Cover-Bild Das Mädchen mit dem Edelweiß
9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Ersterscheinung: 10.09.2018
  • ISBN: 9783641219369
Jillian Cantor

Das Mädchen mit dem Edelweiß

Roman
Stefanie Fahrner (Übersetzer)

Ein fast vergessener Brief, der Mut zweier Menschen und eine grenzenlose LiebeSchon als Kind war Katie mit ihrem Vater auf Flohmärkten, um nach Briefmarken zu suchen. Immer hoffte er, eines Tages einen ganz besonderen Schatz unter ihnen zu finden. Doch daran erinnert er sich schon lange nicht mehr. Um ihrem an Alzheimer erkrankten Vater eine Freude zu bereiten, bringt Katie seine Sammlung zu dem Philatelist Benjamin. Er soll herausfinden, ob sich unter den vielen Marken eine ganz besondere befindet. Und tatsächlich entdeckt Benjamin einen ungeöffneten Brief, der mit einer seltenen Briefmarke aus den Dreißigerjahren versehen ist. Darauf zu sehen: der Stephansdom, in den ein Edelweiß eingelassen ist. Katie und Benjamin beschließen, dem Geheimnis des Briefs auf die Spur zu gehen und dessen Adressaten zu finden. Doch was sie nicht ahnen: Ihre Suche wird sie ins Österreich des Jahres 1938 führen. An den Ort, wo ein junges Paar sich einst begegnete und sich ewige Liebe versprach. »Jillian Cantor hat mich von der ersten bis zu letzten Seite in ihren Bann gezogen.« - Jerusalem Post

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2018

Eine merkwürdige Briefmarke

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Österreich 1939. Sie ist auf dem Weg Ins Dorf, um Briefe zur Post zu bringen. Doch unterwegs wird sie überfallen…
Los Angeles 1989. Sie ist zu dem Briefmarkenhändler Benjamin Grossmann gegangen um ihres ...

Österreich 1939. Sie ist auf dem Weg Ins Dorf, um Briefe zur Post zu bringen. Doch unterwegs wird sie überfallen…
Los Angeles 1989. Sie ist zu dem Briefmarkenhändler Benjamin Grossmann gegangen um ihres Vaters Sammlung schätzen zu lassen….
Eine Marke ist auffällig, doch sie befindet sich auf einem Brief, der nie abgeschickt worden ist…
Österreich 1938. Christoph ist Lehrling bei einem Briefmarkengraveur. Er gibt sich jede erdenkliche Mühe, es seinem Lehrherrn recht zu machen – und er ist in dessen Tochter verliebt…
Los Angeles 1989. Katie versucht herauszufinden, was es mit dieser merkwürdigen Briefmarke auf sich hat…
Ihr Vater ist in einem Pflegeheim für Demenzkranke. Manchmal ist er ganz gut drauf, ein andermal erkennt er sie gar nicht. Doch als Katie ihm den Briefumschlag mit der ominösen Marke zeigt, ist er außer sich….
Und dann gab es da noch die Nazis, die Österreich dem ‚Reich‘ einverleibten und so manche Familie zerstörten, so auch die Familie von Christophs Lehrherrn…
Warum wird die junge Frau unterwegs überfallen? Von wem? Was hat derjenige mit ihr vor? Warum will Katie die Sammlung schätzen lassen? Was ist das für eine Marke, die auffällig ist? Ist sie echt? Und warum wurde der Brief nie abgeschickt? Ist Christoph ein gelehriger Schüler? Hat seine Liebe zur Tochter seines Chefs überhaupt eine Zukunft? Findet Katie heraus, was es mit dieser merkwürdigen Marke auf sich hat? Wieso ist Katies Vater so außer sich, als er den Umschlag in ihren Händen sieht? Waren Christophs Lehrherr ein Jude? Was passierte mit ihm? Was mit seiner Familie? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr gut lesen. Der Schreibstil der Autorin ist unkompliziert, d.h. es gab keine Fragen nach dem Sinn von Worten oder gar ganzen Sätzen. Es gibt zwei Handlungsstränge: Die Zeit von Hitlers Einmarsch in Österreich und die Zeit vom Fall der Berliner Mauer und danach. Doch gibt es hier kein Durcheinander, denn die jeweiligen Kapitel sind klar gekennzeichnet, was ich super finde. Das Buch war auch gleich von Anfang an spannend. Die Autorin hat es geschafft, die Spannung bis zum Ende zu halten. Gleich zu Anfang hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. In die Protagonisten konnte ich mich auch gut hineinversetzen, auch wenn ich diese Zeit (Hitlerzeit) – zum Glück – nicht erlebt habe. Die Menschen dieser Zeit taten mir leid. Oft hätten sie gerne geholfen, trauten sich jedoch nicht, um ihr eigenes Leben zu schützen. Und doch gab es eben auch solche, die ihr eigenes Leben hintenan stellten. Diese Menschen habe ich bewundert, vielleicht gerade, weil ich bezweifle, dass ich das gekonnt hätte. Dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten und mir auch super gefallen. Von mir bekommt es eine Lese-/Kaufempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 18.10.2018

Mit einem Edelweiß in die Vergangenheit

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Kalifornien 1989: Ein Edelweiß ist alles, was Katie hat - nein, stimmt nicht ganz: Es ist ein Mädchen mit einem Edelweiß. Auf einem Briefumschlag, denn es handelt sich um eine Briefmarke. Und zwar um ...

Kalifornien 1989: Ein Edelweiß ist alles, was Katie hat - nein, stimmt nicht ganz: Es ist ein Mädchen mit einem Edelweiß. Auf einem Briefumschlag, denn es handelt sich um eine Briefmarke. Und zwar um eine aus dem Besitz von Katies dementem Vater, der ein ebenso begeisterter wie eifriger Sammler war. Bis es nicht mehr ging. Jetzt lebt er in einem Heim und erkennt manchmal seine eigene Tochter nicht.

Katie zeigt die Sammlung dem Experten Benjamin, um sowohl materiellen als auch möglichen geistigen Wert schätzen zu lassen. Darunter auch diesen im Übrigen ungeöffneten Brief.

Es kommt heraus, das es sich um Post aus dem von den Nazis bereits eingegliederten Österreich handelt. Und wir treten ein in eine längst vergangene Welt: in eine österreichische Kleinstadt im Jahr 1938, als alles begann.

Jedenfalls alles, was für die Handlung dieses Romans von Belang ist. Ein Roman, der auf zwei Ebenen spielt, von denen die eine 1989, die andere 1938 ihren Anfang nimmt. In zwei verschiedenen Ländern, auf zwei unterschiedlichen Kontinenten. Und doch fließt alles zusammen.

Die amerikanische Autorin Jilian Cantor hat für dieses Roman ein spannendes Thema gewählt und die Stationen, die zur Auflösung des Plots beschritten werden, sind ebenso spannend. Manchmal jedoch etwas zu sehr ins Sensationslüsterne tendierend - wogegen andere wichtige Punkte gar nicht tangiert werden.

Daher aus meiner Sicht ein interessantes und wichtiges Buch, aber mit viel Luft nach oben!