Cover-Bild Die Hochhausspringerin

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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 13.04.2021
  • ISBN: 9783442719730
Julia von Lucadou

Die Hochhausspringerin

Roman
»Ein strahlender Roman über die fürsorgliche Umzingelung, in die sich die ganze Welt verwandelt hat.« Clemens J. Setz

Riva ist Hochhausspringerin – ein perfekt funktionierender Mensch mit Millionen Fans. Doch plötzlich weigert sie sich zu trainieren. Kameras sind allgegenwärtig in ihrer Welt, aber sie weiß nicht, dass sie gezielt beobachtet wird: Denn Riva soll wieder gefügig gemacht werden, sonst droht die Ausweisung in die Peripherien, wo die Menschen im Schmutz leben, ohne die Möglichkeit, der Gesellschaft zu dienen...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2021

Lesenswert

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Der Klappentext und das Cover haben mich nicht überzeugt.

Die Geschichte war aber ganz anders wie ich erwartet habe und der Schreibstil echt packend.

Fand es sehr interessant, dass das Buch aus der ...

Der Klappentext und das Cover haben mich nicht überzeugt.

Die Geschichte war aber ganz anders wie ich erwartet habe und der Schreibstil echt packend.

Fand es sehr interessant, dass das Buch aus der Sicht der Psychologin geschrieben ist, auch wenn es dadurch meiner Meinung nach manchmal zu wenig emotional war, da Situationen, z.B. ein Wutanfall nur sachlich beobachtet wurde.

Das Ende war ein bisschen enttäuschend. Ich hab gehofft das man, evtl. Durch ein Gespräch oder den Prolog, noch mehr über Rivas Beweggründe erfährt.

Besonders hat mir gefallen, dass man sich die Entwicklung unsere Welt zu dieser Dystopie so gut vorstellen kann.

Alles im allen fand ich das Buxh auf jeden Fall lesenswert und bin gespannt auf weitere Bücher von Julia von Lucadou.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2021

unterhaltsame Lektüre

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In dem Buch 'Die Hochhausspringerin' von Julia von Lucadou geht es genau um das Thema der Beobachtung und den Kameras im Alltag. Ich fände dieses Leben absolut grauenvoll, selbst wenn es dann sozusagen ...

In dem Buch 'Die Hochhausspringerin' von Julia von Lucadou geht es genau um das Thema der Beobachtung und den Kameras im Alltag. Ich fände dieses Leben absolut grauenvoll, selbst wenn es dann sozusagen 'normal' wäre. Einfach die Vorstellung, dass eine vollkommen fremde Person einen beobachten kann, mich am Ende verstörend gut kennt, ohne mich jemals persönlich getroffen zu haben.
Es hat mich von der Thematik her sehr stark an '1984' von George Orwell erinnert. Manche von euch wissen vielleicht, dass mir dieses Buch schon sehr gut gefallen hat, aber auch dieses war richtig gut umgesetzt!

Meiner Meinung nach hatte es alles, was eine gute Dystopie haben sollte. Eine Welt, die unserer nicht ganz unähnlich ist und bekannte Strukturen erkennen lässt, aber auch genauso viele befremdliche neue Aspekte beinhaltet. Und das alles umgesetzt mit Spannung, einem packenden Schreibstil und einem fast schon offenem Ende.

Im Endeffekt ist im ganzen Buch gar nicht mal so viel passiert, aber es war so gut geschrieben, dass ich gar nicht aufhören wollte. Die Sätze waren sogar ziemlich einfach und kurz, trotzdem hat das gerade so gut zur Geschichte gepasst.

Für mich ist es jetzt kein Highlight geworden, da ich mir besonders vom Ende ein wenig mehr erwartet habe.

Ich kann das für das Buch auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen, besonders wenn ihr generell ein Fan von Dystopien oder sogar Orwells 1984 seid.

4/5⭐

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2021

Ähnelt 1984

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Im Buch werden zwei Frauen porträtiert, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Riva, die schöne Hochhausspringerin, die in ihrem Leben alles erreicht hat und sich der Leistungsgesellschaft verweigert. ...

Im Buch werden zwei Frauen porträtiert, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Riva, die schöne Hochhausspringerin, die in ihrem Leben alles erreicht hat und sich der Leistungsgesellschaft verweigert. Und Hitomi, die Psychologin, die Riva "helfen" soll und dabei immer weiter strebt - nach dem nächsten Score, dem Tracking-Ergebnis auf ihrem Tablet.🤳

Der Roman zeigt uns was passiert, wenn wir alle nach Perfektion streben und uns ständig optimieren um dem perfiden Leistungsdruck standhalten zu können.
Das Buch schafft es hierbei, die Grenzen zwischen Dystopie und der Realität unserer modernen Gesellschaft verschwimmen zu lassen, ohne zu belehren.

'Die Hochhausspringerin' ist anders als die meisten utopischen Romane. Es ist gut geschrieben und basiert auf Entwicklungen, die man heute schon deutlich erkennen kann.👀

Das Buch hat mich an "1984" von George Orwell erinnert. Die Klugen und Fähigen der zukünftigen Gesellschaft dürfen luxuriös und privilegiert in der Stadtmitte wohnen. Allerdings werden sie sterilisiert und dürfen keine Kinder bekommen. Das Prekariat wohnt armselig und nicht groß beachtet in den Außenbezirken. Eine massive Überwachung findet statt. Wer nicht spurt, verliert alle Privilegien.
Eine gruselige Aussicht!

Alles ist beobachtend geschildert und auch mit einer gewissen Distanz, da es aus der Sicht der Psychologin, die Riva beobachtet, geschrieben ist. Wenn mal etwas Emotionales passierte, dann war auch das sehr schnell und diskret erzählt, also konnte ich gar keine richtige Bindung zu den Charakteren aufbauen, weil ich nicht wirklich ihre Gedanken zu lesen bekam.💭

Die Welt, die man als Leser kennenlernt, finde ich sehr gelungen. Die futuristischen Berufe, das Zusammenleben einer Familie und die ganz alltäglichen Dinge sind alle verändert, und zwar so, dass man kurz innehalten muss und sich wirklich beginnt zu fragen: Entwickeln wir uns auch in diese Richtung? Denn auch wenn es eine Dystopie ist, sieht man einige Parallelen zu unserer Welt.🌍

Leider lässt die Geschichte zwischendurch nach und vieles kann man erahnen. Am Anfang habe ich mich außerdem schlecht in die Handlung rein gefunden.

f a z i t
In beeindruckender Sprache erzählt dieser Roman von einer fiktiven Welt, die gar nicht so weit weg ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Und von Perfektion und Menschlichkeit. 'Die Hochhausspringerin' ist eine absolut lesenswerte Dystopie, über die man Mal nachdenken sollte.
3,5⭐