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13,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Verlag Federfrei
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Klassisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 230
  • Ersterscheinung: 02.11.2023
  • ISBN: 9783990742617
Joseph Lemark

7 Tage

Dottor Quaranta kommt ins Grübeln
Kurz vor Weihnachten erschüttert eine Serie von Selbstmorden prominenter Bürger die apulische Kleinstadt Ostuni. Josef Vierziger vulgo Dottor Quaranta glaubt nicht an Zufälle. Ist ein Machtkampf im organisierten Verbrechen im Gange? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Dottor Quaranta ist persönlich betroffen und kommt Ungeheuerlichem auf die Spur.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2024

Ein spannender, interessanter und kulinarischer Krimi

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Der Anstieg der Zahl mutmaßlicher Suizide beunruhigt den ehemaligen Kommissar Josef Vierziger, der sich jetzt Giuseppe Quaranta nennt. Sein Misstrauen ist geweckt und er sucht nach Gemeinsamkeiten der ...



Der Anstieg der Zahl mutmaßlicher Suizide beunruhigt den ehemaligen Kommissar Josef Vierziger, der sich jetzt Giuseppe Quaranta nennt. Sein Misstrauen ist geweckt und er sucht nach Gemeinsamkeiten der Selbstmörder. Durch Zufall findet er einen und vermutet, dass weitere Menschen sterben könnten. Kann er dies stoppen?

Dies ist mein zweites Buch von Joseph Lemark und Dottor Quaranta hat mir sehr gut gefallen. Seine ruhige und lockere Art zu recherchieren und der Umgang mit seiner Franca, für die er gerne kocht, machen ihn sehr sympathisch. Der Fall ist kompliziert, jedoch spannend. Es gibt lange keine wirkliche Spur zum Täter, da bleibt Zeit zum Miträtseln. Auch die Landschaft Apuliens und die winterliche Atmosphäre haben mich beeindruckt.

Fazit: Das ist ein spannender, interessanter und kulinarischer Krimi, kurzweilig und höchst unterhaltsam.
Es gibt ein paar Sätze auf Italienisch, aber ich habe sie alle mit meinen Italienischkenntnissen verstanden. Im Anhang gibt es ein Glossar mit Erläuterungen und drei Kochrezepten. Ich hatte tolle Lesestunden und habe eine Leseempfehlung mit 5 Sterne

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Veröffentlicht am 10.12.2023

Keine ruhige Zeit für Zio Pepe

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Auch wenn Giuseppe Quaranta (aka Josef Vierziger) sich immer besser in seiner italienischen Wahlheimat Ostuni einlebt, vom Essen leidlich profitiert und sein Espresso- und Weinkonsum jedem Einheimischen ...

Auch wenn Giuseppe Quaranta (aka Josef Vierziger) sich immer besser in seiner italienischen Wahlheimat Ostuni einlebt, vom Essen leidlich profitiert und sein Espresso- und Weinkonsum jedem Einheimischen Konkurrenz macht, kommt er doch nicht zur Ruhe.

Aber das würde auch nicht zu ihm passen. Joseph Lemark schickt seinen Commissario erneut aus, um die Welt zwar nicht zu retten, sie aber irgendwie ein Stück besser zu machen. Er hört zu, wo andere nicht hinhören und - auch wenn er als Zugewanderter nicht immer alle Zeichen (Stichwort Mafia) richtig deuten kann - hat ein fast untrügliches Gespür für Widersprüche.

Onkel Pepe, wie er von den jungen Nachbarn liebevoll genannt wird, steckt seine Nase im Ruhestand eigentlich lieber in Kochtöpfe, doch gelegentlich finden auch Kriminalfälle, die seiner Aufmerksamkeit bedürfen, zu ihm. Dieses Mal misstraut er der Theorie der Polizei, dass es in der Umgebung einige ältere Männer gibt, die Selbstmord verübt haben oder Unfällen zum Opfer gefallen sein sollen. Und - kommt nicht alle sieben Tage einer von ihnen ums Leben?

Dottor Quaranta wühlt also in der Vergangenheit der Toten und damit recht gekonnt eine Menge Staub auf. Dass ihn die Ermittlungsarbeit nicht ganz loslässt, hat auch ein wenig damit zu tun, dass er sein privates Glück mit Franca, die selbst Commissaria ist, gefunden hat. Über sie erfahren wir in “Sieben Tage” auch etwas mehr als bisher, wenngleich es da noch einige Fragezeichen gibt…

“Sieben Tage” bietet neben einem spannenden Krimi auch einen kleinen sprachlichen sowie kulinarischen Italienisch-Kurs.

Die Reihe im Überblick:
Tödliche Liebe
Vendetta
Kollateralschaden
In der Fremde
Vermisst
Sieben Tage

Veröffentlicht am 13.11.2023

Unerklärliche Selbstmorde

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„Sieben Tage“ von Joseph Lemark ist bereits der sechste Band der Kriminalroman-Reihe mit dem ehemaligen Kriminalbeamten Major Josef Vierziger alias Giuseppe Quaranta als Zentralfigur, und der dritte, der ...

