier vor allem Kaninchen Füchse und Wiesel, agiert ähnlich wie in Fabeln. Im britischen Dörfchen Much Hemlock, nah an der walisischen Grenze, fühlen sich die dortigen Menschen bedroht durch zu große Zuwanderung dieser intelligenten, sprechenden Tierspezies. Verfolgt, bedroht und ausgebeutet werden sie von rassistischen Menschen. Trotz des humorvollen, originellen Schreibstils erkennt man die tiefgehende Satire und eklatante Gesellschaftskritik an der derzeitigen Zuwanderungspolitik nicht nur in Großbritannien. Da wo Angst in der Bevölkerung entsteht, blüht auch Rassismus bzw. Ausländerfeindlichkeit. Diese Botschaft zum Versuch einer schrittweisen gesellschaftlichen Veränderung durch schrittweises Handeln mag vielleicht ankommen, wenn dafür genügend engagierte Leute dieses Problem ehrlich angehen wollen.
Ein kreatives, originelles Buch mit aktueller Gesellschaftskritik! 3*

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