Cover-Bild Königsblau
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19,90
inkl. MwSt
  • Verlag: GedankenReich Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Dark
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 22.12.2025
  • ISBN: 9783987920622
Julia Zieschang

Königsblau

Düster-romantische Märchenadaption von König Blaubart | mit Farbschnittgarantie
Eine Festung voller Geheimnisse.
Ein König mit dunkler Vergangenheit.
Ein verbotener Schlüssel, der nie benutzt werden darf.


In unberechenbaren Abständen wählt der König eine neue Braut – keine von ihnen ist je zurückgekehrt. Mit seinen kühlen Augen und dem nachtblauen Haar umgibt ihn eine Aura der Unnahbarkeit, die ebenso fesselnd wie beunruhigend ist. Bisher konnte Rosalie seinem Blick entkommen, aber dann fällt die Wahl ausgerechnet auf sie und aus ihrer größten Angst wird grausame Wirklichkeit. Schon bald findet sie sich hinter den unüberwindbaren Mauern einer düsteren Festung wieder, in der finstere Geheimnisse auf sie lauern. Rosalie ist fest entschlossen, das Schicksal ihrer Vorgängerinnen zu erfahren und dieser unheilvollen Ehe zu entkommen.
Doch was verbirgt sich hinter der einzigen Tür, die ihr unter allen Umständen verboten ist?

Tauch mit „Königsblau“ in eine düstere Märchenadaption von König Blaubart ein.
Inklusive der Vorgeschichte „Königsfluch“ – eine arrangierte Ehe, zwei Brüder und ein folgenschwerer Fluch.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2026

Öffne niemals die verbotene Tür.

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Lust auf eine düstere Märchenadaption von König Blaubart?

Dann – here we go!

Ich muss gestehen: Obwohl ich Märchen liebe, war mir dieses hier bisher tatsächlich völlig unbekannt.
Nachdem ich mich ein ...

Lust auf eine düstere Märchenadaption von König Blaubart?

Dann – here we go!

Ich muss gestehen: Obwohl ich Märchen liebe, war mir dieses hier bisher tatsächlich völlig unbekannt.
Nachdem ich mich ein wenig über das ursprüngliche Märchen informiert hatte, wurde meine Neugier auf die Adaption von Julia Zieschang immer größer und ich kann euch verraten: Ich wurde nicht enttäuscht!
Das Originalmärchen ist schon ziemlich düster und grausam und genau diese Vibes hat die Autorin in ihrer Version großartig eingefangen. Dazu kommen spannende Wendungen und auch einige bezaubernde Fantasyelemente, die der bedrückenden Atmosphäre von Blaubarts Schloss immer wieder entgegenwirken.
Ich sage nur: Bluebell! In sie habe ich mich sofort verliebt.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, fesselnd und sehr atmosphärisch. Besonders das Setting der Festung hat mir öfter einen Schauer über den Rücken gejagt: kalt, grausam und so lebendig beschrieben, dass ich das getrocknete Blut und den Tod in den Mauern förmlich riechen konnte.
Besonders spannend fand ich die zwei Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird und die sich am Ende wie ein roter Faden zusammenfügen.
Auf der einen Seite haben wir Rosalie, die neue – und etwas zu neugierige – Braut des grausamen König Blaubart, die in seinem Schloss gefangen ist.
Auf der anderen Seite gibt es die 19-jährige Claire, die durch einen Fluch im Körper einer Greisin steckt.
Und ihre Schicksale sind enger miteinander verbunden, als man zunächst denkt …
Im Mittelteil hatte das Buch für mich ein paar Längen, aber der Plot zum Ende hin hat das mehr als wettgemacht. Mein Herz hat beim Lesen mehr als einmal gestolpert, und ich dachte nur:
„Neiiiin, das darf doch jetzt nicht wahr sein!“
Das letzte Drittel war für mich dann wiederum ein echter Pageturner, den ich in einem Rutsch verschlungen habe.