„Sieben Tage“ von Joseph Lemark ist bereits der sechste Band der Kriminalroman-Reihe mit dem ehemaligen Kriminalbeamten Major Josef Vierziger alias Giuseppe Quaranta als Zentralfigur, und der dritte, der in Apulien spielt. Wiederum hat Dottor Quaranta einen rätselhaften Fall zu lösen, mit überraschenden Wendungen und mit vor allem kulinarisch fühlbarem Italien-Flair.

Klappentext:
Kurz vor Weihnachten erschüttert eine Serie von Selbstmorden prominenter Bürger die apulische Kleinstadt Ostuni. Josef Vierziger vulgo Dottor Quaranta glaubt nicht an Zufälle. Ist ein Machtkampf im organisierten Verbrechen im Gange? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Dottor Quaranta ist persönlich betroffen und kommt Ungeheuerlichem auf die Spur.

Das Cover verdeutlicht: sieben Tage, das ist der Zeitraum, der in diesem Krimi eine große Rolle spielt. Diese große rote Zahl sieben auf weißem Grund ist ein Eye-Catcher und macht neugierig. Die Kapitel sind angenehm kurz, ohne Orts- oder Zeitangaben. Der Krimi erschien 2023 und spielt in der Gegenwart während der Adventzeit. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und durch immer wieder vorkommende italienische Begriffe und Phrasen wird das italienische Flair unterstrichen; ebenso durch Erwähnung von Sehenswürdigkeiten und örtliche Besonderheiten, insbesondere auch durch die köstliche italienische Kulinarik. Die Lektüre macht Appetit auf südländische Köstlichkeiten. Im Glossar finden sich im Übrigen die Übersetzungen für nicht italienische sprechende Leser. Für Backfreudige gibt es zudem ein paar für die Region typische Rezepte für Weihnachtsbäckerei.

Ich verfolge die Serie seit Band 3, seit jenem schicksalshaften Vorfall, der Dottor Quaranta letztlich nach Apulien verschlug. Jeder Roman ist ohne Kenntnis der Vorgängerbände problemlos verständlich, dank erklärender Hinweise auf Vorkommnisse aus Quarantas Vorleben bzw. zu früheren Fällen. Ich würde dennoch empfehlen, auch die Vorgängerbände zu lesen, nicht nur um den Protagonisten in seiner gesamten Persönlichkeit zu erfassen, sondern ganz einfach, weil es spannende Geschichten sind, die auch eine andere Seite Italiens zeigen.

Gleich im ersten Kapitel wird man Zeuge eines Selbstmords. Wie sich bald herausstellt, ist dies nicht der einzige innerhalb kurzer Zeit. Als Dottor Quaranta davon erfährt, macht ihn das sofort stutzig. Als ehemaliger Hauptkommissar wittert er sofort Zusammenhänge. Im Nu ist er wieder einmal in einen rätselhaften Fall involviert. Seine inoffiziellen Recherchen bringen immer mehr Details zutage, zeigen wieder einmal, wie sehr das Leben in Italien mit der Mafia durchsetzt ist. Nur mühsam fügt sich Puzzlesteinchen zu Puzzlesteinchen. Natürlich gerät er in brenzlige Situationen, ebenso seine Partnerin Franca Bonfiglia, Hauptkommissarin und Chefin der Antimafiabehörde. Der Fall ist komplex. Was verbindet die alten Männer, die nicht aus eigenen Stücken Selbstmord begingen, sondern dazu erpresst wurden? Wo liegt das Motiv? Da gibt es so einigen Freiraum zum Miträtseln und zum Aufstellen eigener Theorien. Die Spannung hält sich kontinuierlich auf gutem Niveau, bis letztens doch einigermaßen überraschend das Geheimnis gelüftet und der Täter von der Polizei gefasst wird.

Mit Dottor Quaranta/Josef Vierziger hat der Autor eine sehr facettenreiche Persönlichkeit geschaffen. Er strahlt eine gewisse Ruhe aus, muss aber als Vollblutkommissar rätselhaften Dingen einfach auf den Grund gehen. Er ergreift die Initiative, recherchiert aktiv, mit Bedacht und durchaus empathisch, aber stets zielstrebig, geradlinig, vertrauenserweckend. Er ist kein Superheld, aber ein routinierter Ermittler, einfühlsam und mit einem guten Gespür. Manchmal ist er ein wenig zu risikobereit, fast leichtsinnig in seinen Aktionen. Dottor Quaranta ist ein sympathischer Mensch, mit einer romantischen Ader, sehr rücksichtsvoll und fürsorglich seiner Partnerin gegenüber, und – was mich immer etwas neidisch stimmt – sehr häuslich und zudem ein exzellenter Koch. Wie ich Franca immer um all die Köstlichkeiten beneide, die er für sie zaubert! Franca ist ein eher schwieriger Charakter mit allerlei Geheimnissen, dennoch passen sie als Paar gut zusammen. Aber nicht nur die beiden wirken authentisch und lebendig, sondern auch die diversen Nebenfiguren sind gut vorstellbar gezeichnet, deren Aktionen durchaus nachvollziehbar.

„Sieben Tage“ verkörpert wiederum das vor allem süditalienische Ambiente, und verbindet gekonnt ein bisschen Weihnachtsflair und Wohlfühlklima mit der allgegenwärtigen Präsenz mafiöser Machenschaften in dieser Region und mit anderen Untaten. Mir hat das Buch wiederum spannende Lesestunden beschert und ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Von mir gibt es 5 Sterne.

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