Cover-Bild Das Signal 2
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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Belle Epoque Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Techno
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Science Fiction
  • Seitenzahl: 388
  • Ersterscheinung: 25.05.2019
  • ISBN: 9783963570667
Joshua Tree, Philipp Tree

Das Signal 2

Science Fiction Thriller
Die Welt hat sich verändert, in der Metawelt geht ein Killer um und der noch junge Widerstand droht zu zerbrechen.

Der Widerstand stemmt sich verzweifelt gegen den Einfluss des Forums und der Implantatträger. Während die Menschheit immer mehr Zeit in der künstlich geschaffenen Metawelt verbringt, stößt Steve Työpaikkaa auf eine entsetzliche Wahrheit, die an den Fundamenten der Zukunft rüttelt. Derweil begibt sich seine Tochter June auf eine gefährliche Reise, nachdem der Widerstand auf die Quelle eines neuen Signals stößt. Sie muss zerstört werden, wenn der Widerstand überleben will - doch der Erfolg könnte einen Preis erfordern, den June nicht zahlen kann.

Die Fortsetzung des Bestsellers der Brüder Philipp und Joshua Tree.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2020

Eine ausdrucksstarke Fortsetzung der Brüder Tree

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Band 2 ist eine ausdrucksstarke Fortsetzung der Brüder Tree. Die Metawelt war sehr faszinierend und beeindruckend. Mehr erfahrt ihr, wie immer, im folgenden Text.

Meine Meinung zum Cover:
Auch bei Band ...

Band 2 ist eine ausdrucksstarke Fortsetzung der Brüder Tree. Die Metawelt war sehr faszinierend und beeindruckend. Mehr erfahrt ihr, wie immer, im folgenden Text.

Meine Meinung zum Cover:
Auch bei Band 2 gefällt mir die Gestaltung des Covers. Ich sehe darauf Elemente aus der Geschichte, kann aber gleichzeitig meiner Fantasie freien Lauf lassen. Die Farbwahl ist an Band 1 angepasst.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes (ACHTUNG, Spoiler):
Janika gehört zur Elite der Metawelt. Unerwartet findet sie allerdings etwas mit großer Tragweite heraus. Damit beginnt sie eine Schnitzeljagd durch die Metawelt, die am Ende entscheidende Dinge für die Zukunft der Erde aufdecken wird. Zeitgleich bekommt der junge Widerstand um June, Tochter von Steve Työpaikkaa Informationen, die sie zu einer wichtigen Mission zwingen. Die neue Quelle des Signals muss zerstört werden. Die Reise dorthin ist voller Widrigkeiten und June muss entscheiden was ihr wichtiger ist: Gefühle oder der Erfolg ihrer Mission.

Meine Meinung zum Inhalt:
Die Brüder Joshua und Philipp Tree haben mit dem zweiten Band eine richtig gute Fortsetzung geschrieben. Ihre Schreibstile sind verschieden, fließen teilweise zu einem zusammen. Wenn gleich ich die Unterschiede immer wieder finden konnte. Neu ist diesmal, dass es einen „Was bisher geschah“-Abschnitt gab. So wurden die Geschehnisse von Band 1 kurz zusammengefasst.

Der Band begann mit einem Prolog, den ich so nicht erwartet hatte. Sofort war ich neugierig, wie es zu diesem Ereignis kam. Danach ging es mit der Geschichte weiter. Die Ereignisse beginnen nach einem etwas größeren Zeitsprung. Nach einer kurzen Orientierung konnte ich wieder schnell in das Geschehen eintauchen. Mit diesem Band haben die beiden Autoren nochmal eine „Schippe drauf gelegt“. Band 1 war schon spannend, aber Band 2 ist es noch viel mehr. Klar, die Geschichte ist ganz anders. Vor allem, weil auch die Metawelt diesmal eine sehr große Rolle spielt. Trotzdem konnte mich die Geschichte wieder packen.

