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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2020

Ein würdiger Abschluss

Das Erbe der Kräuterfrau
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In ihrer Kate wird Sybilla tot aufgefunden. Nie hätte Myntha gedacht, dass diese vor ihr sterben würde. Doch etwas ist merkwürdig. Wurde sie etwa vergiftet? Sybilla hatte als Kräuterfrau viele Feinde in ...

In ihrer Kate wird Sybilla tot aufgefunden. Nie hätte Myntha gedacht, dass diese vor ihr sterben würde. Doch etwas ist merkwürdig. Wurde sie etwa vergiftet? Sybilla hatte als Kräuterfrau viele Feinde in Köln. Es gibt also viele Verdächtige. Die Fährmannstochter macht sich auf die Suche nach dem Täter, doch da wird sie plötzlich entführt. Sie hätte sich wohl besser herausgehalten, denn es steht auch noch eine Hochzeit vor der Tür. Und dabei darf die Braut nicht fehlen.

Meine Meinung
Dieses Buch ist der fünfte und letzte Band über die Fährmannstochter Myntha. Es ist auch außerdem der letzte, der von Andrea Schacht – und da nur etwa zu Hälfte – geschrieben wurde, denn die beliebte und erfolgreiche Autorin ist mitten in ihrem Schaffen gestorben. Andreas Ehemann Dieter Hering-Schacht entschied jedoch, dass das Buch fertiggeschrieben werden sollte. Seine Wahl und auch die des Verlages fiel auf die Autorin Julia Freidank, die Andrea Schachts Werk hervorragend beendete. Wie immer ließ sich das Buch sehr gut lesen, keine Unklarheiten im Text trübten den Lesefluss. Vielleicht merkt jemand, der genau darauf achtet, wann Andreas Schachts Anteil an dem Buch endete und Julia Freidanks anfing. Ich habe darauf nicht geachtet. Ich war schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Myntha, die Sybillas Tod klären wollte und dadurch entführt wurde. In Frederic den Rabenmeister, der darauf wartete, dass sein Verfolger ihn finden würde. In Witold, Mynthas Bruder, der endlich auch sein Deckelchen fand. Das Ende ist nicht überraschend, denn mit diesem Ende hatte ich eigentlich schon lange gerechnet. Ich wäre andernfalls enttäuscht gewesen. So gibt es ein schönes Happy-End. Und es fällt auch etwas spektakulär aus. Für dieses Buch, das ich mit Begeisterung verschlungen habe, das mich gefesselt, in seinen Bann gezogen und super unterhalten hat, vergebe ich die volle Bewertungszahl. Und spreche natürlich eine Leseempfehlung aus.
Dieter Hering Schacht danke ich dafür, dass er das Werk seiner Frau zu Ende schreiben ließ. Und dem Verlag, dass er damit einverstanden war. Vom Tod Andrea Schachts war ich sehr geschockt, und bin jetzt noch traurig, dass ich keine neuen Bücher von ihr mehr lesen kann.

Veröffentlicht am 24.05.2020

Sehr enttäuscht

Drachendunkel. Die Legende von Illestia
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Sehr enttäuscht
Ella kennt Drachen nur aus Legenden, als Illestrias Wiesen noch blühten und fruchtbar waren. Im Wald trifft sie auf einen Fremden. Er hat glühende Augen und ist von Dunkelheit umhüllt. ...

Sehr enttäuscht
Ella kennt Drachen nur aus Legenden, als Illestrias Wiesen noch blühten und fruchtbar waren. Im Wald trifft sie auf einen Fremden. Er hat glühende Augen und ist von Dunkelheit umhüllt. Razul ist ein Weißdrache und fordert ein Opfer – Ella. Er verspricht, ihr Dorf zu erlösen wenn sie mit ihm auf sein Schloss geht. Da Ella ihre Familie und Freunde liebt, lässt sie sich darauf ein. Doch sie ahnt nichts von der Bestie, die in Razuls Herz wohnt…