Fazit

Dark Fantasy, Forced Proximity und ein verbotener Schlüssel.

Wenn du jetzt genauso neugierig bist wie ich und wissen willst, was sich hinter der einen verbotenen Tür in der Festung verbirgt, dann trau dich und lies Königsblau.
Aber gib Acht! Und lass dich dabei nicht vom grausamen König erwischen.
Ich bin dann mal weg und versinke als Nächstes im Prequel Königsfluch. Mal sehen, warum der König eigentlich zu so einem Anti-Traumprinzen geworden ist.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Öffne nicht die Tür

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Düsternis im Gemäuer, modriger Duft in der Luft, Portraits mit stechendem Blick – ein Setting, das für Gänsehaut sorgt. Alles wirkt wie ausgestorben und löst ein beklemmendes Gefühl aus. Bluebeards Festung ...

Düsternis im Gemäuer, modriger Duft in der Luft, Portraits mit stechendem Blick – ein Setting, das für Gänsehaut sorgt. Alles wirkt wie ausgestorben und löst ein beklemmendes Gefühl aus. Bluebeards Festung ummantelt vom Winter und Tod, schreit nach Geheimnissen und nichts ist hier tödlicher als Neugier. Und Rosalie ist wirklich schrecklich neugierig.

Autorin Julia Zieschang entführt in eine spannende, brutale Märchenadaption von König Blaubart. Unterschwellige Spannung, Gräuel und Mysterien ranken sich um den Plot. Der Schreibstil ist dabei zugleich schön, wie fesselnd und beschreibt das Setting atmosphärisch. Die Elemente des Originalmärchens sind dabei wunderbar eingebunden.

Die Geschichte bietet zwei Zeitstränge, zwei Perspektiven, zwei junge Mädchen mit ihren eigenen verfluchten Abenteuern. Zum einen gibt es den Einblick in die Vergangenheit aus Sicht von Rosalie, die gerade als neue Braut des eiskalten Bluebeards ausgewählt wird. Tapfer, trotzig und neugierig schlägt sie sich durch ihr Schicksal voller Schrecken.

Zum anderen begleitet man in der Gegenwart die 19-jährige Claire, die Dank eines Fluches aussieht wie eine Greisin. Bei ihr habe ich mich stellenweise an Howl’s Moving Castle erinnert gefühlt, was ich geliebt habe. Ihr Versuch, ihren Fluch zu brechen, führt sie über Umwege auf Rettungsmission für Rosalie.

Bluebeard ist nicht so die Kategorie Traumprinz. Höchstens aus Albträumen. In der Hinsicht fand ich ihn ein Ticken eindimensional. Er ist ausschließlich grausam, böse und seine Seele ein einziger dunkler Abgrund. Subjektiv gefällt mir ein vielschichtiger Bösewicht etwas besser. Seine Ausgestaltung passt jedoch besser zum klassischen Märchencharakter. Und jeder Auftritt von ihm sorgte für Angst und Spannung.

Oh Gott, und wie ich Angst hatte um die Charaktere. Vor allem, da ich sie in ihren Abenteuern schnell ins Herz geschlossen habe. Ich wusste nie, wem sie trauen können oder ob die Situation gut ausgehen würde. Oder ob den Buchfiguren ein Happy End bevorstehen würde. Diese Ängste und Sorgen machten das Leseerlebnis für mich zu einem Pageturner.

Neben Spannung und Angst, deuten sich auch romantische Elemente an. Die Charaktere verlieren dabei schnell ihr Herz. Liegt vermutlich an dem jungen Alter, weshalb ich es authentisch und süß fand. Wer jedoch slow burn sucht, wird hier nicht fündig.

Fazit:

Ein winterliches Schauermärchen, das spannende Lesestunden verspricht. Das Setting wird wirklich atmosphärisch und beklemmend aufgearbeitet, so dass mir sowohl die Elemente des Originalmärchens als auch die neuen Twists sehr viel Freude bereitet haben.