Gerade die Szenen in der Metawelt waren besonders lebendig. Ich hatte wirklich das Gefühl, als befände ich mich auch dort, direkt an der Seite von Janika. Die Gaming-Leidenschaft der Brüder lebt in dieser Geschichte weiter, weil sie wirklich wunderbar eingeflossen ist. Ich verstand zwar einige Gaming-Begriffe nicht, doch das tat meinem Lesefluss keinen Abbruch. Die Zusammenhänge und Bedeutungen waren leicht nachvollziehbar. Meine Augen klebten an den Zeilen, weil ich das Lesen nicht unterbrechen wollte. Ich war so tief im Geschehen, dass ich gar nicht merkte, wie die Zeit verging. Richtig cool waren die Film-/Buch- und Gaming-Anspielungen. Es machte Spaß, diese zu entdecken und zu zuordnen.

June … Ihre Persönlichkeit hat sich massiv verändert. Im Laufe der Geschichte hat sie für mich nochmal eine Wandlung durchgemacht. Es gab Zeiten an denen mich der Handlungsstrang um Janika mehr interessierte wie ihrer, dann wieder andersherum. Die Spannung hielt sich in beiden Handlungssträngen konstant und steigerte sich immer mehr. Egal, um wenn es ging, ich fieberte mit. Die Emotionen von June waren immer eine Gradwanderung. Manchmal dachte ich, dass sie zu abgebrüht reagiert, dann wiederum geschahen Dinge die zeigten, dass sie auch nur ein fühlender Mensch ist, der alles verdrängt. Das Konzept des Widerstandes wurde ebenso gut umgesetzt. So waren die Hierarchien nachvollziehbar und die Strukturen erkennbar.

Zu Beginn war ich mir nicht sicher, was ich von Janika halten soll. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, umso mehr mochte ich sie. Ihr Herz ist am richtigen Fleck. Ihr Weg zu sich selbst war für mich ein Teil der Geschichte. Es ist schwer sie zu beschreiben, ohne viel von der Geschichte zu verraten. Aber sicher kann ich sagen, dass ihre Fähigkeiten herausragend sind. Die Entwicklung des technischen Knowhows war richtig cool und ich frage mich, was die Autoren wohl dafür verwendet haben.

Je näher das Ende kam, umso angespannter wurde ich. Schaffen June und ihre Freunde die Mission? Was findet Janika heraus? Es war so spannend. Die Geschichte endete dann allerdings anders als gedacht. Am Ende konnte ich doch nicht glauben, was Janika da für Informationen von Steve entschlüsselt hatte. DAS änderte wirklich alles! Das Ende des Buches ist irgendwie abgeschlossen und doch ist es offen. Es hat einen Cliffhanger und doch irgendwie nicht. Auf jeden Fall MUSS ich wissen, wie es weitergeht!

Mein Fazit:
Der zweite Band der Brüder Tree hat das Niveau der Geschichte noch einmal angehoben! Das Buch ist von Anfang an spannend, die Geschichte entwickelt sich weiter und die Geschehnisse haben es in sich. Die Metawelt hat mich wohl am meisten begeistert, weil es sich anfühlte als wäre ich auch dort. Die Gaming-Elemente waren sehr real und gut integriert. Cool waren auch die Film-/Buch- und Gaming-Anspielungen. Es machte mich Spaß diese zu entdecken und zu zuordnen, auch wenn ich vieles nicht kannte. Beide Protagonisten verändern sich im Laufe der Geschehnisse. Die Mission von June war schrecklich spannend, aber auch traurig und voller Verluste. June’s Wille ist unbrechbar und das machte sie zu einem starken Gegner. Doch am Ende war sie eben auch „nur“ ein Mensch. Das Ende ließ mich mit gemischten Gefühlen zurück. Auf jeden Fall muss ich unbedingt Band 3 lesen!

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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Veröffentlicht am 13.05.2019

Junge Freiheitskämpfer im Jahr 2037, dystopisch, spannend, emotional, mit Denkanstößen

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Philipp und Joshua schlüpfen 7 Jahre nach „Das Signal 1“ abwechselnd in die miteinander verbundenen Perspektiven zweier junger Frauen.
Es zeugt von Wertschätzung gegenüber dem Leser, einen guten „Was-bisher-geschah“-Abschnitt ...

Philipp und Joshua schlüpfen 7 Jahre nach „Das Signal 1“ abwechselnd in die miteinander verbundenen Perspektiven zweier junger Frauen.
Es zeugt von Wertschätzung gegenüber dem Leser, einen guten „Was-bisher-geschah“-Abschnitt voranzustellen.