Meine Meinung
Es ist nicht so, dass sich das Buch nicht leicht und flüssig lesen ließ. Auch ist der Schreibstil unkompliziert, keine Unklarheiten im Text, aber es ist richtig langweilig geschrieben. Es konnte mich kaum fesseln und schon gar nicht in seinen Bann ziehen. Auch kam ich nur schwer in die Geschichte hinein. Bis etwa nur Mitte des Buches war es schlichtweg langweilig. Wie Ella Razul traf, wie sie mit auf sein Schloss ging. Es gab keinen Tick Spannung. Erst als der Kampf der Drachen begann wurde es ein kleines bisschen spannend. Aber auch wirklich nur eine kleines bisschen. Alles wurde haargenau beschrieben. Die Detailverliebtheit der Autorin machte jedoch jedes kleinste bisschen Spannung, das noch aufkam, zunichte. Und das Gefühl, jetzt kommt doch noch Spannung, verflog. Da ich mich verpflichtet habe, hierfür eine Rezension zu schreiben, habe ich das Buch fertig gelesen. Es hätte allerdings noch schlechter kommen können, dann hätte ich trotz Rezensionsexemplar abgebrochen. Mit hat dieses Buch nicht gefallen. Es hat mich, wie gesagt, weder gefesselt noch gefangen genommen, sondern schlichtweg gelangweilt. Und das, obwohl ich ein Fan von Büchern bin, in welchen Drachen vorkommen. Von mir daher nur zwei von fünf Sternen bzw. vier von zehn Punkten.

Veröffentlicht am 22.05.2020

Volle Bewertungszahl

VANITAS - Grau wie Asche
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Vorerst hat Carolin Bauer es geschafft: Sie ist zurück in der Blumenhandlung in Wien am Zentralfriedhof. Doch ihre Verfolger wissen, dass sie noch am Leben ist, doch scheinen sie ihre Spur in Mönchen verloren ...

Vorerst hat Carolin Bauer es geschafft: Sie ist zurück in der Blumenhandlung in Wien am Zentralfriedhof. Doch ihre Verfolger wissen, dass sie noch am Leben ist, doch scheinen sie ihre Spur in Mönchen verloren zu haben. Carolin fühlt sich wieder etwas sicherer als plötzlich der Friedhof von Grabschändern besucht wird. Es werden immer wieder Gräber geöffnet, die Überreste heraus geholt und die Grabsteine beschmiert. Und dann liegt eines Tages auch eine frische Leiche auf einem der Gräber. Ist diese Person den Schändern in die Quere gekommen? Carolin gefällt es gar nicht, dass der Friedhof nun öffentliche Aufmerksamkeit erfährt. Außerdem ist auch noch die Polizei rund um den Friedhof verteilt. Aber ein junger Mann, der seit Kurzem immer wieder den Blumenladen besucht weckt ihre Aufmerksamkeit und sie entschließt sich zu einem folgenreichen Schritt…

Meine Meinung
Der zweite Band der Vanitas-Trilogie von Ursula Poznanski ließ sich ebenso gut lesen wie der erste. Der Schreibstil der Autorin war wieder unkompliziert und ohne Unklarheiten im Text. In der Geschichte war ich auch wieder schnell drinnen und konnte mich auch in Carolin hineinversetzen. Carolin, die aus Furcht vor den verbrecherischen Karpins einen anderen Namen bekommen hat und in Wien untergetaucht war. Mit ihr konnte ich fühlen und verstehen, dass sie bei allem, was in ihrer Nähe geschah, befürchtete, die Karpins hätten sie entdeckt. Außerdem merkte der Kommissar, der die Grabschändungen und den Mord bearbeitete, dass sie etwas vor ihm verbarg. Doch Carolin schwieg eisern. Sie vertraute sich niemandem an aus Angst, auf der einen Seite ins Gefängnis zu kommen, auf der anderen den Karpins ausgeliefert zu werden. Wie lange wird sie das noch durchhalten? Und was ist dieser folgenschwere Schritt, der im Klappentext erwähnt wird? Der geneigte Leser wird dies beim Lesen des Buches herausfinden. Ich habe dieses Buch ebenso gerne gelesen wie den ersten Band: Vanitas – Schwarz wie Erde. Es hat mich genauso gefesselt in seinen Bann gezogen und sehr gut unterhalten- Von mir für diesen spannenden Thriller eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 17.05.2020

Nicht überzeugt

VERGESSEN - Nur du kennst das Geheimnis
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Kirsty ist wegen des Selbstmordversuchs ihres Manns am Boden zerstört. Sie braucht einen Neuanfang und in ihrer alten Heimat Wales scheint das möglich zu sein. In einem abgeschiedenen alten Pfarrhaus will ...

Kirsty ist wegen des Selbstmordversuchs ihres Manns am Boden zerstört. Sie braucht einen Neuanfang und in ihrer alten Heimat Wales scheint das möglich zu sein. In einem abgeschiedenen alten Pfarrhaus will sie eine kleine Pension eröffnen. Doch plötzlich taucht Selena auf. Die wollte sie eigentlich nie mehr wiedersehen. Es passt Kirsty gar nicht, denn was will sie von ihr? Und wieso liegt plötzlich jeden Morgen ein verwelkter Blumenstrauß vor der Haustür? Sie kann Selena nicht mehr zu Rede stellen, denn diese wird vorher ermordet. Die Wahrheit von damals muss nun endlich ans Licht kommen, davon ist Kirsty überzeugt….

