Cover-Bild Der Beweis meiner Unschuld
Band der Reihe "Transfer Bibliothek"
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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Folio
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 22.08.2025
  • ISBN: 9783990371701
Jonathan Coe

Der Beweis meiner Unschuld

Cathrine Hornung (Übersetzer)

Generation Z, rechte Denkfabriken und ein Mordfall.
Finstere politische Machenschaften rütteln das langweilige Leben der jungen Phyl auf: Der Journalist Christopher will einen politischen Zirkel entlarven, der in Cambridge gegründet wurde, um die britische Regierung in eine rechtsextreme Richtung zu drängen. Seine Recherchen führen ihn zu einem Kongress in einem alten Herrenhaus. Dort nehmen die Ereignisse eine unheilvolle Wendung und ein Mord passiert. Liegt das Verbrechen in der aktuellen Politik oder in einem alten literarischen Rätsel begründet? Coes neuer Roman ist schön böse, witzig und messerscharf, spielt mit Genres und zeigt, dass der Schlüssel zum Verständnis der Gegenwart oft in den dunkelsten Ecken der Vergangenheit zu finden ist.
Ein raffiniertes literarisches Spiel und glänzende Unterhaltung.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2025

Ungewöhnlich, aber sehr eindrucksvoll und voller politischer Energie

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Ich kannte den Autoren Jonathan Coe vor der Lektüre dieses Buches tatsächlich noch gar nicht, aber er hat sich für mich durch "Der Beweis meiner Unschuld" praktisch aus dem Stehgreif als Experte für die ...

Ich kannte den Autoren Jonathan Coe vor der Lektüre dieses Buches tatsächlich noch gar nicht, aber er hat sich für mich durch "Der Beweis meiner Unschuld" praktisch aus dem Stehgreif als Experte für die politischen Denkweisen in Großbritannien, sei es der Konservativen oder sei es der Linken, bewiesen und etabliert.

Das Buch ist eine Mischung aus Krimi, politischer Bestandaufnahme und Analyse der Folgen von meist doch recht extremen politischen Ansichten - in Taten und Gedanken. Coe entwickelt eine vielschichtige Story, die den Leser so manches Mal auf die falsche Spur führt. Erst ganz am Ende wird klar, wohin die Reise tatsächlich geht - und doch bleibt eigentlich auch am Schluss noch jede Menge Raum für Spekulationen.

Ein toller, sprachlich ausgereiften Roman/Krimi, der viele Klischees über die Briten bedient, aber damit wahrscheinlich oftmals auch ins Schwarze trifft. Die Lektüre macht Spaß und zieht den Leser mit der Zeit immer tiefer in den Sog einer ausgefeilten Geschichte.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Alte Verbindungen

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Sind es alte Seilschaften oder Feindschaften, sind es freundschaftliche Beziehungen oder beendete Liebesbeziehungen. Ist es eine Intrige oder ist es ein Putschversuch. Alle Möglichkeiten bestehen in diesem ...

Sind es alte Seilschaften oder Feindschaften, sind es freundschaftliche Beziehungen oder beendete Liebesbeziehungen. Ist es eine Intrige oder ist es ein Putschversuch. Alle Möglichkeiten bestehen in diesem Roman und ich konnte als Leser keine ausschließen. Klar, das Leben ist ein buntes Kaleidoskop egal aus welchem Blickwinkel oder nach dem Schütteln man es betrachtet, es gibt immer wieder neue Facetten.. Mal klar zu erkennen, mal diffus, mal finde ich es schön, mal ist es in meinen Augen so hässlich da will ich nichts von sehen.

Diesen Eindruck vermittelte mir das Buch. Es war zuviel und zu ungenau. Ich konnte mich nicht darauf einlassen, ich mochte die Personen nicht. Vor allem die junge Phil in ihrer Antriebslosikeit ging mir auf die Nerven. Wenn sie nicht weiß was sie will, ist das ihr eigenes Problem, da muss sie sich eben ausprobieren und nicht anderen die Schuld geben. Ähnlich verhielten sich andere Figuren, es wareneh immer die anderen.

Das Thema, die Fragen an die Gesellschaft war spannend aber doch langatmig erzählt. Humor konnte ich für mich nicht erkennen. Die Geschichte grenzte durch die vielen Informationen die aus der ehemals realen Politik genommen wurden eher einem Sachbuch.

Veröffentlicht am 30.12.2025

Wirr, ausschweifend, kein roter Faden erkennbar

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Die junge Phyl lebt noch bei ihren Eltern. Diese werden von einem ehemaligen Kommilitone ihrer Mutter besucht. Der Journalist Christopher beeindruckt Phyl mit seinem politischen „Durchblick“. Er will einen ...

Die junge Phyl lebt noch bei ihren Eltern. Diese werden von einem ehemaligen Kommilitone ihrer Mutter besucht. Der Journalist Christopher beeindruckt Phyl mit seinem politischen „Durchblick“. Er will einen politischen Zirkel, der die Regierung in rechtsextreme Richtung drängen will, entlarven. Zu Recherchezwecken nimmt er an einen Kongress in einem alten Herrenhaus teil. Dort tagt diese Gruppierung hinter verschlossenen Türen. Als Christopher seine Triumpf Karte gegen einen alten Kommilitone, der diesem Zirkel angehört, aufdeckt, liegt er am nächsten Morgen ermordet in seinem Zimmer.

So weit so gut, bis zu diesem Punkt kann man mit gutem Willen noch einen Handlungsverlauf erkennen, aber dann wird das Leben eines Autors, der nach seinem Tod der rechten Szene zugeordnet wird, ausführlich beschrieben und von Experten kommentiert. Anschließend folgt das umfangreiche Tagebuch eines anderen Kommilitonen, der die gemeinsame Studienzeit und die Charaktere einzelner Mitstudierenden analysiert. Danach interessierten mich Mord und Tatverdächtige gar nicht mehr und ich hatte des Eindruck den Autor auch nicht mehr.
Die Sprache und der anfängliche Schreibstil haben mir gefallen, der Rest absolut nicht.

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