Im Herbst 2037 ist aus dem Mädchen, das durch ihren Vater in den einsamen Wäldern Montanas in Überlebensregeln unterwiesen wurde, eine Gallionsfigur des Widerstands geworden, der sich aus „befreiten“ Implantatsträgern rekrutiert. Ein dystopisches Szenario, von Kampf und Flucht in naturbelassener Umgebung und gedanklichen Monologen dominiert. Die 17-jährige Hauptfigur mit ihrer Naturverbundenheit, Kenntnissen im Überlebenskampf und Unerfahrenheit in Liebesdingen ließ mich an Katniss Everdeen (Die Tribute von Panem) denken, ohne eine schlechte Kopie zu sein, denn die Darstellungen zur Psyche finde ich gelungen und individualisiert dargestellt. Anspannung, Erschöpfung usw. werden greifbar. Ich habe bei ihrem Leidensweg, ihren inneren Kämpfen und ihrer Persönlichkeitsentwicklung kräftig mitgefiebert.

Bei Janika hat es länger gedauert bis mir dies gelang. Als Einzelgängerin, finanziell gut situiert und hoch angesehen (zu hoch?), ist sie keine Sympathiefigur. Dafür hat mich das futuristische Setting von Beginn an fasziniert. Körperlich gehandicapt, wurde Janika mit Unterstützung ihres großen Bruders Bill zur Mitschöpferin, Administratorin und Vorreiterin in der virtuellen Metawelt, wo sie große Teile ihres Lebens verbringt. Für Millionen Menschen mittlerweile mehr als ein Spielplatz, um sich kurzzeitig kreativ auszutoben. Auch künstliche Intelligenz wird thematisiert. Hiervon sind wir in der Realität nicht weit weg, weswegen ich solche Szenarien - auch wenn der Blick auf politische und gesellschaftliche Auswirkungen hier ausführlicher hätte ausfallen dürfen - besonders reizvoll finde, um weitergehende Gedankenspiele anzustellen.

Beeindruckend finde ich die Einblicke, welche Auswirkungen die erfahrene Sozialisierung auf Reflektionen, Vertrauen, Freundschaft, Liebe hat. Es kristallisieren sich Schlüsselsätze heraus, z. B. „vergiss niemals, dass es wchtig ist, nicht nur zu überleben, sondern eine Welt zu erschaffen, in der sich das Überleben auch lohnt“, die man beim Begleiten der Figuren im Hinterkopf behält.

Quervergleiche zu Ready Player One, Surrogates, Matrix, Terminator usw. werden wach.
Darüber hinaus finden sich in beiden Perspektiven viele Anekdoten zu Online-Spielen, Filmen und Serien. Es ist cool, sie zu entdecken. Ein sympathischer Zug, dass die beiden Autoren nicht verheimlichen, woher sie ihre Inspiration bezogen haben. Es ist spürbar, dass Philipp und Joshua Tree mit Freude und Leidenschaft an diesem Werk gearbeitet haben.

Das Ergebnis ist ein flüssig lesbarer, spannender, wendungsreicher, temporeicher und gleichzeitig mit Tiefgang versehener Science-Fiction-Thriller.

Händeringend könnte man jetzt nach Kritik suchen. Beispiele:
Überzogener Heroismus, viele Tote, viel Flucht, Kampf. Das bleibt bei Science Fiction regelmäßig nicht aus. Erträglich, indem eine emotionale Würdigung stattfindet.
Für Laien teilweise sehr technisch, Kapitel 3 voller unbekannter Begriffe, technische Abkürzungen. Aber: Der sog. Meta-Sprech lässt tief in die Atmosphäre eintauchen, verleiht Glaubwürdigkeit. Es gibt ein umfassendes, alphabetisch sortiertes Glossar. Insofern keine Verständnisschwierigkeiten. Man lernt stattdessen etwas dabei.
Viele zu beachtende Namen, besonders oft mit den Anfangsbuchstaben „J“ und „A“. Aber: Personenverzeichnis!

Also, mach’s wie ich und sag‘ „JA!“ zur Signal-Trilogie der Gebrüder Tree. Beim 8. Buch erstmals fünf Sterne.
Band 2 hat ein Ende und gleichzeitig einen Cliffhanger. Ich freue mich auf den Abschlussband.