Meine Meinung
Das Buch ließ sich durchaus leicht und flüssig lesen, es gab auch keine Unklarheiten im Text. Es hat gedauert, bis ich in der Geschichte wirklich drinnen war. Und schuld daran ist der Schreibstil der Autorin. Es wirkt alles so aneinandergereiht, so aufgezählt. Viele Sätze fangen mich ‚Ich‘ an. Und das auch noch hintereinander. Die ersten zweihundert Seiten fand ich extrem langweilig, weil so gut wie nichts passierte. Etwas Spannung kam erst auf, als Selena ermordet worden war. Und selbst da …. Immer wieder war ein bestimmter Name als Mörder im Spiel. Dann wurde jemand anderes verdächtigt. Und wieder der erste. Dass es am Ende dann tatsächlich eine Überraschung gab fand ich etwas an den Haaren herbeigezogen. Mich hat dieses Buch weder gefesselt noch in seinen Bann gezogen. Es hat mich auch nicht wirklich gut unterhalten, auch wenn es, wie gesagt, seit Selenas Ermordung doch etwas spannender wurde. Die Spannung fehlte jedoch vorher gänzlich. Ich war tatsächlich froh, als ich es ausgelesen hatte. Noch etwas störte mich gravierend: Es wird als Thriller bezeichnet, hat aber von einem Thriller absolut gar nichts! Mich hat dieses Buch nicht überzeugt. Daher erhält es von mir nur drei von fünf Sternen bzw. sechs von zehn Punkten. Und das auch nur mit viel gutem Willen.

Veröffentlicht am 13.05.2020

Krönender Abschluss

Die Schwestern vom Ku'damm: Tage der Hoffnung
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Flori Thalheim hat sich dem Zeichnen und Malen verschrieben seit sie denken kann. Die jüngste der Thalheim-Töchter war schon immer etwas rebellisch Aber wenn sie zu malen beginnt, dann singen die Farben ...

Flori Thalheim hat sich dem Zeichnen und Malen verschrieben seit sie denken kann. Die jüngste der Thalheim-Töchter war schon immer etwas rebellisch Aber wenn sie zu malen beginnt, dann singen die Farben in ihr. Eigentlich hatte ihr Vater erwartet, dass sie eine Zukunft im Kaufhaus anstrebt. Doch weit gefehlt. Florentine genannt Flori will an der Kunstakademie studieren. Hier darf sie das tun, was sie möchte, sie ist wie im Rausch. Doch bald macht ihr Rufus Lindberg, ihr Kunstlehrer das Leben zur Hölle, und auch die politischen Spannungen tragen nicht zu dem Frieden bei den Thalheims bei. Gibt es trotzdem Hoffnung für die Familie? Und für Berlin?

Meine Meinung
Dies ist der dritte Band und der krönende Abschluss der Trilogie ‚Die Schwestern vom Ku’damm‘. Wie schon die beiden Vorgängerbände ‚Jahre des Aufbaus‘ und ‚ Wunderbare Zeiten‘ ist auch dieses Buch sehr fesselnd und spannend geschrieben. Man saugt den Text förmlich in sich auf und kann das Buch nur schwer zur Seite legen. Der Lesefluss ist super und außerdem unkompliziert, keine Unklarheiten im Text. In diesem Buch geht es um die dritte der Thalheim-Töchter um Florentine genannt Flori. Zunächst nach Paris geflüchtet zieht es sie wieder in die Heimat, nach Berlin. Dort will sie unbedingt an der Kunstakademie studieren. Doch es ist nicht ganz leicht für sie, dort einen Studienplatz zu bekommen. Wie sie es trotzdem schafft, und was alles auf sie zukommt, das erzählt dieses spannende und fesselnde Buch. Doch auch die anderen Thalheims kommen nicht zu kurz. Da dieser Band sich bis in das Jahr 1963 erstreckt, geht es natürlich auch um den Mauerbau, der bekanntlich 1961 begann. Und um noch so vieles Andere, das die Thalheims aufwühlt. Das Buch ist, wie gesagt, der krönende Abschluss der Trilogie, aber trotzdem dürfen wir uns noch auf ein Wiedersehen mit den Thalheims freuen, denn im Herbst erscheint der Roman ‚Weihnachten am Ku‘damm‘ und ich freue mich sehr und bin richtig gespannt darauf. Für dieses wunderbare Buch, das ich regelrecht eingesogen habe, und das mich nicht nur gefesselt und in seinen Bann gezogen hat, vergebe ich eine hochverdiente volle Bewertungszahl, und natürlich eine ganz klare Leseempfehlung.