Einen Großteil der Geschichte hatte ich Angst um die Hauptfiguren, was es für mich letztendlich zu einem Pageturner gemacht hat. Außer um Bluebeard. Um ihn hatte ich keine Angst, sondern vor ihm. Mir persönlich hätte es gut gefallen, hätte er neben seiner Boshaftigkeit noch andere Charakterzüge gehabt, aber sein eiskalter Charme passt besser zum klassischen Märchen.

Abgerundet wird die düstere Adaption mit romantischen Elementen, die ich süß zu verfolgen fand.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Gute Ansätze, leider waren mir die Charaktere zu flach

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„Früher hieß er George und hatte ganz gewöhnliche schwarze Haare Eines seiner Experimente in jungen Jahren ist schiefgegangen und verursachte die dauerhafte Färbung seiner Haare. […] Schon zu dieser Zeit, ...

„Früher hieß er George und hatte ganz gewöhnliche schwarze Haare Eines seiner Experimente in jungen Jahren ist schiefgegangen und verursachte die dauerhafte Färbung seiner Haare. […] Schon zu dieser Zeit, als er noch König war und nicht abgedankt hatte, war George nicht gerade für seine Freundlichkeit bekannt. Schon bald verbreitete sich der Name Bluebeard.“ (S. 4. Kapitel, 19%)

Ich liebe Märchen und Märchenadaptionen und obwohl ich das Märchen um Blaubart nicht kenne, habe ich mich auf Königsblau eingelassen (ohne Vorgeschichte).
Diese Adaption hat zwei Erzählstränge, die zunächst nicht so richtig zusammen passen wollen, schon weil sie zeitlich ziemlich auseinander liegen. Der eine Strang erzählt die Geschichte von Rosalie, wie sie von Bluebeard ausgesucht wird, seine nächste Braut zu werden, wie sie in seiner Festung ankommt und dort geehelicht wird.
Der zweite Strang erzählt die Geschichte von Claire, die eigentlich die Prinzessin des Landes ist, aber durch einen Fluch aussieht wie ein altes Mütterchen. Nur die wahre Liebe kann sie erretten und als plötzlich ein junger Jäger vor ihrer Tür erscheint, hofft Claire auf Erlösung.
Die Geschichten von Rosalie und Claire sind grob ganz spannend, allerdings sind mir alle Charaktere zu flach gestaltet: Rosalie ist hübsch, Bluebeard ist böse, seine Bediensteten sind unfreundliche Nebencharaktere, Claire ist verflucht. Vor allem aber die Interaktionen mit den Angebeteten wirken steif und oberflächlich. „Rosalie verspürt so tiefe Gefühle für diesen Stallburschen, wie sie sie noch niemals für jemanden empfunden hatte.“ (9. Kapitel, 41%) Davon ist nichts zu merken, die Gefühle sind plötzlich da und nicht nachvollziehbar. Ähnlich ist es in Claires Erzählstrang.
Die unterschiedlichen Elemente von Königsblau haben mir gut gefallen: die beiden Erzählstränge, wie jede Frau mit einem anderen Schicksal zu kämpfen hat; die magischen Wesen; Claires Schicksal.
Was mir nicht gefallen hat war Bluebeard, weil er einfach nur böse war um böse zu sein. Bis zum Ende gibt es dafür keine Begründung, warum er Rosalie misshandelt. Auch seinen englischen Namen finde ich fragwürdig, da zwischen Bluebeard und Blaubart kein großer Unterschied ist. Warum also ist er englisch?

Nach ca 50% bin ich auf Querlesen umgestiegen, weil mir die Interaktionen zwischen den Protagonisten und die Liebesgeschichten einfach zu flach waren. Wobei mir Claires Erzählstrang besser gefallen hat als Rosalies, und das Potential einer Liebe zwischen den beiden zu erkennen war. Ich glaube, dass das Vorwissen um das Märchen von Blaubart keinen Unterschied gemacht hätte, wie ich diese Adaption aufgenommen habe.

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